Bad Bentheim. Vergangene Woche besuchte der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann gemeinsam mit seinem Kollegen Wilfried Oellers das Grenzüberschreitende Polizeiteam in Bad Bentheim. „In meinem Wahlkreis nördlich von Aachen liegen acht von zehn Gemeinden unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden. Daher möchte ich von der Zusammenarbeit hier in Bad Bentheim lernen“, so Oellers, der die Region Heinsberg im Deutschen Bundestag vertritt.

Der stellvertretende Inspektionsleiter Michael Fickers betonte im Gespräch, dass die Bundespolizei in Bad Bentheim seit 2001 darum bemüht sei, die Polizeiarbeit grenzüberschreitend zu organisieren. „Wir sind damit europaweit Vorreiter. Bis wir geordnete Strukturen etablieren konnten, dauerte es aber einige Jahre. Erst im Jahre 2005 wurde mit dem Vertrag von Enschede (Deutsch-Niederländischer Polizeivertrag) die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit manifestiert“, so Fickers.

Stegemann und Oellers in Bad Bentheim: „Müssen enge Zusammenarbeit ausbauen“

Drei Jahre später hat das Grenzüberschreitende Polizeiteam offiziell seine Arbeit aufgenommen. Heute, gut zehn Jahre später, arbeiten die rund 20 Beamten ganz selbstverständlich zusammen. „Entscheidend für den Erfolg war, dass alle freiwillig im grenzüberschreitenden Polizeiteam zusammenarbeiten“, so Holger Kappen, ein Mitglied der ersten Stunde im deutsch-niederländischen Polizeiteam. An der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind mit der niederländischen Politie, der niederländischen Koninklijken Marechaussee, der Landespolizei Nordrhein-Westfalen, der Bundespolizei sowie der Landespolizei Niedersachsen fünf Behörden beteiligt. „Das ist einmalig“, so Kappen.

Nachdem das Projekt seit 2008 in zwei Phasen durch die Europäische Union finanziell unterstützt wurde, läuft Ende März die Förderung aus. Doch für die Beteiligten ist klar, dass das Projekt weiterlaufen soll. Am 28. März soll daher eine Zusammenarbeitserklärung unterzeichnet werden, damit das Grenzüberschreitende Polizeiteam fortgeführt werden kann.

Gleichwohl sehen die Gesprächsteilnehmer noch weiteren Verbesserungsbedarf bei der grenzüberschreitenden Polizeiarbeit. So gebe es anders als an den Grenzen zu den anderen Nachbarstaaten Deutschlands kein Gemeinsames Zentrum. „Dies würde die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit insbesondere im Bereich des gegenseitigen Informationsaustausches verbessern“, so Inspektionsleiter Markus Scheibner. Gerade bei der Daten- und Dienstkommunikation sehen die Abgeordneten Stegemann und Oellers noch Verbesserungsbedarf. „Die Themen werden wir in Berlin gegenüber dem Innenministerium ansprechen“, kündigte Albert Stegemann an.

Oellers strebt zudem eine engere Zusammenarbeit entlang der gesamten niederländischen Grenze an. „Von Bad Bentheim können wir auch für den Aachener Raum viel lernen. Insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit hat mich tief beeindruckt“, so Oellers, der im Grenzüberschreitenden Polizeiteam einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in den Grenzregionen sieht. Für Oellers ist klar, dass es sicherlich nicht der letzte Besuch in Bad Bentheim bleiben wird.

Markus Scheibner (Inspektionsleiter – Bundespolizei), Uwe Fietzek (CDU-Landratskandidat), Albert Stegemann, Holger Kappen (Grenzüberschreitendes Polizeiteam – Bundespolizei), Bert Bruins (Grenzüberschreitendes Polizeiteam – Koninklijke Marechaussee), Martin Piepmeyer (Polizeidirektion Osnabrück), Wilfried Oellers, Michael Fickers (Stellvertretender Inspektionsleiter – Bundespolizei)

GEESTE. Besuch aus Berlin konnte kurz vor Weihnachten die Gemeinde Geeste begrüßen. Albert Stegemann, Mitglied des Deutschen Bundestages, ist zu einem offiziellen Treffen in das Rathaus der Gemeinde Geeste gekommen. Am Empfang nahmen neben Bürgermeister Helmut Höke auch CDU-Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Sahnen, Heiner Brockhaus von der UWG sowie die Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung teil.

