Zwischen Vollkornbrot und Schokoriegel – Experten diskutieren über Schulessen
Zwischen Vollkornbrot und Schokoriegel – Experten diskutieren über Schulessen

Berlin. „Wie machen wir Kindern Lust auf gesundes Essen?“ Dieser Frage widmeten sich am Mittwochabend Bundesernährungsminister Christian Schmidt, Frau Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes, Fernsehkoch Tim Mälzer und Prof. Dr. Alena Buyx, Professorin für Medizinethik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In diesem Zusammenhang fordert auch der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann eine Informationsoffensive für eine gesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen. „Wir müssen unsere Jugend motivieren, sich gesünder und verantwortungsbewusster zu ernähren.“, so Stegemann.

Vermittlung von Ernährungstheorie und -praxis gehören zusammen

„Kinder sollen mit gesundem Essen ins Leben starten.“, so Schmidts Ziel. Das BMEL verweist damit auf zwei Bereiche, die in Einklang gebracht werden sollen. Zum einen die Vermittlung von Ernährungswissen an Kinder und zum anderen die praktische Umsetzung dessen in Schulen und Kitas. Es gäbe viele Herausforderungen. Die Kinder müssen lernen woher die Lebensmittel kommen und welche gut für sie seien.

Qualitätsverbesserung im Vordergrund

Außerdem solle die Qualität des Schulessens verbessert werden und das Angebot für Kinder attraktiver werden. „Ich mochte früher auch nie Spinat. Deswegen habe ich oft nur zwischen den vier P’s gewählt. Pizza, Pasta, Pommes und Pfannkuchen.“, so Schmidt in Bezug auf den Bedarf zur Änderung des Schulessens. Projekte wie ein Ernährungsführerschein in Grundschulen seien bereits in Angriff genommen.

Laut Scherb bringt beispielsweise die Kochpraxis Abwechslung in die Schulen. Sätze wie „Mama, wollen wir nicht mal richtigen Kartoffelbrei machen und nicht den aus der Tüte?“ höre man danach oft in vielen Familien. Das Fach Hauswirtschaft fehle sehr und die Ernährungsbildung aus dem Elternhaus, so wie früher, wäre heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich.

Mälzer sieht Pflicht in Gesellschaft

Mälzer pointierte die Ernährungsbildung. Es sei eine gesellschaftliche Verantwortung, bei der auch Eltern helfen sollten. Man müsse sich stärker mit Essen auseinander setzen, eine Schulküche einrichten und Kindern speziell etwas beibringen. Auch könne ein separates Schulfach oder zumindest fächerübergreifende Schulbildung möglich sein. Diese Umsetzung sei laut Frau Buyx jedoch erst in drei Bundesländern bislang geschehen.

Zuhörer sehen Nachholbedarf bei Lehrern

Pessimistische Kommentare kamen aus dem Publikum. „Lehrer werden nicht in Bezug auf Essen ausgebildet.“ Es müssten externe Ausgebildete kommen.

Fazit des Abends: Es gibt viele Herausforderungen Kinder gesünder zu ernähren. Spezielle Projekte, Pläne und Aktionen sind vom BMEL aber bereits in Angriff genommen und werden verfolgt.

Zum Abschluss des Abends gab es noch ein paar leckere Häppchen mit dem Hinweis auf den Wettbewerb „Zu gut für die Tonne“ des BMEL. Alle Teilnehmer sollen doch bitte lieber, wenn sie satt seien, ihr Essen in die „super Reste Box“ einpacken und mitnehmen, anstatt es wegzuschmeißen. Denn in Deutschland werden über 82 kg Lebensmittel pro Person und Jahr weggeworfen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/KitaSchule/_Texte/Dialog_im_BMEL_Ernaehrungswissen_Bericht.html

Albert Stegemann beim Abschluss der CDU-Ferienfraktion in Darme
Albert Stegemann beim Abschluss der CDU-Ferienfraktion in Darme

Lingen. Das CDU-Ferienprogramm des CDU-Stadtverbandes Lingen (Ems) bot während der diesjährigen Sommerferien ein abwechslungsreiches Angebot für alle Interessierten. Mit dabei war auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann, der an der Abschlussfahrt durch Darme am Montagabend teilnahm. „Es ist gut, dass wir eine derart aktive CDU in Lingen haben“, betonte der Abgeordnete im Anschluss an die Diskussion beim Heimathaus.

