Salzbergen. GE in Salzbergen lieferte in den letzten Jahren immer neue Rekordzahlen und doch steht die Windbranche vor stürmischen Zeiten. Um sich über die Situation zu informieren, besuchten nun Vertreter der CDU das Unternehmen. „Niedrigere Stromkosten sind gesellschaftlicher und politischer Konsens. Das jedoch planbar für Windenergieanlagen-Hersteller wie GE in Salzbergen zu gestalten, ist eine echte Herausforderung“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.
Von der CDU nahmen neben Stegemann der Landtagskandidat Christian Fühner, Bürgermeister Andreas Kaiser und der Ortsvorsitzende Frank Elling teil. Geschäftsführer Andreas von Bobart betonte, dass die modernen zwei und drei Megawatt-Klassen mit bis zu 137 Metern Rotordurchmesser ein Verkaufserfolg seien. „In den letzten Jahren haben wir 500 Anlagen in Deutschland aufgestellt und damit deutlich an Marktanteil gewonnen. In diesem Jahr setzen wir rund jeden zweiten Euro in Deutschland um“, so von Bobart.

Doch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf. „Wir sehen zwei Trends: Der Ausbau wird gedeckelt und die Preis fallen rapide.“ Für 2017 rechnen Experten noch mit einem Rekordzubau von über 5.000 Megawatt (MW) an Land. Bis 2022 liegen die zusätzlich ausgeschriebenen Mengen dann bei 2.800 bzw. 2.900 MW jährlich. Gleichwohl bleibe Deutschland trotz Mengenbegrenzung der wichtigste Markt in der Region.
Das neue Ausschreibungsverfahren lässt zudem die Preise purzeln. Lag dieser 2010 noch bei rund 10 Cent/kWh, erhielten bei der Ausschreibung im Mai Angebote mit im Schnitt 5,71 Cent/kWh den Zuschlag. „Das ist gut für die Stromkunden. Als Hersteller stellt uns die zweite Phase der Energiewende aber vor Herausforderungen“, schildert Dr. Wolfgang Dierker von GE, der aus Berlin anreiste.
„Hinzu komme, dass fast 93 Prozent der Zuschlagsmenge an Windprojekte gegangen sei, die als Bürgerwindparks für die erfolgreiche Teilnahme an der Ausschreibung keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung benötigten. Diese Projekte haben nun bis zu 54 Monate Zeit, die Anlagen zu errichten. Dadurch wird die mittelfristige Nachfrage zusätzlich gedrosselt. Das schlägt sich auf die Auslastung in Salzbergen nieder“, so Dr. Dierker. Zudem planen Bürgerwindparks mit Anlagen, die erst in mehreren Jahren auf dem Markt sein werden. Bei Entwicklungszyklen von zwei Jahren seien aktuelle Anlagen damit uninteressant.
Diese Herausforderungen betreffen die gesamte Branche. GE in Salzbergen stehe dabei relativ gut da. Gleichwohl müsse man sich auch in Salzbergen auf die neuen Marktbedingungen einzustellen. „Die Kunden erwarten immer kürzere Lieferzyklen bei immer leistungsfähigeren und günstigeren Anlagen“, so von Bobart. Für Fühner geht es in Zukunft um politische Verlässlichkeit im Bereich der Windenergie. „Nach Jahren der großen Umwälzungen muss nun eine verlässliche Energiepolitik folgen.“ Diese Einschätzung teilen Dr. Dierker und Stegemann, die sich nach der Bundestagswahl für mehr Planbarkeit bei der Energiewende einsetzen wollen.
Bei GE laufen derzeit die Gespräche zum Umgang mit der veränderten Marktlage. So will die Geschäftsführung möglichst spätestens Ende November Klarheit für die Beschäftigten. Dietmar Heuken als Betriebsratsvorsitzender mahnte an, dass bei allen Herausforderungen dennoch alle Veränderungen mit Augenmaß erfolgen müssen. „Die Entscheidungen müssen im Einvernehmen getroffen werden.“
Herzlake. Um über aktuellen Entwicklungen in Herzlake zu informieren, fand am vergangenen Freitag eine Ortsbegehung vom CDU Gemeindeverband statt. Mit dabei war auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. „Herzlake hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung hingelegt und ist auch für Auswärtige attraktiv“ so der Abgeordnete.