Albert Stegemann ist seit dem 22. Oktober 2013 Abgeordneter des Deutschen Bundestages für die Region Mittelems. Dort ist der gebürtige Grafschafter ordentliches Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Arbeit und Soziales sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und zudem seit Januar 2018 auch agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Auf der Tagesordnung standen aktuelle Projekte der Gemeinde Geeste, unter anderem die ständig herausfordernde Situation im Bereich der Kindertagesstätten aber auch der erfreuliche Breitbandausbau. Längst überfällig sei der Ausbau des Mobilfunknetzes auch in allen ländlichen Bereichen des Emslandes. Angesprochen wurde ebenfalls die medizinische Versorgung auf dem Land. Aktuell versucht die Gemeindeverwaltung eine ehemalige Landarztpraxis in Osterbrock neu zu besetzen. Das sich dies als äußerst schwierig erweist, kann Bürgermeister Höke berichten und forderte, eine Landarztquote einzuführen. Weitere Themen waren Grundsteuerreform, Stromtrassenverlauf A-Nord, der Moorbrand auf der WTD in Meppen und die Ausrüstung der Feuerwehren mit Katastrophenschutz-Fahrzeugen. Diese seien bereits in die Jahre gekommen und müssten bei Zeiten durch neuere Modelle ersetzt werden, berichtet Fachbereichsleiter Jan Bojer. Zum Abschluss bat Bürgermeister Helmut Höke den Bundestagsabgeordneten die Themen Müllvermeidung und Umgang mit dem Wolf mit nach Berlin zu nehmen.

Foto © Gemeinde Geeste

Albert Stegemann (4 v. l.) informiert sich über das aktuelle Geschehen in der Gemeinde Geeste

Berlin. Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland e. V. 30 medieninteressierte Jugendliche zu einem einwöchigen Workshop vom 31. März bis 6. April nach Berlin ein. „Gerade in der heutigen Zeit der populistischen Stimmungsmache und Fake News brauchen wir junge Menschen, die sich für Medien und Journalismus begeistern“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.

Unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, erwartet die Jugendlichen ein spannendes und abwechslungsreiches Workshop-Programm zum medialen und politisch-parlamentarischen Alltag in der Bundeshauptstadt. Sie werden in einer Redaktion hospitieren, mit Abgeordneten des
Deutschen Bundestages diskutieren, eine Plenarsitzung besuchen und an der Erstellung einer eignen Zeitung mitarbeiten.

Unter dem Titel „Das unsichtbare Geschlecht – Wie gleichberechtigt ist unsere Gesellschaft?“ werden sich die Jugendlichen im Rahmen des Workshops mit Fragestellungen zu einem modernen Feminismus, zur Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, mit sozialer Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Selbstbestimmtheit sowie dem Verständnis unterschiedlicher kultureller und religiöser Geschlechterrollen in der heutigen Zeit auseinandersetzen.

Eine Bewerbung ist bis zum 20. Januar unter http://www.jugendpresse.de/bundestag möglich. Für Rückfragen steht Ihnen das Abgeordnetenbüro Stegemann unter albert.stegemann@bundestag.de oder 030/227-77155 zur Verfügung.

Lingen/Berlin. Jährlich kommen bis zu 10 000 Kinder mit alkoholbedingten Schädigungen auf die Welt, die unter dem Begriff Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) zusammengefasst werden. Der FASD Deutschland e. V. mit Sitz in Lingen setzt sich seit Jahren diese Menschen ein. Am 28. November fand nun ein Fachgespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) im Bundestag statt.

„Die Gefahr von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft wird weiterhin unterschätzt. Wir brauchen hier eine bessere Präventionsarbeit und eine bessere Unterstützung für die Betroffenen im Erwachsenenalter“, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann als Sprecher seiner Fraktion für den gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Die Lingenerin und Vorsitzende des FASD Deutschland e.V., Gisela Michalowski, dankt der Drogenbeauftragten Mortler für ihre engagierte Arbeit. Sie habe in den letzten Jahren bereits wichtige Projekte auf den Weg gebracht, beispielsweise den Pocket Guide FASD sowie ein Handbuch zur Unterstützung der Betroffenen.