Bei gutem Wetter und in freundlicher Atmosphäre unterhielten sich die Teilnehmer und diskutierten u.a. über Griechenland und die Flüchtlingspolitik. Stegemann informierte über aktuelle Hilfen für Griechenland aber auch für Flüchtlinge. Keiner sei auf die dramatische Entwicklung bei den Flüchtlingszahlen vorbereitet gewesen. „Umso mehr arbeiten wir in Berlin unter Hochdruck, um in Ansprache mit den Ländern und Kommunen Lösungen zu erarbeiten“, so der CDU-Abgeordnete. Dankbarer sei er vor allem für das unermüdliche Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hier in Lingen, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim.

Die jährliche Ferienfraktion vom Stadtverband wird in den Sommerferien durchgeführt, um interessierte Bürger über aktuelle Themen und Entwicklungen in Lingen zu informieren. In diesem Jahr standen u.a. Besuche beim Bauunternehmer Hofschröer, in der Werkstattbühne des TPZs Lingen, beim Stadtarchiv sowie eine Betriebsbesichtigung bei der Dralon GmbH auf dem Programm. Besonders dankte Stegemann dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, Christian Fühner, und dem Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion, Uwe Hilling, für die gute Planung und Umsetzung des Programms.
Christian Fühner dankte dem CDU-Ortsverband Darme und seinem Vorsitzenden Heinz Lüken für die Ausrichtung der Abschlussveranstaltung sowie Herrn Ortsbürgermeister Werner Hartke für Führung durch den Ortsteil Darme.

 

Plakat „Zu gut für die Tonne“
Plakat „Zu gut für die Tonne“

Berlin. Wir haben in Deutschland das Glück, jeden Tag zwischen einer Vielzahl von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln wählen zu können. Für die meisten ist das eine Selbstverständlichkeit. Vielen ist dabei nicht bewusst, wie wertvoll unsere Lebensmittel tatsächlich sind und wie viele Ressourcen und Aufwand in ihrer Herstellung stecken. „Leider landen in Deutschland jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Das sind 275.000 voll beladene LKW!“, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Deshalb unterstütze er die Initiative „Zu gut für die Tonne!“

Damit wir weniger Lebensmittel wegwerfen, müsse etwa beim Einkauf besser geplant werden, findet Bundesernährungsminister Christian Schmidt.
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werde weggeworfen. „Das ist weder ethisch noch ökologisch vertretbar“, stimmt Stegemann als stellvertretendes Mitglied im Ernährungsausschuss dem Minister zu.

Um noch mehr Menschen zu motivieren, sich Gedanken über ihren Umgang mit den Lebensmitteln zu machen und kreative Ideen zu sammeln, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den „Zu gut für die Tonne!“ – Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung ausgeschrieben. Unternehmen, Privatpersonen, Kommunen, Verbände, Schulklassen, soziale Einrichtungen oder Bürgerinitiativen können sich bis zum 31. Oktober mit einer guten Idee bewerben, die hilft, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. „Eine großartige Idee“, findet Stegemann. „Schließlich gibt es im Emsland und in der Grafschaft Bentheim viele gute Ideen und innovative Konzepte, die helfen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Jeder kann einen wertvollen Beitrag leisten!“

Die hochrangig besetzte Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Klaus Töpfer, der unter anderem auch der Sternekoch Christian Rach und der Moderator Cherno Jobatey angehören, wählt die besten Wettbewerbsbeiträge.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und den Bewerbungsmodalitäten finden Sie unter www.zugutfuerdietonne.de/bundespreis

Tag der Ein- und Ausblicke 2015
Tag der Ein- und Ausblicke 2015

Berlin. Am Sonntag, den 6. September 2015, lädt der Deutsche Bundestag zum Tag der offenen Tür. „Interessierte Besucherinnen und Besucher können ihre Abgeordneten am Ort ihres Wirkens in Berlin begegnen und sich dort über die Arbeitsweise des Parlaments und den Arbeitsalltag der Abgeordneten informieren“, ermuntert der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann auch die Bürger der Grafschaft Bentheim und des Emslandes zu einem Besuch.

