Berlin. Am heutigen Donnerstag hat das Berlin-Institut seine Studie „Von Kirchtürmen und Netzwerken – Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“ in Haus der Caritas in Berlin vorgestellt. „Die Studie zeigt sehr anschaulich, warum sich das Emsland in den letzten Jahrzehnten vom Armenhaus Deutschlands zum Spitzenreiter im ländlichen Raum gemausert hat – es sind die Menschen“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.
Vorgestellt wurde die Studie auch vom Generalvikar des Bistums Osnabrück sowie vom CDU-Kreisvorsitzenden Markus Silies. Der Generalvikar machte deutlich, dass die Voraussetzung für das Emsland eigentlich ungünstig wären. Gleichwohl haben die Menschen die Situation hervorragend gemeistert. Hierzu hätten die Kirchen als „Netzagenturen“ in den Gemeinden einen Beitrag geleistet. „Die Region ist demographiefest aufgestellt, die Kinder kommen zurück und auch wirtschaftlich ist die Region sehr tatfest“, zeigte sich Theo Paul mit den Ergebnissen der vom Bistum finanzierten Studie zufrieden.
Für Silies hat die Entwicklung viel mit den funktionierenden Strukturen zu tun. „Im Emsland wächst man rein. Bereits Kinder übernehmen Aufgaben und Verantwortung. Das ist oftmals ganz kleinteilig, egal ob als Gruppenleiter oder anderswo“, so Silies, der das Kolping-Bildungshaus in Salzbergen leitet. Für ihn ziehe sich dieses Engagement durch das gesamte Leben und befähige Schritt für Schritt zur Übernahme von mehr Verantwortung. „Deswegen packen die Emsländer mit an und merken, dass sie etwas bewegen können.“
Die Studie können Sie abrufen unter.
http://www.berlin-institut.org/publikationen/studien/von-kirchtuermen-und-netzwerken.html
Berlin. Am 24. September 2017 wird der Deutsche Bundestag gewählt. Dazu veranstaltet der Deutsche Bundestag das Planspiel „Juniorwahl 2017“, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann Schulen aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland einlädt. „Die Wahl ist ein guter Anlass, den Schülerinnen und Schülern Parlamentswahlen und deren Bedeutung für eine freiheitliche Demokratie näherzubringen“, so Stegemann. Das Planspiel ermögliche den Lehrern und Schülern, Demokratie praktisch zu erleben und zu üben.
Die realitätsnahe Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Schülerwahl stellt den Kern des bundesweiten Projekts dar. Wahlurnen und Wahlkabinen sowie Stimmzettel der Wahlkreise gehören daher ebenso zum Konzept wie die Bildung eines Wahlvorstandes und natürlich die Wahl selbst. Die Schülerinnen und Schüler organisieren ihre Wahl als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer dabei selbst und lernen somit, demokratische Verantwortung zu übernehmen. „Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn möglichst viele Schulen aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland diese einzigartige Möglichkeit wahrnehmen“, ermuntert Stegemann zur Teilnahme.
Das Konzept richtet sich an alle Schulformen der Sekundarstufen I und II und Berufsschulen. Teilnahmeberechtigt sind einzelne Schulklassen sowie auch ganze Schulen. Unterstützt wird das Angebot mit finanziellen Mitteln vom Deutschen Bundestag und ist daher kostenlos.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.juniorwahl.de.
Berlin. „Das ist ein Riesenschritt auf dem Weg zum schnellen Internet im südlichen Emsland.“ Mit diesen Worten begrüßten die CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Albert Stegemann den heute überreichten Förderbescheid an den Landkreis Emsland.
Zuvor hatte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann MdB im Bundesverkehrsministerium das herausragende Engagement des Emslandes gewürdigt. Zugleich hatte er den Förderbescheid in Höhe von 9,1 Millionen dem beim Landkreis Emsland zuständigen Dezernenten Michael Steffens ausgehändigt.