Durch die Gemeinde führte Bürgermeister Hans Bösken. Los ging es beim Haus Haseblick der DRK – direkt zwischen Kirche und Hase. Mit seiner zentralen Lage ermöglicht es das Haus Haseblick den Bewohnern mitten im Ortskern am örtlichen und kulturellen Leben der Gemeinde teilzunehmen. Nach gemeinsamen Gesprächen bei Kaffee und Kuchen mit den Bewohnern führten die Mitarbeiter durch das Gebäude. Seit zwei Jahren gibt es hier eine Tagespflege mit 11 Plätzen. Montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr können bis zu elf Menschen betreut werden – etwa um Angehörige zu entlasten. Die Nachfrage ist groß. So gibt es aktuell eine Warteliste mit 20 Personen. „Das werden wir genau beobachten, um ein adäquates Angebot für Herzlake zu haben“, betonte Bösken.
Zudem gibt es im Haus Haseblick eine Sozialstation sowie 19 Wohneinheiten. „Ab Anfang August sind alle Wohnungen belegt. „Die Bewohner sind hier mit Küche, Balkon und Kellerraum eigenständig und profitieren zugleich von der Gemeinschaft und der guten Lage“, erläutern Lucia Keller und Vanessa Klose. Bei Bedarf können sie Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. Stegemann ist vom Haus Haseblick beeindruckt. „Wohnungen und Tagespflege sind modern und mit viel Lebensqualität gestaltet. Und der Ausblick auf Kirche und Hase ist einmalig.“
Weitere Stationen waren das freie Grundstück gegenüber der Kirche sowie das ehemalige Gelände der „Klosewerke“. In Herzlake gebe quasi keinen Leerstand aber eine hohe Nachfrage nach Baugrundstücken.
„Auf dem ehemaligen Klose Gelände sollen daher im wesentlichen Einfamilienhäuser sowie Doppel- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Etwa 20 Prozent der Fläche ist für ein eingeschränktes Gewerbegebiet geplant“, so Bösken. Man sei zuversichtlich, dass sich die Grundstückspreise trotz der sehr guten Lage auf einem in Herzlake bekannten Niveau bewegen und damit bezahlbar bleiben.
Der Rundgang endete beim DRK Vereinsheim in der Uferstraße. Dort ist seit September ein neuer Mannschaftswagen im Einsatz. Hier diskutierten die Gäste u.a. über die aktuellen Strukturreformen im Katastrophenschutz in Niedersachsen sowie über die Stärkung des Ehrenamts. Der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Bernd Duisen dankte allen Teilnehmern und dem DRK. Für ihn ist das Rote Kreuz mit der Kleiderkammer, der Blutspende aber auch der Präsenz beim Pfarrfest und auf dem Weihnachtsmarkt ein fester Teil im Vereinsleben in Herzlake. Den Abschluss bildete ein lockerer Austausch beim gemeinsamen Grillen.
Lengerich. Gemeinsam mit der CDU in der Samtgemeinde Lengerich radelte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann durch die Gemeinden Langen und Gersten. Er informierte er sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. „Es ist beeindruckend, was die Menschen in Langen und Gersten auf die Beine stellen“, so Stegemann. Im Emsland gelinge es auf beeindruckende Art und Weise, kleinere Gemeinden an der guten Entwicklung zu beteiligen.

Die Radtour fand auf Einladung der CDU in der Samtgemeinde Lengerich unter Vorsitz von Piet Langels statt. Durch Langen führte Bürgermeister Franz Uhlenberg mit Start beim neuen Begegnungshaus. „Nach sechs Jahren der Planung ist das Haus in diesem Jahr eingeweiht worden. Das ist eine unheimliche Aufwertung des Ortskerns“, so Uhlenberg. Im nächsten Schritt sei eine Seniorenwohnanlage mit kleineren Wohnungen geplant. „Langen macht vieles richtig, damit die Menschen hier gerne wohnen und sich junge Familie und Betriebe ansiedeln“, bestätigte Stegemann. Weitere Stationen waren das Wasserwerk Grummsmühlen, das Lohnunternehmen Peterberns sowie verschiedene Umweltmaßnahmen.
Am Abend führte Hermann Bestermöller die interessierten Bürgern durch die Gemeinde Gersten Der CDU-Ortsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister von Gersten betonte, dass man vor Ort alles dafür tue, damit kleinere Gemeinden wie Handrup, Wettrup, Langen und Gersten auch künftig attraktiv blieben. Dass sich dies auszahle, zeige sich an der großen Nachfrage nach den Plätzen in den Kindergärten.