Stegemann selbst wird an der Podiumsdiskussion „Was ist uns Arbeit wert?“ des Ausschusses für Arbeit und Soziales um 10:30 Uhr auf der Hauptbühne teilnehmen. Ab 12:30 Uhr steht der Abgeordnete dann im Rahmen von Bürgergesprächen für aktuelle Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik zur Verfügung.

Daneben locken Architektur und Kunst des Reichstags und der angrenzenden Parlamentsgebäude zu einem Besuch. Die Gäste können an diesem Tag in Räume schauen, die für die Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Auf den Besuchertribünen im Plenarsaal erklären die Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestages ihre Aufgaben und die Abläufe im Parlament. Die im Deutschen Bundestag vertretenen vier Fraktionen stellen sich auf der Fraktionsebene des Reichstagsgebäudes vor. Die Ausschüsse des Deutschen Bundestages präsentieren sich und ihre Arbeit im Paul-Löbe-Haus. Führungen durch das Bibliotheksmagazin und das Parlaments- und Pressearchiv, ein unterhaltsames Bühnenprogramm, Musikcafés und Kinderaktionen runden das Programm ab.

Der Bundestag ist von 9 bis 19 Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos. Für weitere Informationen steht Ihnen das Berliner Büro unter der Telefonnummer 030-227-77155 oder per E-Mail unter albert.stegemann@bundestag.de jederzeit gerne zur Verfügung.

Das Programm zum Tag der Ein- und Ausblicke

Albert Stegemann und Ole Schröder mit der Besuchergruppe im Paul-Löbe-Haus in Berlin
Albert Stegemann und Ole Schröder mit der Besuchergruppe im Paul-Löbe-Haus in Berlin

Berlin. Die Flüchtlingspolitik wird derzeit intensiv diskutiert. Eine BPA-Gruppe des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann hatte nun Gelegenheit, hierüber mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Ole Schröder beim Bundesinnenminister in Berlin zu diskutieren. „Regeln, die wir uns gegeben haben, müssen auch gelten und umgesetzt werden“ betonte Schröder mit Blick auf die unterschiedliche Umsetzung der Flüchtlingspolitik durch die EU-Staaten und Bundesländer.

Unbestritten ist der rapide Anstieg der Flüchtlingszahlen eine große Herausforderung. Gab es 2010 noch 48.000 Asylanträge, waren es allein im ersten Halbjahr 2015 bereits 179.000. Deutschland gewährt Menschen Asyl, die vor Krieg und Verfolgung fliehen. Derzeit sind das besonders viele Syrier. Zugleich stammen gut vierzig Prozent der Asylsuchenden aus den Westbalkanstaaten, wie Kosovo, Albanien und Serbien. Deren Anträge werden auf Grund fehlender Schutzbedürftigkeit zu fast 100 Prozent abgelehnt.

Um Verfahren insgesamt schneller zu bearbeiten, wurden im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2.000 neue Stellen geschaffen. Das helfe jedoch wenig, wenn Menschen, deren Asylantrag rechtskräftig abgelehnt wurde, von den Bundesländern nicht umgehend abgeschoben werden. „Das Schlimmste was passieren könnte, wäre, dass die Willkommenskultur in Ablehnung umschlägt“, so der Ehemann der ehemaligen Bundesfamilienministerin. Dies müsse mit allen Mitteln verhindert werden.

