Lingen/Gronau. Das am Sonntag in Kraft getretene internationale Übereinkommen über den Schutz von Kernmaterial haben die CDU-Bundestagsabgeordneten Steffen Kanitz und Albert Stegemann im Vorfeld zum Anlass genommen, um sich über die Kerntechnik im Emsland und Münsterland zu informieren. „Nur mit dem Know-how hier vor Ort kann sich Deutschland international für sichere Kerntechnik einsetzen“, unterstreicht Kanitz als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für Kerntechnik.

Die Abgeordneten haben sich bei Gesprächen in der Urananreicherungsanlage URENCO in Gronau sowie der Brennelementefabrik ANF und am RWE-Kraftwerksstandort in Lingen über die aktuelle Situation und Herausforderungen informiert. Begleitet wurde Sie hierbei vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Christian Fühner und den Fraktionsvorsitzenden Uwe Hilling. Die Politiker zeigten sich beeindruckt von der Arbeit und dem Sicherheitsniveau in den Anlagen. Die Mitarbeiter haben in den letzten Jahrzehnten viel Know-how im sicheren Umgang mit der Kerntechnik erarbeitet.
So sei Advanced Nucelear Fuels, kurz ANF, nicht nur in der Lage Brennelemente für den sicheren Betrieb von Kernkraftwerken in ganz Europa zu fertigen, sondern auch Brennelemente auseinanderzunehmen. „Wir können Brennelemente, die im Kernkraftwerk noch nicht zur Stromerzeugung eingesetzt waren, zurücknehmen, bei uns auseinanderbauen oder auch für andere Kunden umbauen. Das ist eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von Brennstofffreiheit beim Rückbau von Kernkraftwerken“, erklärt Andreas Hoff, Standortleiter der ANF in Lingen. Kanitz als Mitglied der Endlagerkommission unterstreicht: „Wir müssen für den sicheren Restbetrieb und den sicheren Rückbau der Kernkraftwerke dieses Know-how dringend im eigenen Land halten.“
Zugleich sieht Kanitz die Rückbaukompetenz als Zukunftsmarkt weltweit. Ihm sei es lieber, wenn deutsche Ingenieure mit deutschem Know-how international Kraftwerke zurückbauen, als wenn andere das tun. Daher sei es ein wichtiges Signal, dass in Lingen qualifizierter Nachwuchs für kerntechnische Kompetenz wie z.B. in Sachen Strahlschutz ausgebildet werde. Nur so könne das kerntechnische Know-how für den Rückbau von Kernkraftwerken in Deutschland erhalten bleiben.
Für Stegemann ist die Perspektive für die Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. „Wir haben allein am Energiestandort Lingen hunderte Mitarbeiter, die schon heute vom Kernenergieausstieg betroffen sind. Weitere 7.000 Arbeitsplätze hängen unmittelbar von der Energiewirtschaft ab. Für diese brauchen wir Antworten und Perspektiven“, unterstrich der Arbeitsmarktpolitiker.
Deutschland könne sich nur dank seiner aktuellen nuklearen Kompetenz bei internationalen Nukleargesprächen einbringen. So etwa jüngst beim umfassend geänderten internationalen Übereinkommen über den physischen Schutz von Kernmaterial und Atomanlagen. Das Übereinkommen ist Sonntag in Kraft getreten und bezieht künftig auch den Schutz für Atomanlagen ein.
Das Übereinkommen sei das einzige legal bindende weltweite Instrument für einen wirkungsvollen Schutz des nuklearen Materials vor Diebstahl und Sabotage und sei durch die umfassende Überarbeitung ganz erheblich geschärft worden. Es ist damit zugleich ein wichtiger Baustein im Kampf gegen weltweite Terroranschläge auf Atomanlagen. „Auch die Vermittlerrolle Deutschlands beim Atomabkommen mit dem Iran haben wir der Kompetenz der Mitarbeiter in Gronau und Lingen zu verdanken“, so Stegemann. Diese Rolle für mehr Sicherheit in der Welt dürfe Deutschland nicht leichtfertig aus der Hand geben.
Berlin. Heute Vormittag haben sich die Koalitionsfraktionen im Deutschen Bundestag darauf geeinigt, die WLAN-Störerhaftung abzuschaffen und damit Rechtssicherheit für alle Anbieter von „Hotspots“ zu schaffen. „Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag für die Digitalisierung unserer ländlichen Räume“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Durch WLAN-Angebote könne gerade in Städten wie Lingen, Meppen und Nordhorn eine flächendeckende Breitbandversorgung für mobile Nutzer erreicht werden.