Dennoch sei bei der Prävention noch viel zu tun, so Michalowski: „Jede Frau sollte wissen, dass Alkohol in der Schwangerschaft tabu ist. Trotzdem trinkt laut Studien jede vierte Schwangere in Deutschland. Manche denken, geringe Alkoholmengen seien unschädlich. Andere haben den Eindruck, dass die Schädigungen nur im Kindesalter auftreten. Dabei leiden die Betroffenen ein Leben lang an den Behinderungen.“

Nicht nur in der Bevölkerung, auch unter Ärzten sei die Krankheit oft nicht bekannt. Um Fehldiagnosen zu vermeiden, soll FASD nach Wunsch der Teilnehmer künftig als Krankheitsbild in das internationale ICD-Klassifikationssystem aufgenommen werden.

Darüber hinaus fordert die FASD Deutschland ein verpflichtendes Kennzeichen auf alkoholischen Getränken, das Schwangere zum Verzicht auf Alkohol auffordern soll. Auch werde FASD bei Erwachsenen oft nicht als Behinderung anerkannt. Dies sei wichtig, um eine ausreichende Förderung zu erzielen.

Stegemann: Gefahr wird unterschätzt

Mortler und Stegemann sagten zu, sich weiterhin für die betroffenen Menschen mit FASD einsetzten zu wollen. „Nur mit vereinten Kräften können wir hier etwas verbessern“, so Stegemann. Er werde daher den Kontakt mit den Gesundheitspolitikern und dem Behindertenbeauftragten seiner Fraktion suchen.

Foto: v.r.n.l. Marlene Mortler (Drogenbeauftragte der Bundesregierung, CSU), Gisela Michalowski (Vorsitzende der FASD Deutschland e.V.), Albert Stegemann (Ernährungspolitischer Sprecher, CDU), Alison Frieling (Stv. Vorsitzende der FASD Deutschland e.V.), Dr. Mirjam Landgraf (Klinikum der Universität München), Gela Becker (FASD-Fachzentrum des Sonnenhof e.V.)

Berlin. Seit 1918 dürfen Frauen in Deutschland wählen und gewählt werden. Zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts veranstaltete die CDU/CSU-Bundesfraktion daher am 28. November eine Festveranstaltung in Berlin. Auch fünf Mitglieder der Frauen Union Grafschaft Bentheim nahmen auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann an den Feierlichkeiten teil.

„Wir haben viele starke und engagierte Frauen in der Politik. Das Frauenwahlrecht vor 100 Jahren hat dafür den Grundstein gelegt und war eine wichtige Errungenschaft für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Aber auch heute müssen wir weiter dafür werben, dass sich mehr Frauen politisch einbringen“, so Stegemann.

Bei der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung am 19. Januar 1919 kandidierten erstmals 300 Frauen, und 90 Prozent der Frauen nutzten ihr Wahlrecht. Seitdem haben Frauen in Deutschland vieles erreicht. Unter anderem sprachen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth und die Schauspielerin Sophia Thomalla. Zudem würdigte der Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus das Engagement der Frauen. Im Anschluss wurde diskutiert, wie es heutzutage um die Repräsentanz von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft steht.

Insgesamt gab es den großen Wunsch, Frauen stärker an politischen Entscheidungen zu beteiligen. In den aktuellen Deutschen Bundestag wurden 219 Frauen gewählt, das sind gut 30 Prozent der Mandatsträger insgesamt. Dieser Frauenanteil war bis 2002 kontinuierlich angestiegen, stagniert jedoch seitdem. „Hiermit können wir uns nicht zufrieden geben“, so Brinkhaus.

Foto (v.l.): Monika Wassermann (FU-Kreisvorsitzende Grafschaft Bentheim), Albert Stegemann (CDU), Ingrid Thole (FU Bezirksvorsitzende), Helena Hoon (stellvertretende Landrätin), Charlotte Ruschulte (Bürgermeisterin Gemeinde Ohne)

Berlin/Emsland. 30. November 2018. Heute hat der Deutsche Bundestag die Regelungen für Erneuerbare Energien angepasst. Dies ist in regelmäßigen Abständen notwendig. Denn die Marktbedingungen ändern sich stetig. Dazu hatte die Bundesregierung den Entwurf für ein sog. Energiesammelgesetz vorgelegt. CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktion hatten dazu Änderungen eingebracht.