Mit den Mitteln soll der Breitbandausbau in den Gemeinden Salzbergen und Emsbüren sowie in den Samtgemeinden Freren, Herzlake, Lengerich und Spelle vorangebracht werden. „Für Erfolgsregionen wie das südliche Emsland ist eine entsprechende Breitbandkapazität unerlässlich, insbesondere für Digitalisierungsprozesse im Mittelstand und im Handwerk“, betonte Connemann. Weitere Fördermittel sind beim Land Niedersachsen beantragt. Die übrigen Kosten tragen der Landkreis Emsland und die beteiligten Kommunen.

Connemann und Stegemann hatten sich früh für die Realisierung des flächendeckenden Breitbandausbaus im westlichen Niedersachsen eingesetzt. So hatte sich Stegemann im November nach Antragsstellung durch den Landkreis noch einmal schriftlich an das Verkehrsministerium gewandt. Damals sagte Ferlemann zu, dass die Förderpotentiale des Emslandes umfassend zum Tragen kommen würden.
Mit dem heutigen Tag wurden nunmehr alle vier Förderanträge aus dem Emsland sowie der Grafschaft Bentheim positiv beschieden. „Dass dies so gelungen ist, ist ein großer Verdienst der Mitarbeiter in den Landkreisen, die unter Hochdruck die Anträge auf den Weg gebracht haben“, unterstreicht Stegemann.
Dabei fange die Arbeit nun erst richtig an, betont Michael Steffens als zuständiger Dezernent beim Landkreis Emsland. „Wir müssen die Bautätigkeiten europaweit und rechtssicher ausschreiben. Später folgen die Baumaßnahmen und am Ende des Tages muss sichergestellt sein, dass das Internet in jedem Haushalt reibungslos funktioniert“, so Steffens.
Insgesamt stellt der Bund über vier Milliarden Euro für den Breitbandausbau bereit. Damit fördert der Bund den Netzausbau in Regionen, die bisher unterversorgt sind und in welchen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Ausbau zu erwarten ist. Ziel ist die flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit pro Sekunde.
Zudem soll die fünfte Generation der Mobilfunkversorgung zeitnah eingeführt werden. Mit dieser lassen sich künftig große Datenmengen zuverlässig mit bis zu 20 Gbit pro Sekunde übertragen. Bis spätestens 2025 sollen alle Hauptverkehrswege und mindestens die 20 größten Städte in Deutschland mit dieser Technik ausgestattet sein. Connemann und Stegemann begrüßen diesen Ansatz, um die Funkverbindung in Zügen und auf Autobahnen zu verbessern. „Gleichwohl ist es zwingend notwendig, das Mobilfunknetz in den ländlichen Räumen deutlich verbessern“, so Stegemann. Hier gebe es immer wieder Schwierigkeiten mit der Netzqualität, bescheinigt Connemann.
Salzbergen. Am vergangenen Donnerstag besuchte der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann die SSB Wind Systems in Salzbergen. Hintergrund des Besuchs ist die dortige Entwicklung sogenannter „SmartBlades“, also intelligenter Rotorblätter. Diese sollen die Lebensdauer und Effizienz von Windenergieanlagen erhöhen. „Damit wir weiterhin Windenergieanlagen in Deutschland fertigen, brauchen wir effiziente Strukturen und Innovationen wie bei SSB Wind Systems“, begrüßt Stegemann das Engagement des Zulieferers.

Das Unternehmen blickt auf eine knapp 50-jährige Geschichte zurück. Gestartet als kleine Firma u.a. zur Reparatur in der Landtechnik ist das Unternehmen mittlerweile ein weltweit geschätzter Zulieferer für Pitchsysteme und Schaltschränke im Bereich der Windenergie. In Salzbergen arbeiten rund 150 Mitarbeiter. Daneben gibt es unter anderem Standorte in China und den USA. „Unsere Standorte sind eng vernetzt. So sichern wir Arbeitsplätze in Salzbergen“, betont Geschäftsführer Frans von der Stel.
