Caritas und Diakonie im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten

Soziale Verantwortung - 31. August 2017

Die Caritas und das Diakonische Werk im Emsland und der Grafschaft Bentheim haben am 29. August mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann über die soziale Herausforderungen in der Region gesprochen. Eingeladen hatten die vier Geschäftsführer Hermann Josef Quaing (Grafschafter Caritas), Dorothea Währisch-Purz (lutherische Diakonie), Volker Hans (reformierte Diakonie) und Marco Drees (Caritas Emsland).

Im Gepäck hatten die Sozialverbände konkrete Forderungen für sieben Themen unter dem Motto „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen“. Der Bitte an den Abgeordneten eine Patenschaft für ein Kapitel zu übernehmen kam Stegemann gerne nach. Für ihn sei das Kapitel „Soziale Arbeit sichert die Zukunft unserer Gesellschaft“ absolut unterstützenswert. Stegemann hierzu: „Der Einsatz in den sozialen Berufen geht bei vielen Beschäftigten weit über das normale Maß hinaus. Pflegende und Krankenschwestern sind häufig nachts und am Wochenende rund um die Uhr im Einsatz. Daher möchte ich gern dazu beitragen, dass diese Leistung stärker wahrgenommen und soziale Arbeit mehr Anerkennung erhält.“ Die Ideen von Caritas und Diakonie brächten seiner Meinung nach vieles von dem auf den Punkt.

Die Sozialverbände vereinbarten mit dem Abgeordneten, dass sie sich im Laufe des kommenden Jahres wieder zusammensetzen, um über die Entwicklung zu sprechen. In diesem Zusammenhang verwies Stegemann auch auf die bereits erfolgten gesetzlichen Änderungen der vergangenen Jahre. „So wurde mit den drei Pflegestärkungsgesetzen und der Reform der Pflegeberufe wichtige Schritte zur besseren Anerkennung und Vergütung getan.“ In diesem Zuge wurde auch deutschlandweit das Schulgeld in der Altenpflege abgeschafft. Das Hauptproblem sieht der Politiker weiterhin in der unterschiedlichen Bezahlung in den Bundesländern. So erhalten Pflegekräfte in Niedersachsen etwa 20 Prozent weniger als in Nordrhein-Westfalen.