Die Haftungsfreistellung soll für alle Anbieter – privat, gewerblich und neben-gewerblich – gelten, um den Ausbau von WLAN-Hotspots voranzutreiben. „Das ist gerade bei uns im ländlichen Raum von enormer Bedeutung“, unterstreicht Stegemann.
Darüber hinaus sollen klare Regelungen für schnelle und effektive Verfahren zur Rechtsdurchsetzung im Internet etabliert werden. „Unsere Gesetze gelten selbstverständlich nicht nur in der analogen Welt, sondern auch in der digitalen“, pocht der Abgeordnete auf die Einhaltung ziviler Umgangsformen im Internet.
Plattformen, deren Geschäftsmodell im Wesentlichen auf der Verletzung von Urheberrechten basieren, sollten legal keine Werbeeinnahmen generieren. Fremdes geistiges Eigentum dürfe nicht zur Finanzierung solcher Portale missbraucht werden. Außerdem setze sich die CDU/CSU-Fraktion dafür ein, dass die Haftungsregelungen für Plattform-Betreiber auf europäischer Ebene überarbeitet werden. Ferner solle eine Auswertung durch die Bundesregierung erfolgen, inwiefern die Rechte von Personen und Gewerbebetrieben auf Internet-Plattformen in der Vergangenheit verletzt worden sind. „Bei Bedarf werden wir diesen Punkt ebenfalls noch in dieser Wahlperiode regeln. Unsere Gesetze gelten selbstverständlich nicht nur in der analogen Welt, sondern auch in der digitalen“, macht der Abgeordnete klar.
Zum Hintergrund: Unter „Störerhaftung“ versteht man die derzeit geltende Rechtsklausel, dass der Anbieter eines WLAN-Netzes für Vergehen seiner Nutzer unter Umständen haften muss, wenn über diesen Hotspot illegal Filme oder Musik kopiert wurden. Das hat in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Abmahnungen geführt.

Berlin. Aus den Programmen des Bundes zur Förderung attraktiverer Innenstädte fließen in diesem Jahr etwa 2,8 Millionen Euro in den Landkreis Emsland. Bei der Verteilung der Mittel wurden einerseits finanzschwache Orte, als auch besondere städtebauliche Entwicklungskonzepte begünstigt. „Solche zukunftsweisenden Maßnahmen prägen maßgeblich das Bild unserer Gemeinden“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Insgesamt wurden seit 1971 Bundesfinanzhilfen von über 40 Millionen Euro für die Region bereitgestellt.
Die Bundesfinanzhilfen sind im letzten Jahr außerordentlich stark angehoben worden und so konnten insbesondere der Denkmalschutz und die Sanierung und Entwicklung von Städten unterstützt werden. Im Programm „Stadtumbau West“ sind für Meppen in diesem Jahr 1.418.000 Euro und für Haselünne 460.000 Euro vorgesehen. Für „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bekommen die Stadt Salzbergen 430.000 Euro und Lengerich 22.000 Euro und. Durch die Förderung war es in der Vergangenheit möglich, umfangreiche Stadtumbauarbeiten vorzunehmen, um die Lebensqualität in der Region nachhaltig zu verbessern und attraktive Stadtviertel entstehen zu lassen.
Unsere Städte und Gemeinden stehen vor neuen Herausforderungen. „Sie müssen bereit sein, die erforderliche soziale, ökologische und wirtschaftliche Modernisierung aktiv zu gestalten“, betont Albert Stegemann. Damit die Städte die neuen Aufgaben und Herausforderungen besser bewältigen können, unterstützt der Bund die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen. Das örtliche Baugewerbe und das Handwerk profitieren nachhaltig von den Investitionen, welche mit Hilfe des Bundes in den aktuell rund 2000 Gebieten der Städtebauförderung getätigt werden.