Aber auch bei Gewerbeansiedlungen sei man erfolgreich. So habe sich die Firma pikantum neu in Gersten angesiedelt. Die Geschäftsführerin Simone Wertz führte die Gäste durch die Räumlichkeiten ihrer Firma. Aus Gersten verkauft sie Gewürze auf Wochenmärkten und im Internet (www.pikantum.de). „Wir setzen auf hohe Qualität und engen Kundenkontakt“, so Wertz. Auf Ansiedlungen sowie auf das gute Miteinander mit den bestehenden Firmen sei man stolz, so Beestermöller. Damit das so bleibe, arbeite man an etwa am flächendeckenden Breitbandausbau. „Hier kann ich die Anwohner nur ermutigen, sich zu beteiligen. Das ist eine einmalige Chance.“
Beim Hof Sabel machten sich die Radfahrer ein Bild von den züchterischen Leistungen von Johannes Sabel. Sabel wurde 2015 als Züchter des erfolgreichsten vierjährigen Reitpferdehengstes ausgezeichnet. Zuvor war seiner Rheinländers Florestan Siegerhengst in Vechta als teuerstes Pferd der Auktion und wurde für einen sechsstelligen Betrag verkauft. „Für Pferdezucht braucht es viel Leidenschaft und Sachverstand. Beides hat Johannes Sabel ohne Zweifel“, so Stegemann. Nach acht Stunden auf dem Rad endete die Tour auf dem Gelände der Raiffeisen-Agrar in Gersten. Dort erklärte Geschäftsführer Ansgar Böker die Arbeit der Genossenschaft. Im Anschluss wurde gegrillt.
Meppen. Am Mittwoch besuchte die CDU das sanierte Polizeikommissariat im Meppener Höger-Haus. Der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann informierte sich beim Leitenden Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann für das Emsland und die Grafschaft Bentheim u.a. über die aktuellen Herausforderungen der Polizei. „Einbruchs- und Cyberkriminalität machen in unserer Region nicht halt“, so Stegemann. Die Polizei brauche daher die rechtlichen Möglichkeiten zur effektiven Verbrechensbekämpfung.

Ein Problem, das zurzeit stark in der Öffentlichkeit diskutiert wird ist die angestiegene Zahl der Wohnungseinbrüche. Polizei weiß um die Unsicherheit in der Bevölkerung, gleichwohl müsse Gleichwohl dürfe die Lage jedoch nicht dramatisiert werden. 2016 gab es bei rund 170.000 Wohnungen im Emsland und der Grafschaft 641 registrierte Wohnungseinbrüche: „Wir können nicht vor jede Wohnung einen Polizisten stellen“, so Brüggemann. Nach fünf Minuten brechen Einbrecher ihren Versuch, in eine Wohnung einzudringen, ab. Bewohner sollten daher gezielt nachrüsten und alle Fenster beim Verlassen schließen.
Insgesamt konnte die Polizei aber auf eine sehr positive Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren verweisen. So ist die Zahl der registrierten Straftaten kontinuierlich rückläufig, um 14 Prozent zurückgegangen. Erfreulich sei wiederum, dass im gleichen Zeitraum die Aufklärungsquoten angestiegen sind. Mit fast 62 Prozent der ermittelten Täter liegen diese in der Grafschaft und im Emsland weit über dem Bundesschnitt (2016: 56,2 Prozent).
Brüggemann begrüßte daher auch die besseren Ermittlungsmöglichkeiten. Sie darf bei Einbrüchen künftig nach richterlichem Beschluss Kommunikationsdaten Verdächtiger auswerten, also Telefon- oder Internetverbindungen sowie Standortangaben. „Um Einbruchsserien besser aufdecken zu können, müssen wir diese aber länger als sieben Tage auswerten zu dürfen.“ Stegemann sagte Unterstützung zu. Bisher habe die SPD hier eine Einigung verhindert. Der Abgeordnete betonte zugleich, dass es immer nur um Verbindungsdaten, nicht aber um Inhalte gehe.