In Niedersachsen brauche es mehr Erstaufnahmelager. Derzeit werden selbst Menschen, aus sicheren Herkunftsstaaten, die absehbar keinen Aufenthaltstitel bekommen, auf die Kommunen verteilt. „Natürlich sind dann die Kommunen überfordert“, so Schröder. Der Bund unterstützt die Kommunen und Länder bei der Aufnahme und Unterbringung in diesem Jahr pauschal mit einer Milliarde Euro. Diese Entlastung soll in den kommenden Jahren verstetig werden.

Die knapp 50-köpfige Gruppe aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim war im Juli in Berlin. Dort haben sie sich vier Tage über die politische Arbeit in Berlin informiert und waren unter anderem im Auswärtigen Amt und haben eine Plenardebatte im Deutschen Bundestag verfolgt.

Verhaltensregeln-Mitglieder-Deutscher-Bundestag
Die Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestages regeln die von einem jeden Bundestagsabgeordneten zu machenden Angaben und sollen zu mehr Transparenz beitragen

Berlin. In der aktuellen Diskussion über die Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten begrüßt der CDU-Politiker Albert Stegemann die seit knapp zwei Jahren geltenden Veröffentlichungsregeln des Deutschen Bundestages. „Diese sind ein großer Fortschritt: vor allem in Bezug auf die berechtigte Frage, ob es wirtschaftliche Interessen gibt, die einen Abgeordneten in seinem Mandat beeinträchtigen.“

Stegemann: Transparenzregeln sollen zu Klarheit beitragen

Auch Stegemann hat seine persönliche Einkommenssituation an die Verwaltung des Deutschen Bundestages weitergeleitet. Das Parlament listet in der aktuellen Veröffentlichung zu seiner Person eine „entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat“ mit fünf Vertragspartnern auf. Hiervon fällt ein Posten in die Einkommensgruppe 10 (Einkünfte von mehr 250.000 Euro pro Jahr). Stegemann streicht heraus, dass alle „Einkünfte“ vom landwirtschaftlichen Betrieb „Albert Stegemann“ stammen. Der Milchbetrieb mit 360 Kühen wurde im Zuge des üblichen Generationenwechsels vor gut zehn Jahren von seinen Eltern an Stegemann übertragen.

Höhe der Einkünfte bezeichnet nicht das zu versteuernde Einkommen

Darüber hinaus ist es ihm wichtig klarzustellen, dass diese Zahlen keine Einkünfte im Sinne eines Gewinns seien: „Die absolute Zahl vermittelt sicherlich einen falschen Eindruck meiner Einkommenssituation. Diese ‚Einkünfte‘ betreffen den Umsatz meines Hofes und nicht den erzielten Gewinn.“ Den Einnahmen aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte wie Milch stehen laut Stegemann Kosten für die Bewirtschaftung des Hofes, Kosten für das Futter der Tiere, die Bezahlung der Beschäftigten sowie weitere regelmäßige Ausgaben gegenüber.

Den laufenden Betrieb sieht er nicht als Einschränkung seiner Abgeordnetentätigkeit. Im Gegenteil: „Unser Familienbetrieb ist Teil meiner Verortung in der Region.“ Zugleich sichere der Hof seine Unabhängigkeit im Mandat über die Zeit hinaus. „Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass das Mandat ein Amt auf Zeit ist. Die Menschen in der Grafschaft Bentheim und im Emsland haben mich gewählt, damit ich ihre Interessen vertrete. Das ist die Richtschnur meines Handelns.“

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Bundestages unter

http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete18/nebentaetigkeit

Lingen. Die Bundesregierung wird in dieser Legislaturperiode die Pflege grundlegend überarbeiten und mit viel Geld stärken. „Wir sind uns parteiübergreifend einig, dass wir uns bei der Pflege besser aufstellen müssen“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Die Änderungen im Rahmen der beiden Pflegestärkungsgesetze wurden nun am Montagabend am Informationsabend „Zukunft der Pflege“ in Meppen vorgestellt, zu dem Stegemann eingeladen hatte.