Durch den „Tag der Städtebauförderung“, einer gemeinsamen Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städte- und Gemeindebund und Deutschem Städtetag, konnten im letzten Jahr gezielt regionale Bürgeranliegen gestärkt und kommunale Projekte der Städtebauförderung präsentiert werden. Der Aktionstag findet am 21. Mai 2016 zum zweiten Mal deutschlandweit statt. Bundesweit haben sich rund 530 Kommunen zum „Tag der Städtebauförderung“ angemeldet. Aus dem Wahlkreis Mittelems sind auch Meppen und die Grafschaft Bentheim dabei. Albert Stegemann lädt alle Bürger des Wahlkreises ein, sich über vergangene sowie geplante Maßnahmen anlässlich des Aktionstages in den Städten zu informieren.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums:
http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/staedtebau-foerderung/kurzinfo/

Berlin. Noch bis zum 16. September 2016 können sich Jugendliche aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland um ein Stipendium für ein Austauschjahr 2017/18 bewerben. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann übernimmt auch in diesem Jahr die Patenschaft für Schüler und junge Berufstätige, die im August 2017 für ein Jahr in die USA reisen.
„Internationale Erfahrungen sind von großem Wert für die persönliche wie für die berufliche Entwicklung“, so Stegemann. Das PPP-Stipendium sei eine tolle Möglichkeit für junge Menschen, ein anderes Land kennen zu lernen und zudem junge Botschafter für die politischen und kulturellen Werte unseres Landes zu sein.
Die Schülerinnen und Schüler wohnen in den USA in Gastfamilien und besuchen die örtliche High School. Die jungen Berufstätigen gehen zum College und absolvieren ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb. „Ich möchte alle Interessierten ermuntern, sich um dieses Stipendium zu bewerben“, betont Stegemann.
Das Parlamentarische Patenschafts-Programm ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des Kongresses der USA. Es richtet sich an Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren und an junge Berufstätige und Auszubildende bis 24 Jahre. Bewerber sollten neben guten Schulleistungen auch soziales und gesellschaftliches Engagement aufweisen. Näheres über das Programm und die Bewerbung unter www.bundestag.de/ppp oder im Berliner Büro des Abgeordneten unter der Telefonnummer 030-227-77155.
Erfahrungsberichte ehemaliger Stipendiaten finden Sie hier.
Haselünne. Die Schülerinnen und Schüler am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne haben am EU-Projekttag mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann über die Wertegemeinschaft Europa diskutiert. Schüler Eyas Al Souliman aus Syrien schilderte eindrücklich, wie wichtig Werte für den Zusammenhalt sind. „In Syrien sehen wir, was passiert, wenn Fundamentalisten allen ihre Sicht überstülpen wollen“, so Stegemann. Er warb für ein Europa, das für die Würde des Menschen eintritt. Der EU-Projekttag wird mittlerweile im 10. Jahr an zahlreichen Schulen durchgeführt, um für die europäische Idee zu werben.

„Wer sind wir?“, mit diesen Worten begrüßte Heidrun Hilken von der Schulleitung die Schülerinnen und Schüler der neunten bis elften Jahrgangsstufe zum EU-Projekttag. Mit den Werten Demokratie, Gleichberechtigung, Sicherheit, Wohlstand und Frieden skizzierten die Schüler daraufhin ihr europäisches Selbstverständnis. All diese Werte ließen sich von der unantastbaren Würde des Menschen ableiten, so Stegemann. Die Wertedebatte sei dabei nicht abstrakt. Vielmehr greife sie die grundsätzliche Frage auf, wie wir zusammen leben wollen.
Markus Schäfer, Politiklehrer der Schule, hinterfragte als Moderator, ob der europäische Traum seiner Eltern nach Frieden und der seiner Generation nach offenen Grenze nicht mittlerweile gefährdet sei. Diesem Gedanken widersprach Stegemann nachdrücklich. Zwar brauche Europa häufig länger, insgesamt sei man aber beim Umgang mit den Flüchtlingen und möglichem Terrorismus auf dem richtigen Weg. „Bei allem Ringen um gemeinsame Lösungen, müssen wir respektieren, dass jedes Land eine eigene Geschichte und Kultur hat“, warb Stegemann für die Vielfalt in Europa.
Auch Schülersprecher Alexander Bryant appellierte daran, für den gemeinsamen Traum einzustehen. Mit Blick auf die eigene Geschichte voller Kriege müsse Europa stolz auf das Erreichte sei, so der Schülersprecher. „Wir müssen zu dieser Erfolgsgeschichte stehen, sonst verlieren wir etwas ganz Großartiges“, betonte der geborene Engländer. Nach den Anschlägen von Paris hatte er mit seiner Mutter einen gemeinsamen Brief an die Schule geschrieben und zur Solidarität aufgerufen.