Eine große Herausforderung für die Polizei im Emsland und der Grafschaft Bentheim stellt der Aufstieg des SV Meppens in die Dritte Liga dar. „Karlsruhe, Chemnitz, Hansa Rostock –die Zahl der Risikospiele wird zunehmen“, so der stellvertretende Kommissariatsleiter Raimund Brinkmann. Daher werde diese Aufgabe künftig die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim übernehmen.
In den letzten Jahren habe sich eine Szene mit rund 150 Personen gefestigt, die den Verein bedingungslos anfeuere, beim entsprechenden Gegner aber auffällig sei. „Wir fahren eine Nulltoleranz-Strategie und leben diese auch“, so Brüggemann. Gleichwohl sei man um einen guten Dialog mit den Fans bemüht.
Allein beim Relegationsspiel gegen Mannheim waren 600 Beamte im Einsatz – im Wesentlichen auf Grund der Mannheimer Fan, die in der Szene bekannt seien. „Für die Sicherheit im Ligabetrieb erhalten wir aus Hannover keine zusätzlichen Kräfte. Nur wenn es hart auf hart kommt, unterstützt uns die Bereitschaftspolizei. Ansonsten haben wir allein drei szenekundige Beamte und rund 10 Ehrenamtliche, die sich um die Beobachtung und Bearbeitung auffälliger Fans bei Heim- und Auswärtsspielen kümmern.“ Aktuell erarbeite man zudem präventive Sicherheitsmaßnahmen, um möglichst im Vorfeld einen reibungslosen Spielablauf sicherzustellen.
Lingen. Wie können konkrete Wege in die Zukunft des Energiestandorts Lingen aussehen? Um diese Frage zu erörtern, war am Donnerstag der Vorstandssprecher des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck zu Gast in Lingen. Dort sprach er auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann und des Oberbürgermeisters der Stadt Lingen (Ems) Dieter Krone über konkrete Wege in der Zukunft für den Energiestandort Lingen.
„Wir wollen die Evolution zum Energiestandort Lingen 2.0. Dabei können auch Partner aus der Grafschaft Bentheim wie der Erdgasporenspeicher in Uelsen eine wichtige Rolle spielen“, betont Albert Stegemann. Am Gespräch nahmen auch Dr. Hans-Peter Flicke und Nikolaus Valerius von RWE sowie der Landtagskandidat Christian Fühner teil.

Auf die Idee für das Gespräch kamen Krone und Stegemann nach dem Energieforum Anfang März in Lingen. „Professor Beck hat gute Ideen und Ansätze für Lingen aufgezeigt. Nun loten wir aus, was wir wie umsetzen können. Wir wollen ein Bündnis vor Ort schmieden“, so Krone. Die Neuausrichtig des Energiestandorts spielt seit dem Dialogprozess „Zukunftsstadt Lingen 2025“ vor vier Jahren eine zentrale Rolle für den Oberbürgermeister.
Für Stegemann spielt die Sektorenkopplung eine zentrale Rolle. „Durch Power-to-X-Lösungen können wir bisher abgeregelten Strom aus Erneuerbaren Energien nutzbar machen.“ Hier denkt der Abgeordnete an die Wärme- und Kälteversorgung aber auch an den Verkehrsbereich sowie die Chemie- und Stahlindustrie.
Lingener Partner, so Stegemann, wären etwa die Betreiber der Raffinerie und des Elektrostahlwerk. „Keine 40 Kilometer von hier haben wir in Uelsen einen der größten Poren-Erdgasspeicher Deutschlands. Der Speicher fasst ein Arbeitsgasvolumen von 840 Millionen Kubikmetern, in dem regenerativ erzeugter Wasserstoff gespeichert werden könnte. Wir müssen die Dinge ordentlich zusammenbringen.“
Prof. Beck wies auf den Wert konventioneller Kraftwerke für die Versorgungssicherheit hin. „Strom aus Erneuerbaren Energien ist zum Großteil volatil. Die Erzeugung hängt also davon ab, ob die Sonne scheint oder der Wind weht.“ Die Stromversorgung ist aber auf den ständigen Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch angewiesen, um die Frequenz von 50 Hertz möglichst konstant zu halten.