Anfang des Jahres wechselte der Eigentümer von Emerson zu Nidec, ein japanischer Hersteller von Elektromotoren mit Hauptsitz in Kyōto. „Der Gründer von Nidec, Shigenobu Nagamori, steht hinter unserer Arbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien. Das bedeutet aber auch, dass wir liefern müssen“, so Helmut Reinke, Prokurist bei SSB Wind Systems. Daher seien die Mitarbeiter motiviert und blickten zuversichtlich in die Zukunft.
Die Branche selbst steht derweil vor Herausforderungen. „Die Umstellung zum Ausschreibungsverfahren bei Erneuerbaren Energien in Deutschland ist langfristig sinnvoll. Kurzfristig wird die Branche jedoch ordentlich durchgeschüttelt“, so Reinke. So würde hierdurch die Auftragseingang noch stärker schwanken als ohnehin. Dies sei eine Herausforderung für die Auslastung der Werke und Beschäftigung der Mitarbeiter.
Daneben gebe es einen enormen Kostendrück. „Die Hersteller müssen ihre Kosten um bis zu 40 Prozent senken, um im Geschäft bleiben zu können“, mahnt von der Stel. Diese Herausforderung gehe SSB Wind Systems proaktiv an.
Für Bürgermeister Andreas Kaiser ist die Windenergie ein wichtiges Standbein in Salzbergen. „Gemeinsam mit dem Münsterland haben wir in diesem Bereich viele starke Unternehmen. Die Strukturen der Bundesländer verhindern aktuell aber eine stärkere Kooperation“, bedauert Kaiser. Daher werde das Potenzial nur unzureichend ausgeschöpft. Hier müssten die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aktiv Kooperationen in Forschung und Entwicklung ermöglichen.
„Es reicht nicht, dass sich die beiden Länder bei Projekten auf ihr Kirchturmdenken zurückziehen“, unterstreicht auch Reinke, der in Neuenkirchen wohnt und daher die Situation in den beiden Bundesländern gut kennt. Stegemann will sich für eine bessere Kooperation einsetzen. „Wenn jeder für sich alleine kämpft, werden wir im Wettbewerb nicht bestehen können“, betont Stegemann. Hier sei jedoch noch viel Überzeugungsarbeit in Düsseldorf und Hannover zu leisten.
Berlin. Bei einem Treffen einer Delegation von Vertretern der EUREGIO und CDU-Bundestagsabgeordneten in Berlin am gestrigen Montag standen vor allem Verkehrsthemen im Fokus. Hierzu hatten der Abgeordnete Albert Stegemann als Vertreter aus Niedersachsen sowie mehrere Kollegen aus Nordrhein Westfalen eingeladen. Der Einladung waren Bürgermeister einiger niederländischer Gemeinden sowie die Landräte der angrenzenden deutschen Kreise, u.a. aus der Grafschaft Bentheim, Steinfurt und Borken gefolgt.
Das Gespräch dreht sich insbesondere um den grenzüberschreitenden Verkehr als auch die Anbindung der Region insgesamt. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann wies in diesem Zusammenhang auf die aktuellen Bemühungen des Bundes hin. So sei ein anspruchsvolles Investitionsprogramm bis 2030 mit dem dafür zugrunde liegenden Bundesverkehrswegeplan auf dem Weg gebracht worden. Damit gingen massive Investitionen einher, die insbesondere auch der Region zugutekommen. Hierbei nannte er explizit den Ausbau der E233.
Die niederländischen und deutschen Verwaltungsbeamten wollten mit ihrem Besuch zudem ein besonderes Augenmerk auf den Zugverkehr legen. Für sie stellt sich vor allem die Situation auf der Bahnstrecke von Amsterdam nach Berlin als ungenügend dar. Ihre Forderungen richteten sich an die anwesenden Vertreter der Deutschen Bahn, darunter den Konzernbevollmächtigten der DB AG, Werner Lübberink. Konkret gaben sie den Bahnvertretern als Wünsche mit: mehr Züge, eine engere Taktung und neues Zugmaterial.