Pflegestärkungsgesetze leiten Umdenken in der Pflege ein

Es finde ein Umdenken in der Pflege statt, so Jan-Gerd Hartmann, Fachberater der AOK Niedersachsen. Künftig werde geschaut, wo ein Mensch der Unterstützung bedarf und nicht wie bisher, was er noch könne. Hierzu wurde die Pflegestufe 0 für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, etwa Demenz erkrankte Menschen, geschaffen. Zugleich werden die Leistungen der häuslichen Pflege um 1,4 Milliarden Euro ausgeweitet und sind besser miteinander kombinierbar.

Im kommenden Jahr sollen dann ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren greifen, die den individuellen Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen ins Zentrum der Pflege rücken. Insgesamt fließen dann fünf Milliarden Euro mehr pro Jahr für Pflegeleistungen. Finanziert wird dies durch eine Anhebung des Beitragssatzes in zwei Schritten um insgesamt 0,5 Prozentpunkte.

Familienstrukturen im Emsland greifen bei der Pflege

Welche Rolle die Familien in unserer der Region weiterhin spielen, unterstrich Frau Dr. Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin des Landkreises Emsland. Im Emsland werden 83 Prozent der Betroffenen daheim gepflegt, – 12 Prozentpunkte mehr als im Bundesschnitt. 28 Prozent der Angehörigen im Landkreis nehmen dabei die Unterstützung durch Pflegedienste in Anspruch.

Um den Menschen vor Ort eine gute Betreuung zu ermöglichen, hat der Landkreis in den vergangen Jahren einen Pflege- sowie eine Seniorenstützpunkt und ein Demenz-Servicecenter eingerichtet. 162 Senioren- und 37 Pflegebegleiter und 50 Wohnberater unterstützen so Menschen, damit sie ihren Alltag besser bewältigen können.

In der Diskussion wurden weitere Verbesserungen für Angehörigen sowie hinsichtlich der Arbeitsbedingungen von Pflegenden gefordert. So brauche es künftig eine gerechte Bezahlung sowie eine Entbürokratisierung bei den Dokumentationspflichten. Stegemann betonte, die Politik habe dies erkannt. Der Bund stelle 500 Millionen Euro für 20.000 zusätzliche Betreuungskräfte bereit. Das helfe aber wenig, wenn Pfleger am Ende des Monats im Emsland mit deutlich weniger Geld nach Hause gehen würden als Pfleger im Münsterland. Hier bedürfe es einer Angleichung.

Diskutierten über die Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze für das Emsland: Richard Peters, Fachbereichsleiter Soziales Landkreis Emsland; Dr. Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin Landkreis Emsland; Jan-Gerd Hartmann, Fachberater AOK Niedersachsen; Albert Stegemann, MdB
Diskutierten über die Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze für das Emsland: Richard Peters, Fachbereichsleiter Soziales Landkreis Emsland; Dr. Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin Landkreis Emsland; Jan-Gerd Hartmann, Fachberater AOK Niedersachsen; Albert Stegemann, MdB

 

Christina Hummeldorf und Albert Stegemann in Lingen
Christina Hummeldorf und Albert Stegemann in Lingen

Lingen. „Ich würde es sofort wieder machen“, lautet der erste Satz von Christina Hummeldorf aus Emsbüren auf die Frage, wie sie ihre Eindrücke vom Aufenthalt in den Vereinigten Staaten mit einem Satz zusammenfassen würde. Die 17-Jährige hat das vergangene Jahr als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) in einer amerikanischen Gastfamilie verbracht und trat dort als „Botschafterin“ des Emslandes auf. Nun traf sie nach der Wiederkehr auf ihren Paten, den CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann.

Zehn Monate lebte die Schülerin in Marion (Ohio), besuchte die örtliche High-School und lernte das ganz „normale“ amerikanische Leben kennen. Insbesondere mit ihren Gasteltern und den beiden jüngeren Gastgeschwistern war Christina sehr glücklich: „Ungefähr 30% der anderen Austauschschüler haben im Laufe des Jahres ihre Familie gewechselt. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht“. Die fröhlichen Bilder von Schulalltag, gemeinsamen Aktivitäten und Reisen mit der Familie und Freunden zeigte sie Stegemann in einem selbstgestalteten Fotobuch.