Ein Kontrastprogramm erlebten die Schüler als ihr Mitschüler Eyas Al Souliman aus seinem Leben in Syriens Hauptstadt Damaskus berichtete. Vor dem Krieg wäre das Leben dort normal gewesen. Mit dem Ausbruch des Krieges habe man jedoch weder über politische noch religiöse Haltungen reden können. Der Schulbesuch sei an einem Tag möglich gewesen, dann wieder zwei Tage nicht, weil Bombenanschläge das Leben aller gefährdeten. Bildung wurde ebenso zur Glückssache wie das Überleben selbst. Diese Ungewissheit habe ihn in die über 3.000 Kilometer weite Flucht getrieben.
Die Schülerinnen Emely Megger, Celina Feldmann und Ann-Kathrin Altmeppen aus der Klasse 10a stellten die von Ihnen gemachten Erfahrungen im Flüchtlingscafé im Pfarrhaus anhand eines Films vor. Mit Blick auf die Europaschule und „Schule ohne Rassismus“ betonte Frank Botterschulte als Vertreter des Schulträgers Landkreis Emsland, dass durch die Flüchtlinge viele Fragestellungen nun Realität geworden seien. Es hätten sich Herausforderungen ergeben, zugleich sei aber unheimlich viel positive Energie und Menschlichkeit freisetzt worden. „Europa ist auch Haselünne“, unterstrich Botterschulte.
Foto: Diskutierten intensiv über die Wertegemeinschaft Europas mit den Schülerinnen und Schülern (v.l.): Frank Botterschulte, Fachbereichsleiter Bildung beim Landkreis Emsland; Frau Heidrun Hilken, Teil der Schulleitung; Albert Stegemann, MdB; Alexander Bryant, Schülersprecher; Eyas Al Souliman, Schüler; Markus Schaefer, Politiklehrer
Emsland. Der demografische Wandel macht auch vor dem Emsland und der Grafschaft Bentheim nicht halt. „Umso wichtiger ist es, dass sich die Region demografiefest aufstellt“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Hier beteiligt sich nun der Landkreis Emsland mit der Gemeinde Vrees am Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“. Die „Demografiewerkstatt“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Mit Hilfe externer Beratungsteams sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren Lösungsansätze für den demographischen Wandel entwickelt werden.
Jede Kommune wird im Rahmen des Projekts mit jährlich maximal 40.000 Euro gefördert. Ziel ist, dass nach der fünfjährigen Beratungs- und Unterstützungszeit Handlungsansätze und ein methodischer „Werkzeugkoffer“ entwickelt werden, die auch auf andere Kommunen übertragbar sind. Die Ergebnisse fließen auch in die Demografiestrategie der Bundesregierung ein.
Das Projekt wird neben dem BMFSFJ auch von der Deutschen Fernsehlotterie finanziert. Die beteiligten Kommunen werden über einen Zeitraum von fünf Jahren bei der Umsetzung eines gemeinsam erarbeiteten Konzeptes („Werkstattplan“) begleitet. Basis ist eine Bestandsaufnahme durch die wissenschaftliche Begleitung und ein anschließender Strategieworkshop.
An der „Demografiewerkstatt Kommunen“ beteiligt sind die Gemeinde Adorf /Vogtland, die Stadt Dortmund, der Landkreis Düren, der Landkreis Dithmarschen, der Landkreis Emsland mit der Gemeinde Vrees, die Stadt Riesa und der Regionalverband Saarbrücken. Die Gemeinde Grabow startet in einem zeitlich versetzten Beratungsprozess mit dem Ziel, Erfahrungen der anderen Kommunen schon gezielt auf ihre Übertragbarkeit hin überprüfen zu können.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.demografiewerkstatt-kommunen.de.
Berlin. Beim gestrigen Landwirtschaftskongress der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag haben die Teilnehmer die derzeitige Marktkrise sowie das zunehmende Interesse der Verbraucher an den Produktionsbedingungen diskutiert. Franz-Josef Holzenkamp, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, warnte davor, dass die jetzige Marktkrise zu Strukturbrüchen führen könne, die später nicht mehr zu heilen sind. Der Einladung nach Berlin waren zahlreiche Vertreter der Landwirtschaft aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim gefolgt.

