Gesetz zur Erhöhung der Betreuer- und Vormündervergütung verabschiedet

Soziale Verantwortung, Wahlkreis - 20. Mai 2019

Berlin. Der Bundestag hat Ende vergangener Woche beschlossen, die Betreuer- und Vormündervergütung um durchschnittlich 17 Prozent zu erhöhen. Das teilt Albert Stegemann, der Bundestagsabgeordnete für das Emsland und die Grafschaft, mit.

Stegemann: „Mehr Geld für Betreuungsvereine und Berufsbetreuer“

Im Vorfeld der Beratungen hatte Stegemann vor Ort im Wahlkreis mit Betreuungsvereinen und Berufsbetreuern über die Bedingungen der Betreuung diskutiert – unter anderem mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und dem Sozialdienst katholischer Männer (SKM) in Nordhorn, Meppen und Lingen. In der Betreuung erhalten Volljährige Unterstützung, Hilfe und Schutz durch einen vom Gericht bestellten Betreuer. Der Betreuer kümmert sich dann unter Beachtung des Willens des Betreuten um dessen Rechtsgeschäfte. Stegemann: „Die Arbeit der Betreuungsvereine und Berufsbetreuer ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Sie sichern Menschen mit Einschränkungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben.“

Albert Stegemann ist sich sicher: „Mit der Erhöhung der Vergütung wird die Arbeit von Betreuern deutlich erleichtert.“ Die Erhöhung der seit 13 Jahren unveränderten Vergütung der beruflichen Betreuer liegt bei durchschnittlich 17 Prozent und sieht ein modernisiertes System von monatlichen Fallpauschalen vor. Dass in den Beratungen weitergehende Forderungen der Betreuungsvereine nach einer deutlicheren Erhöhung oder einer dynamischen fortlaufenden Anpassung nicht umgesetzt werden konnten, bedauert Stegemann. Als Schritt in die richtige Richtung wertet Stegemann hingegen die vorgeschriebene Evaluierung, die parallel beginnt und bis 2024 vorliegen muss.

Stegemann hofft nun auf eine schnelle Zustimmung des Bundesrates, damit Betreuer und Betreute bald von der Erhöhung profitieren können.

Albert Stegemann mit Vertretern des SkF und SKM in Nordhorn
Albert Stegemann mit Vertretern des SkF und SKM in Nordhorn