Schwankt sie stärker als zwischen 49,8 und 50,2 Hertz kann es zum Stromausfall kommen. Ähnliches gilt sinngemäß für die Netzspannung, die nur um +/- 10% der Nennspannung schwanken sollte. Was passieren kann, zeigte sich Anfang Mai in Essen. Nachdem dort ein Hochspannungsseil durch ein Schiff abgerissen wurde, kam eine zu hohe Spannung in den Haushalten an. Die Folge waren defekte Elektrogeräte wie Fernseher und Waschmaschinen. „Wenn wir das Risiko hierfür niedrig halten wollen, brauchen wir sogenannte Must-Run-Kraftwerke, die Frequenz und Spannung stabilisieren können.“
Darüber hinaus wird heute das Netz durch die Trägheit der rotierenden Massen leistungsstarker Kraftwerksgeneratoren stabilisiert. Einer aktuellen Studie des EFZN zufolge sind hierfür in Deutschland mindestens 10.000 bis 15.000 Megavoltampere (MVA) an konventioneller Erzeugung nötig, um die notwendigen rotierenden Massen (derzeit kostenfrei) zur Verfügung zu stellen. Heute ist das kein Problem. „Bis 2030 wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien diese Möglichkeiten zur Frequenzstabilisierung grundsätzlich aber absenken, weil PV- und Windenergieanlagen derzeit keinen zuverlässigen Ersatz für die fehlenden rotierenden Massen liefern können.“
Die Erdgaskraftwerke Emsland können mit ihren rund 2000 MVA das System stabilisieren und sei ein Partner der Energiewende, so der Kraftwerksleiter Flicke. Beck verweist zudem auf weitere Möglichkeiten, wie regenerative Speicherkraftwerke, die erforscht, erprobt und durch Ertüchtigung u.a. der Erdgaskraftwerke Emsland bereitgestellt werden könnten.
In Lingen wurde vor einem Jahr auf Initiative der CDU das Gutachten zur regionalökonomischen Bedeutung des Energiestandorts südliches Emsland vorgestellt. In diesem Jahr nehmen die von der Stadt Lingen (Ems) und dem Landkreis Emsland geförderten Kompetenzzentren Energie und IT ihre Arbeit auf. Für Fühner ist es nun wichtig, von theoretischen Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung zu kommen. „Die Firmen und Forscher haben zahlreiche Projekte in der Schublade. Das sollten wir in Lingen nun nutzen.“
Spelle. Am Donnerstagvormittag diskutierte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mit Beschäftigten der Sälker IT Solutions in Spelle. Am Gespräch nahmen zudem die Geschäftsführer Jörn Thier, Daniel Knüwer, Erich Sälker und der Speller Bürgermeister Andreas Wenninghoff teil. „Das war eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir brauchen mehr Berührungspunkte zwischen Politikern und Bürgern“, so Sälker.
Im Mittelpunkt des Austausches standen die Fragen der Beschäftigten zu aktuellen politischen Entwicklungen. Stegemann erläutere die jüngste Entscheidung bei der Bundestagsabstimmung zur „Ehe für alle“ ebenso wie das schwierige Miteinander mit der Türkei.

Darüber hinaus skizzierte Stegemann die von der CDU geplanten Maßnahmen im Falle es eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl im September. Als einen zentralen Punkt nannte Stegemann das Baukindergeld. „Wir wollen, dass für Familien der Erwerb von Wohneigentum bezahlbar bleibt. Familien sollen je Kind zehn Jahre ein Baukindergeld von 1.200 Euro jährlich erhalten.“
Die Mitarbeiter sorgen sich zudem um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Die Betreuung in der Kita und dem Kindergarten und die Schulzeiten sowie die Arbeitszeiten sollten besser aufeinander abgestimmt werden.“ Für Familien die auf das Einkommen beider Elternteile angewiesen sind, sei die Betreuung ein ständiger Drahtseilakt.
Für Stegemann ist hier die richtige Mischung wichtig. „Vater und Mutter müssen trotz aller Betreuungsangebote genügend Zeit für ihre Kinder haben. Auf der Arbeit müssen sie aber voll auf KiTa, Kindergarten und Schule zählen können.“
Damit die Mitarbeiter in der Firma optimale Arbeitsbedingungen vorfinden, hat Sälker erst vor wenigen Tagen das erweiterte Bürogebäude in Betrieb genommen. Nun bietet es genügend Platz für die 43 Beschäftigten in Spelle. Im dortigen Gewerbegebiet Südfelde ist das Unternehmen seit 2013 angesiedelt und beschäftigt hier die Hälfte ihrer Mitarbeiter. „Dass die Erweiterung der Bürofläche auf 1.300 Quadratmeter so reibungslos möglich war, haben wir auch dem guten Zusammenspiel mit der Gemeinde und den anderen Beteiligten zu verdanken“, betonte Sälker bei der Führung durch das neue Gebäude.