Die Bundestagsabgeordneten zeigten ihrerseits viel Verständnis für die Forderungen. Da wo der Bund in der Verantwortung steht, tut sich demnach bereits etwas. So wird mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Bielefeld ein entscheidender Schritt getan, um das bisherige Nadelöhr aufzulösen.
Auch die Deutschen Bahn versprach Verbesserungen, um den Komfort für Bahnreisende kurzfristig und langfristig sicherzustellen. Die aktuellen Züge der IC-Generation werden bis Mitte des Jahres im Bereich der Klimatechnik modernisiert. Damit sollen Zugausfälle, wie im vergangenen Sommer, vorgebeugt werden. Neue Züge können aufgrund der unterschiedlichen Technik auf deutscher und niederländischer Seite allerdings erst 2023 zum Einsatz kommen. Noch in diesem Jahr läuft die Ausschreibung für eine eigens für die Strecke entwickelte Multisystem-Lokomotive.
Stegemann verbindet mit diesen Schritten das richtige Signal: „Ausfälle von Zügen wie in der Vergangenheit dürfen nicht geschehen. Ich hoffe sehr, dass sich mit den geschilderten Maßnahmen die Situation verbessert.“
Umso mehr warnte der Politiker vor allzu vehementen Forderungen nach einer Verkürzung der Fahrtzeit, z.B. durch kürzere Haltezeiten in Bad Bentheim. Dies soll u.a. durch den Einsatz der modernen Hybridzüge erreicht werden: „Hier müssen wir als Region unbedingt aufpassen, dass der, bisher technisch bedingte, Halt in Bad Bentheim auch weiterhin erhalten bleibt.“
Berlin. Am 24. September 2017 wird der Deutsche Bundestag gewählt. Dazu veranstaltet der Deutsche Bundestag das Planspiel „Juniorwahl 2017“, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann Schulen aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland einlädt. „Die Wahl ist ein guter Anlass, den Schülerinnen und Schülern Parlamentswahlen und deren Bedeutung für eine freiheitliche Demokratie näherzubringen“, so Stegemann. Das Planspiel ermögliche den Lehrern und Schülern, Demokratie praktisch zu erleben und zu üben.
Die realitätsnahe Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Schülerwahl stellt den Kern des bundesweiten Projekts dar. Wahlurnen und Wahlkabinen sowie Stimmzettel der Wahlkreise gehören daher ebenso zum Konzept wie die Bildung eines Wahlvorstandes und natürlich die Wahl selbst. Die Schülerinnen und Schüler organisieren ihre Wahl als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer dabei selbst und lernen somit, demokratische Verantwortung zu übernehmen. „Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn möglichst viele Schulen aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland diese einzigartige Möglichkeit wahrnehmen“, ermuntert Stegemann zur Teilnahme.
Das Konzept richtet sich an alle Schulformen der Sekundarstufen I und II und Berufsschulen. Teilnahmeberechtigt sind einzelne Schulklassen sowie auch ganze Schulen. Unterstützt wird das Angebot mit finanziellen Mitteln vom Deutschen Bundestag und ist daher kostenlos.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.juniorwahl.de.
Berlin. Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) haben sich Vertreter aus Spelle mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann in Berlin über die Entwicklungschancen vor Ort ausgetauscht. „In der Samtgemeinde wurden in den letzten Jahrzehnten hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen, insbesondere für junge Familie, ältere Menschen aber auch für die Betriebe“, so Stegemann mit Blick auf Spelle, Schapen und Lünne.

Spelle habe sich in den letzten Jahren gut entwickelt, unterstrich Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf. „Vor zehn Jahren lag die Arbeitslosenquote bei neun Prozent. Heute sind es noch rund zwei Prozent“, so Hummeldorf. Mit der guten Entwicklung würden die Aufgaben aber nicht weniger, sondern anders.