Besonders die starke Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel wurde von allen Gesprächspartner scharf kritisiert. „In Niedersachsen kaufen noch drei Abnehmer Kartoffeln und Schweinefleisch ein“, brachte es ein Landwirt auf den Punkt. Der Ministererlaubnis von Sigmar Gabriel zur Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka sei daher ein fatales Signal. „Wir müssen unbedingt eine noch stärkere Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels verhindern“, unterstrich der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.
Andernfalls würden sich die Wettbewerbsbedingungen in der Lebensmittellieferkette zu Lasten der Landwirtschaft weiter verschlechtern. Mit der anstehenden 9. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen will die CDU/CSU dem Marktungleichgewicht zwischen dem hochkonzentriertem Lebensmitteleinzelhandel und Lieferanten sowie Verbrauchern entgegenzuwirken. „Wir werden die momentane Marktkrise aber nicht mit zu viel Staatsgläubigkeit lösen. Es wäre falsch hier mit alten Antworten auf neue Herausforderungen reagieren zu wollen“, so Stegemann.
Vor knapp 400 Gästen forderte der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder alle Akteure auf, Probleme der Branche offen zu benennen. So gelte es den Nitratgehalt im Grundwasser zu reduzieren und Resistenzen durch Antibiotika zu vermeiden. Bei der Lösung dieser Aufgabe unterstütze die Union die Landwirte und lasse sie nicht im Stich. „Wir wollen auch in Zukunft junge Menschen, die sagen: Ich will Landwirt werden, weil ich da eine Perspektive sehe“, so Kauder. Verbesserungen seien aber nicht zum Nulltarif möglich, betonte er die Verantwortung der Verbraucher.
Dieser Einschätzung folgte Holzenkamp und unterstrich, dass die Produkte an der Ladentheke einen entsprechenden Preis bringen müssten. Der Kunde entscheide am Ende, welche Verbesserungen die Landwirte überhaupt umsetzen könnten und welche nicht.
Auf dem CDU/CSU-Kongress „Landwirtschaft in Deutschland – Wege in die Zukunft“ diskutierten alle relevanten Akteure über wirtschaftliche und politische Herausforderungen für die Landwirtschaft sowie über das Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Billig und Bio. Unter anderem nahmen Vertreter vom Bauernverband, den Landfrauen, der Landjugend, den Verbraucherzentralen, vom Handel und der Kirche an zwei Podiumsdiskussionen teil.
Berlin. In der heutigen Kabinettssitzung hat die Bundesregierung die „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) auf den Weg gebracht. „Wir schaffen damit die Basis zur Förderung von nichtlandwirtschaftlichen Kleinstbetrieben und zur Schaffung kleiner Infrastrukturen und Basisdienstleistungen in ländlichen Räumen“, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann diesen wichtigen Schritt.
In der aktuellen Marktkrise für die Landwirte sei die heutige Entscheidung zur Modernisierung der Fördermaßnahmen ein wichtiges Signal für die ländlichen Räume. Ohne wirtschaftlich gesunde Landwirte fehle eine unverzichtbare Säule der Wirtschafts- und Kaufkraft vor Ort. Mit den GAK-Mitteln unterstützen wir daher die ländlichen Räume in schwierigen Zeiten. Von 2015 auf 2016 wurden die GAK-Mittel um 60 Millionen Euro auf 650 Millionen Euro deutlich angehoben werden. Für die Jahre 2017 bis 2019 sind weitere 30 Millionen Euro eingeplant.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigt sich zufrieden mit der Einigung. Die GAK werde zu einem starken Steuerungsinstrument ausgebaut, das Perspektiven für Landwirte und für die Menschen in ländlichen Räumen schaffe, so der Minister.
Lebendige ländliche Räume sind auf eine gute Infrastruktur und ein vitales Umfeld angewiesen. Hierbei leiste die Gemeinschaftsaufgabe einen wichtigen Beitrag. So werden über die GAK Vorhaben der Dorferneuerung und Dorfentwicklung sowie der Breitbandausbau in ländlichen Regionen gefördert.
Mit dem nun vorgelegten Änderungsentwurf des GAK-Gesetzes, können künftig vor allem Infrastrukturmaßnahmen in denjenigen ländlichen Gebieten gefördert werden, die stark vom demografischen Wandel betroffen sind oder die durch ihre geografische Abgelegenheit besondere Anstrengungen zur Grundversorgung benötigen.