Seit der Gründung der Erich Sälker Computer und Software Firma 1994 hat sich das Unternehmen dynamisch entwickelt. „Wir bieten Spezialsoftware und Dienstleistungen rund um Computer und Netzwerktechnik an. Zudem wird bei uns Beratung und Kundenbetreuung groß geschrieben. So können wir viele Anwendungen von der Speditions- und Lagerlogistik bis hin zur Lohnabrechnung ganz nach den Wünschen unserer Kunden anbieten.“ Stegemann hofft, dass sich die Firma auch künftig weiter gut entwickeln kann. Hierzu will er sich für gute Rahmenbedingungen in Berlin einsetzen.
Spelle. Richmond, Indiana: So heißt die neue Heimat von Annalena Geerdes aus Spelle. Die 15-Jährige wird Anfang August als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) für ein Jahr in die USA reisen. „Ich freue mich schon riesig darauf, den Alltag in den USA kennenzulernen“, berichtet sie beim Treffen mit ihrem Paten, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann.
Auch auf die junge Gastfamilie, mit der sie regen E-Mail-Kontakt pflegt und auch schon geskypt hat, freut sich die Schülerin. „Ich werde bei einem Paar leben, beide sind erst Anfang 30. Außerdem habe ich dort drei kleine Gastschwestern im Alter von 7,4 und 2 Jahren, zwei Hunde und eine Katze“.

Für die Spellerin wird es die erste Reise außerhalb Europas. Ein wenig aufgeregt ist sie daher schon. „Es gehört auf jeden Fall Mut dazu, aber ich will mich einfach darauf einlassen“, so die Schülerin. Sie wird eine örtliche Highschool besuchen und dort wie die amerikanischen Jugendlichen am täglichen Leben teilhaben, in Clubs eintreten können und Freundschaften schließen. In Spelle spielt Annalena Fußball und reitet regelmäßig, freut sich aber darauf, in den USA auch andere Sportarten auszuprobieren.
Auf einem einwöchigen Vorbereitungsseminar der Austauschorganisation Youth for Understanding e.V. in Mühlhausen lernte sie bereits andere Stipendiaten kennen und erarbeitete mit ihnen Hintergründe zur amerikanischen Geschichte, zum Bundestag und zum Umgang mit Problemsituationen im Ausland.
Stegemann ist überzeugt davon, dass die Schülerin die Zielsetzung des Programms, als „junge Botschafterin“ für ein gutes Deutschland-Bild in den USA zu sorgen, mit Bravour erfüllen wird. „In einer gewissen Weise vertreten die Stipendiaten Deutschland und leisten dadurch einen Beitrag zur besseren Verständigung“, so Stegemann. „Annalena ist ein vielfältig engagiertes junges Mädchen und ich bin mir sicher, dass sie die Herausforderung meistern und tolle Erfahrungen sammeln wird“.
Der Deutsche Bundestag und der amerikanische Kongress fördern seit 1983 das Parlamentarische Patenschafts-Programm und damit den Austausch von Schülern und Auszubildenden. Bis September können sich Interessierte für das Programmjahr 2018/2019 bewerben. Näheres über das Programm und die Bewerbung unter www.bundestag.de/ppp oder im Berliner Büro des Abgeordneten unter der Telefonnummer 030-227-77155.
Meppen. Ina Eckhardt hat sich kürzlich mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann in Meppen getroffen, um über aktuelle Entwicklungen in der Logopädie zu berichten. „Wir können den Wert der Logopäden für unsere Gesellschaft nicht groß genug einschätzen. Sie bringen im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache zu den Menschen“, so Stegemann.
Die Logopädinnen und Logopäden sind Experten für Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken. Um ihre Anliegen zu bündeln, sind sie im Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) organisiert. Und so hatte Ina Eckardt als zweite dbl-Landesverbandsvorsitzende in Niedersachsen Stegemann zum Treffen in der von ihr geleiteten Praxis für Logopädie und Sprachtherapie des Vitus Ambulanzzentrums in Meppen eingeladen.