So verlässt auch heute noch jedes zwanzigste Kind die Schule ohne Abschluss. Für Stegemann sind daher bessere Startchancen für Kinder ein zentraler Schwerpunkt der künftigen Arbeit. „Wir dürfen nicht locker lassen und brauchen nicht nur Chancengerechtigkeit sondern -gleichheit“, unterstrich der Abgeordnete. Es sei nicht akzeptabel, wenn aus ärmeren Kindern chancenlose Erwachsene werden.
Die Samtgemeinde habe das Thema früh erkannt und finanzierte bis zu vier Sozialarbeiter in den Schulen. „Das ist eigentlich eine Kernaufgabe des Landes Niedersachsen“, so Hummeldorf. Daher sei das Land stärker gefordert.
Aber auch für die älteren Menschen in der Samtgemeinde wolle man die Angebote verbessern. „Bei uns können die Älteren gut leben und sich im Fall der Fälle auf eine gute Pflege verlassen. Zudem arbeiten wir an einem Konzept aus einem Guss“, so Hummeldorf. Für Magdalena Wilmes dürfen dabei die kleineren Gemeinden nicht vergessen werden. „Die Bürger erwarten passende Angebote in den Gemeinden, in denen sie ihr Leben lang gewohnt haben“, betont sie als Kreistagsmitglied und Bürgermeisterin von Lünne.
Auch bei den weiteren anstehenden Aufgaben wollen sich die Speller und Stegemann eng abstimmen. So stellte Stegemann das 55 Millionen Euro schwere Bundesprogramm Ländliche Entwicklung vor. Hiermit sollen Maßnahmen zur Daseinsvorsorge, Mobilität, Kultur und Gesundheit aber auch zum Ehrenamt im ländlichen Raum unterstützt werden. Daneben werde man gemeinsam prüfen, ob Spelle vom Hochwasserschutzgesetz II profitieren könnte. Dieses wird aktuell in Berlin erarbeitet und soll in den nächsten Wochen beschlossen werden.
Dieses wird aktuell in Berlin erarbeitet und soll in den nächsten Wochen beschlossen werden. Abschließend unterstrichen Bernhard Hummeldorf und Jessica Vrielmann als Vertreter der LEADER-Region „Südliches Emsland“ die Bedeutung des Programmes der Europäischen Union und warben um dauerhafte Unterstützung. „Das Südliche Emsland wurde bereits zum 2. Mal als LEADER-Förderkulisse ausgewählt. Eine Vielzahl an wertvollen und nachhaltigen Projekten konnte mit Hilfe dieses Ansatzes zur Regionalentwicklung bereits realisiert werden. Für die Region hat sich dieses Instrument auch hinsichtlich der interkommunalen Zusammenarbeit eindeutig bewährt“, resümiert Hummeldorf.
Nordhorn. Am vergangenen Donnerstag diskutierte die Arbeitsgemeinschaft Pflege Grafschaft Bentheim mit den beiden örtlichen Bundestagsabgeordneten. Der CDU-Abgeordnete Albert Stegemann sagte den gut zwanzig Teilnehmern zu, sich weiter für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege einzusetzen. „Mit den drei Pflegestärkungsgesetzen haben wir wesentliche Verbesserungen für Pflegebedürftige, Pflegekräfte sowie Angehörige erreicht. Nun müssen wir prüfen, wie die Änderungen in der Praxis wirken und wo nachbessert werden muss“, betonte Stegemann.
Die Pflege erfreue sich als Ausbildungsberuf in der Grafschaft weiterhin größter Beliebtheit, so die Leiterin der Berufsfachschule Altenpflege, Birgit Sanders. Aktuell seien in der Grafschaft rund 3.000 Personen in der Pflege tätig. Leider würden aber nach wie vor viele Pfleger nach einigen Jahren den Beruf wechseln.