“Unter anderem schaffen wir Rechtssicherheit für besonders emissionsarme Biogasanlagen.“, betonen die CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Albert Stegemann. Die Betreiber dieser Anlagen auch im Emsland sind seit einem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart in großer Sorge. Das Gericht hatte die bisherige Genehmigungspraxis in Frage gestellt. Damit könnten Anlagenbetreiber den Anspruch auf einen sog. Formaldehybonus verlieren – rückwirkend. Die EWE Netz GmbH hat bereits entsprechende Rückforderungsschreiben an die betroffenen Betreiber übersandt. Sofern die OLG-Entscheidung rechtskräftig werden sollte, drohen bundesweit allen betroffenen Anlagenbetreibern auch im Emsland entsprechende Rückforderungen von bis zu mehr als 100.000 Euro. Für diese Anlagenbetreiber wird jetzt eine Lösung geschaffen. Kleinere, umweltfreundliche Biogasanlagen, die zwischen 2009 und 2011 in Betrieb genommen wurden, sollen auch künftig den Bonus erhalten. So bleiben Investitionen in anspruchsvollere Technik möglich. Diese rechtliche Klarstellung steht allerdings unter dem Genehmigungsvorbehalt durch die Europäische Kommission.

Connemann und Stegemann begrüßen Einigung im Energiesammelgesetz

“Seit Mai ist die Verunsicherung bei den Anlagenbetreibern groß. Denn die Rückforderungen sind hoch. Sie gehen an die Existenz von Familienbetrieben. Diese haben nichts falsch gemacht. Sie haben sich auf frühere Aussagen verlassen. Ihr Vertrauen wird nun geschützt.”, so die beiden Christdemokraten. Gerade kleinere Anlagen, die umgebaut worden waren, um flexibel und bedarfsgerecht Strom zu liefern, wären betroffen. Insgesamt geht es um mehrere hundert Anlagen. “Als Union stehen wir zum Investitionsschutz bei den Erneuerbaren Energien. Nun muss die Regelung schnellstmöglich in Brüssel notifiziert wird”, erklären die beiden emsländischen Abgeordneten.

Auf Grund der weiteren Kostensenkungen bei Strom aus Photovoltaik werden die Fördersätze für Anlagen von 40 bis 750 Kilowatt (kWp) bis zum 1. April 2019 <x-apple-data-detectors://4> in drei Schritten um rund 20 Prozent auf 8,90 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Ursprünglich war eine Absenkung zum Jahreswechsel geplant. “Eine so kurzfristige Kürzung hätte die Wirtschaftlichkeit vieler aktueller Projekte deutlich verschlechtert.“, so Connemann und Stegemann. Von der Einigung profitieren sowohl Verbraucher als auch Stromerzeuger.

Mit dem Gesetz wird auch das Ende der Dauerbeleuchtung in Windparks eingeläutet. Bislang müssen Windanlagen wegen Luftsicherheit gekennzeichnet werden. Tagsüber genügt eine farbliche Markierung oder ein weiß blinkendes Tagesfeuer, nachts müssen rote Blinklichter und ab 150 Metern Höhe eine dauerhaft rote Turmbeleuchtung her. Gerade diese Disko-Beleuchtung stört viele. Ab 2020 sollen diese nicht mehr die ganze Nacht blinken, sondern nur, wenn ein Flugzeug naht. Dadurch kann ein Windpark im Schnitt 90 Prozent seiner Betriebszeit unbeleuchtet bleiben. Connemann und Stegemann sind erleichtert. „Damit gehören blinkende Windräder und leuchtende Riesen in der Nacht bald der Vergangenheit an.“

Berlin. Seit dieser Woche steht fest, wie die Frequenzvergabe für die ersten 5G-Mobilfunklizenzen ablaufen soll. Nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann sind die Vorgaben ein deutlicher Fortschritt. Die Gefahr der Funklöcher sei jedoch nicht gebannt. „Bereits im heutigen 4G-Mobilfunknetz haben wir im Emsland weiße Flecken und sind in der Grafschaft auf Grund der besonderen Insellage strukturell beim Mobilfunk benachteiligt. Diese Tatsachen dürfen wir nicht schulterzuckend hinnehmen“, so Stegemann.