Logopäden nehmen vor allem drei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen in den Blick. Erstens die Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren als Grundlage für einen gelingenden Bildungsprozess. Zweitens den Erhalt der Sprach-, Sprech- und Schluckfähigkeit bei älteren Menschen zur Unterstützung von Teilhabe und Lebensqualität. Und drittens den Erhalt und das Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit oder die Wiedereingliederung in den Beruf durch gezielte logopädische Prävention und Rehabilitation.
„Wir konnten ausführlich über die dbl-Wahlprüfsteine sprechen, insbesondere auch über die Verdienstmöglichkeiten Angestellter und über die Vergütung ambulanter logopädischer Leistungen für die Praxisinhaber/innen“, so Eckardt. Zudem besprachen beide, wie Altersarmut in klassischen Frauenberufen vorgebeugt werden könne.
Auch über Geld wurde gesprochen: „Dass die Ausgaben für logopädische Leistungen nur 0,32 Prozent der gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenkasse ausmachen, ist vielen Politikern nicht bekannt“, merkt die Praxisleiterin an. Dabei könne durch eine rechtzeitige logopädische Behandlung viel Geld an anderer Stelle eingespart werden. „Dies ist ein weites Feld, wenn man an die Kosten denkt, die beispielsweise eine gescheiterte Schulbildung nach sich ziehen kann“, so Eckardt.
„Herr Stegemann zeigte ein offenes Ohr für unsere Belange und Interessen sowie für unseren Beruf und die Logopädie“, resümiert die Logopädin nach dem ausführlichen Gespräch. „Er hat uns das Angebot gemacht, ihm konkrete Anliegen schriftlich einzureichen, die er dann gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen, dem Physiotherapeuten Dr. Roy Kühne, besprechen wird.“
Zum Abschied übergab Eckhardt dem Abgeordneten die Broschüre des dbl „Logopädie – Menschen zur Sprache bringen“ für seine Arbeit im Deutschen Bundestag. Sie beschreibt pointiert und an konkreten Beispielen Logopädie heute.
Schapen. Kürzlich besuchte der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann den Spediteur Kleinbuntemeyer in Schapen. Das dortige Gespräch entwickelte sich zu einer hitzigen Debatte über die Situation in Deutschland. „Die leidenschaftliche Diskussion mit den Mitarbeitern war gut. Dafür bin ich hier. Menschen, die hart für ihr Einkommen arbeiten, haben Politiker verdient, die dies anerkennen und sich reinhängen“, so Stegemann nach dem Gespräch.

Der Besuch bei der Firma Kleinbuntemeyer fand auf Einladung der CDU in Schapen statt. Für den Vorsitzenden Matthias Everinghoff war es wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Und so entwickelte sich das gemeinsame Frühstück mit rund zwanzig Mitarbeitern zu einem intensiven Austausch über aktuelle politische Themen. „Von der Flüchtlingspolitik bis zur Steuerbelastung – die Menschen machen sich ihre Gedanken. Heute sind sie damit zu Wort gekommen“, so Everinghoff.
Dieter Kleinbuntemeyer, der das seit 1965 bestehende Unternehmen führt, hatte für Stegemann noch einige Wahlprüfsteine dabei. „Gerade im Güterverkehr auf der Straße ist der Wettbewerb hart und die Kosten steigen durch die staatlichen Vorgaben. Zugleich versuchen ausländische Firmen, sich durch schlechtere Arbeitsbedingungen Wettbewerbsvorteile zu erkämpfen“, so Kleinbuntemeyer. Als konkreten Verbesserungsvorschlag regte er für seine Mitarbeiter unter anderem Verbesserungen bei LKW-Parkplätzen an. Stegemann sagte hier Hilfe zu. „Wir haben zu wenige Stellplätze und auch bei der Qualität gibt es noch viel Luft nach oben.“ Er wollte das Thema im Bundesverkehrsministerium ansprechen.
Derweil hat sich Kleinbuntemeyer in seiner gut 50-jährigen Unternehmensgeschichte gut entwickelt. Der Betrieb verfügt über 65 Auflieger und Anhänger. Hiermit werden sowohl klassische Gütertransporte aber auch Schwer- und Großraum- sowie Gefahrguttransporte abgewickelt. „Wir verstehen uns als Servicepartner unserer Kunden und sind mit unserer Werkstatt, Waschstraße und einem modernen Prüfstand flexibel und verlässlich.