Dies habe viel mit mangelnder Anerkennung, geringer Bezahlung aber auch mit fehlenden Freiräumen bei der Arbeit zu tun. Da zugleich die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, bestünde seit einigen Monaten auch in der Grafschaft ein spürbarer Fachkräftemangel. Hierauf müsse der Fokus gerichtet werden, betont Bernhard Alsmeier, Pflegedienstleiter der Euregio-Klinik und Moderator der Diskussion.
Stegemann verwies in seinem Impuls zunächst auf die Erfolge Bundesregierung. „Mit der größten Reform seit Einführung der Pflegeversicherung fließen ab 2017 insgesamt über sechs Milliarden Euro zusätzlich in die Pflege der Menschen. Dort, wo in den Familien gepflegt wird, profitieren die Menschen am meisten“, so Stegemann. Zudem sei die Unterstützung bei Demenz erstmals eine eigenständige Leistung. Zudem erhöhe sich bei Demenz der Pflegegrad.
Gleichwohl gebe es für Stegemann mit Blick auf die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte noch viel zu tun. Michaela Suer vom Pflegezentrum Nordhorn äußerte zudem ihre Sorgen hinsichtlich der stationären Pflege. „Künftig werden weniger Menschen in niedrigen und mehr in hohen Pflegegraden stationär gepflegt. Wir fürchten, dass dadurch die dortige Betreuung einseitiger wird“, so Suer.
Zudem sei die stationäre Pflege bei Personen mit niedrigeren Pflegegraden für Einrichtungen finanziell nicht attraktiv. Daher wird es für Pflegebedürftige mit niedrigen Pflegegraden schwerer ein Platz in einer Einrichtung. Haben diese keinen pflegenden Angehörigen, stünden sie oftmals vor Problemen. Hier sagte Stegemann eine Prüfung hinsichtlich der angemessenen Pflegesätze zu. Daneben riet er zu einem stärkeren Austausch mit den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Dieser sei für die Einstufung zuständig.
Abgeordnete und Pflegekräfte sind sich einig, dass die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Bei den nächsten Treffen wolle man den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pflegekräfte legen.
Brüssel/Nordhorn. Die Europäische Kommission hat nun eine öffentliche Umfrage zur Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik gestartet. Bürgerinnen und Bürger können sich daran über einen Onlinefragebogen beteiligen. Das berichten der EU-Abgeordnete Jens Gieseke und der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (beide CDU). „Die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaftspolitik entwickeln sich rasend schnell“, so Gieseke. Die EU passe deshalb die Maßnahmen zur Förderung der Landwirte im Rahmen ihrer siebenjährigen Planungszyklen an. Das letzte Mal erfolgte dies 2013.
Die nächsten Regelungen werden ab 2020 gelten. Gieseke ist Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments. „Wir werden schon sehr bald die Rahmenbedingungen für die neue Förderperiode festlegen.“ Dabei setzen Kommission und Parlament nicht nur auf den Austausch mit den Experten, sondern wollen Bürgerbeteiligung ermöglichen. Sie haben deshalb ein sogenanntes Konsultationsverfahren auf den Weg gebracht.
Alle Bürgerinnen und Bürger können online den Fragebogen mit 34 Einzelthemen beantworten. Sie können darin ihre eigenen Schwerpunkte für eine zukünftige Agrarförderpolitik setzen. Fragen lauten beispielsweise: „Welche Beiträge der Landwirte zu unserer Gesellschaft sind Ihrer Meinung nach am wichtigsten?“ oder „Was sind die wichtigsten ökologischen Herausforderungen für die Landwirtschaft?“.
Albert Stegemann begrüßt das Verfahren: „Der europäische Rahmen prägt die tägliche Arbeit der Landwirte. Zugleich ist es ein gutes Signal aus Brüssel, dass dort die Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger als Grundlage für Entscheidungen dient.“ Der Bundestagsabgeordnete ermutigt Landwirte und Verbraucher ausdrücklich zur Teilnahme. Für die Beratungen in Brüssel sei eine breite Beteiligung wichtig. Die Konsultation läuft noch bis zum 2. Mai und ist unter www.ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de erreichbar.