Besonders schätzen gelernt hat die junge Emsbürenerin die umfangreichen Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die die Schule nach Unterrichtschluss ermöglicht. „Das Leben findet in der Schule statt und alles lebt für den Sport. Beim Fußball, Basketball und Softball habe ich nicht nur tolle Freundschaften geschlossen, sondern mich als Teil eines Ganzen gefühlt. Heimweh ist da nicht aufgekommen.“ Allerdings: Es ist auch keine Seltenheit, seine Tage von morgens halb acht bis abends halb acht auf dem Schulgelände zu verbringen.

Angesprochen auf ihren ersten Eindruck bei Ankunft in der neuen Heimat, lacht die Stipendiatin: „Alles ist einfach größer, von den Autos bis zu den Lebensmittelverpackungen im Supermarkt. Und niemand fährt Fahrrad“. Selbstredend, dass ihr Englisch sehr gut geworden ist. Nach den Sommerferien wird Christina in die Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums in Rheine wechseln und dort mit dem Schwerpunkt Sprachen auf ihr Abitur hinarbeiten.

Albert Stegemann freute sich über die positiven Berichte seiner Stipendiatin: „Durch den Austausch soll der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit und Völkerverständigung vermittelt werden. Ich freue mich, dass ich junge Menschen dabei unterstützen kann, dies zu erleben.“

Das PPP wurde 1983 vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika ins Leben gerufen. Das Programm organisiert und finanziert den Austausch von Schülern und Auszubildenden zwischen beiden Ländern. Bis September können sich Interessierte unter //www.bundestag.de/ppp für das Programmjahr 2016/2017 bewerben.

Über ihre Erfahrungen hat Christina Hummeldorf regelmäßig hier berichtet.

Nordhorn. Die monatelange Arbeit trägt Früchte: Das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0 aus der Grafschaft Bentheim und dem südlichen Emsland erhält über fünf Jahre rund 5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Demografiewettbewerb „InnovaKomm“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „In der Dorfgemeinschaft 2.0 entwickelt die Region praxistaugliche Lösungen, wie Zusammenleben das Assistenzsysteme noch besser gelingen kann“, so der CDU-Bundestagesabgeordnete Albert Stegemann.

Dorfgemeinschaft 2.0 erarbeitet Lösungen zum selbstbestimmen Leben im Alter

Damit in Zukunft ältere Dorfbewohner möglichst lange in ihrer gewohnten Heimat leben können, forschen und planen unter dem Dach der Dorfgemeinschaft 2.0 über 50 Partner in der Region. Dabei baut die „Dorfgemeinschaft 2.0“ auf die bestehenden Netzwerke vor Ort auf: Vorhandene, innovative Ansätze werden systematisiert, und sollen durch Kooperationen zu einer spürbaren Verbesserung der Versorgung beizutragen. Das Projekt startet am 1. November und läuft über fünf Jahre.

Familiäre und ehrenamtliche Strukturen als Stärke der Region

Die Modellregion „Grafschaft Bentheim/südliches Emsland“ ist dabei ein mehr als geeigneter Leuchtturm bei der Gestaltung des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Assistenztechniken treffen auf funktionierende familiäre, nachbarschaftliche und ehrenamtliche Strukturen. „Wir als Region können zeigen, dass technische Hilfen die Lebensqualität des Einzelnen nachhaltig verbessern können und dann auch von den Menschen akzeptiert werden“, so Stegemann.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes erfolgt durch die Hochschule Osnabrück. Die Koordination übernimmt die Gesundheitsregion EUREGIO, welche mit seinen über 100 Mitgliedern eine gute Basis für eine erfolgreiche Projektdurchführung darstellt.

Weitere Informationen unter http://www.gesundheitsregion-euregio.eu/

Gesundheitsregion Euregio - Foto_Franz Frieling, Quelle_Gesundheitsregion-euregio.de

Stegemann begrüßt die Fördermittelvergabe an das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0
Stegemann begrüßt die Fördermittelvergabe an das Projekt Dorfgemeinschaft 2.0