Zu den neuen Fördermaßnahmen zählen beispielsweise:
In den letzten beiden Jahren wurde um die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz gerungen. Nach dem Kabinettsbeschluss befindet sich der Entwurf eines vierten Gesetzes zur Änderung des GAK-Gesetzes nun in der parlamentarischen Abstimmung. Im Anschluss erfolgt die Konkretisierung der Fördermaßnahmen mit den Ländern im Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe und wird vom Planungsausschuss beschlossen. Dort wird der Bund seine starke Stellung nutzen, um politische Akzenten bei der Fortentwicklung der ländlichen Räume zu setzen.

Als Praktikant möchte man einen Blick hinter die Kulissen eines Berufes werfen. Mit der Einstellung habe ich schon einige Praktika absolviert. Die meisten davon waren enttäuschend. Dementsprechend drosselte ich meine Erwartungen an das Praktikum in Berlin. Wie sich herausstellte aber zu Unrecht. Schon nach der ersten Woche in Berlin wurden meine Erwartungen um Längen übertroffen.
Der erste Tag verlief hektisch. Ich wurde in meinen Arbeitsplatz eingewiesen und dann direkt mit in die Arbeit des Büros eingebunden. Herrn Stegemann kannte ich vor dem Praktikum nicht persönlich. Zugegeben, ich war schon etwas nervös ihn kennenzulernen. Doch als er in das Büro kam und mich mit einem herzlichen „Moooin“ begrüßte, war die Nervosität verflogen.
Das Büro besteht aus drei Zimmern, die miteinander verbunden sind. Dort arbeiten in der Regel Luisa, Heinz und Michael. An zwei Tagen in der Woche ist die studentische Hilfskraft Julia noch da und in den Sitzungswochen Herr Stegemann. Mit mir, waren wir teilweise zu sechst in dem Büro. Das war zwar ziemlich eng, aber ich habe die „Enge“ sehr genossen. Man konnte zwischen den Zimmern hin und her rufen. Es wurde viel gearbeitet, diskutiert und gelacht. Der Spaß während der Arbeit kam nicht zu kurz und der Umgang untereinander war super harmonisch.
Ich wurde als voller Mitarbeiter des Büros anerkannt und behandelt. Als solcher habe ich Bürgeranfragen bearbeitet, Termine im Wahlkreis vorbereitet, Pressemitteilungen geschrieben und Hintergrundrecherchen zu aktuellen politischen Themen mit Wahlkreisbezug erstellt. Die Aufgaben haben mich schon herausgefordert. Jedoch konnte ich jederzeit bei den Kollegen um Hilfe fragen.
Neben den Tätigkeiten im Büro, durfte ich Herrn Stegemann in Ausschusssitzungen und Plenarsitzungen begleiten. Dabei habe ich zum ersten Mal ein sehr tiefgehendes Verständnis von Demokratie erhalten, auch wenn ich schon vorher in Schule und Studium viel über theoretische Politik gelernt habe.
Die CDU/CSU-Fraktion bietet zusätzlich ein Programm für Praktikanten an. In unzähligen Veranstaltungen kann man ganz Berlin in seiner politischen Vielfalt kennen lernen. Highlights in dem Praktikantenprogramm waren für mich Diskussionsrunden mit u.a. Herrn Schäuble, Herrn Kauder und Herrn Altmaier. Bei den Veranstaltungen bekommt man ebenfalls gute Möglichkeiten die anderen Praktikanten kennenzulernen. So habe ich in Berlin auch neue Freunde gefunden.
Die Arbeit eines Abgeordneten ist um einiges anstrengender als ich es mir vorgestellt habe. Die Abgeordneten und die Mitarbeiter müssen Unmengen an Informationen im Kopf haben und bei Bedarf abrufen können. Multitasking beherrschen sie perfekt. Gleichzeitig müssen sie sich auf Kommando wieder voll auf eine Sache konzentrieren.
Ich habe während des Praktikums sehr viel gelernt. Nicht nur über die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten, sondern auch über mich selbst und meine beruflichen Ambitionen.
Rückblickend habe ich durch das Praktikum ein ganz anderes Verständnis von Politik bekommen und ich weiß, dass mir die vier Wochen in Berlin für immer gut im Gedächtnis bleiben werden.