Bei 5G soll es erstmalig die Möglichkeit regionaler Lizenzen geben. In unterversorgten Regionen sollen dadurch Drittanbieter ein Netz aufbauen können und dies über ein sogenanntes lokales Roaming in das nationale Netz einbinden. Dies sei ein großer Wunsch der Akteure in der Region gewesen, betont Stegemann. Als Sprecher für die ländlichen Räume der CDU/CSU-Fraktion sei für ihn klar, dass es nun weiterer Anstrengungen bedarf, um zu einer flächendeckenden Versorgung zu kommen. „Wir brauchen bis Mitte 2019 einen Plan zur Schließung der Funklöcher im 4G-Netz sowie für den flächendeckenden Ausbau von 5G.“

Stegemann sieht Regeln der 5G Frequenzvergabe positiv – aber nur als ersten Schritt

Sollten sich die Mobilfunknetzbetreiber im Rahmen der Verhandlungen nicht auf freiwillige Kooperationen bei regionalen 5G-Netzen einigen, müsse die Bundesnetzagentur die Möglichkeit haben, in Ausnahmefällen ein lokales Roaming anzuordnen. „Hierfür wollen wir in den nächsten Wochen die gesetzlichen Grundlagen schaffen, nach Möglichkeit im Rahmen der geplanten Änderungen beim Telekommunikationsgesetz“, so Stegemann. Zudem müsse der EU-Kodex zügig umgesetzt und der Bußgeldrahmen erhöht werden. „Damit wollen wir das erreichen, was wir versprochen haben: hohe Auflagen, permanentes Monitoring und wirksame Sanktionen – für einen Mobilfunkausbau in der Stadt und auf dem Land.“

Zum Hintergrund: Ab 2020 kommt mit 5G die fünfte Generation der Mobilfunkkommunikation. Mit dem aktuellen Standard 4G können bereits heute hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden. Durch 5G können sowohl die Geschwindigkeit als auch die Verzögerungszeit (die sog. Latenz) weiter verbessert werden. Letzteres ist besonders für neue Technologien in Industriebetrieben und der Landwirtschaft wichtig.

Berlin/Hannover. Satelliten steuern Traktoren, Roboter melken Kühe und neue Sensoren überwachen die Gesundheit jedes einzelnen Tieres im Stall. Wenn es um die Digitalisierung geht, sind Landwirte Vorreiter. Und so stellten auch viele Unternehmen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim letzte Woche auf der Tierhaltungsmesse EuroTier in Hannover ihre neuesten Techniken vor.

“Viele haben ein romantisches Bild von Bauern vor Augen, wie es sie vielleicht in Kinderbüchern geben mag. Landwirte sind heute aber Innovatoren, die die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen: Pflanzenschutzmittel können zielgenauer und sparsamer eingesetzt, Tiere besser versorgt und die Verbraucher transparenter informiert werden”, so Albert Stegemann, Agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das diene Mensch, Tier und Umwelt.

Stegemann: Innovationen in der Landwirtschaft dienen Mensch und Tier

So möchte das Unternehmen Allflex mit Standort in Bad Bentheim die Kennzeichnung von Kühen intelligenter machen. Dafür sollen Ohrmarken den Landwirten künftig alle wichtigen Informationen über das Tier digital zur Verfügung stellen. „Das senkt die Kosten und erhöht den Arbeitssicherheit für den Landwirten“, betont Geschäftsführer Mathieu van Delden im Gespräch. Zudem stellte das Unternehmen Lösungen vor, mit denen der Einsatz von Medikamenten weiter reduziert werden könne.

Den Stall der Zukunft entwickelt Hölscher + Leuschner aus Emsbüren. Klima- und Fütterungscomputer helfen, Tiere bei optimalen Umweltbedingungen in den Ställen aufzuziehen. Geschäftsführer Dr. Richard Hölscher lobte hierbei die Innovationsförderung des Landwirtschaftsministeriums. „Was wir nun brauchen sind zeitnahe klare rechtliche Definitionen, wie der Stall der Zukunft auszusehen hat. Das schafft Verlässlichkeit für Landwirte und Hersteller“, so Hölscher. Stegemann betonte, dass man in Berlin gerade hieran intensiv arbeite, zugleich seien aber auch noch viele baurechtliche Fragen zu klären.

Der Fortschritt ist nicht auf Computer und digitale Systeme beschränkt: Auch die rasanten Fortschritte der Biotechnologie werden von regionalen Unternehmen genutzt. Die Genomanalyse hilft der Genes Diffusion mit einer Tochterfirma bei Bad Bentheim, die besten Bullen für die Zucht auszuwählen. Besonderen Wert legt das Unternehmen dabei auf hochwertige Inhaltsstoffe in der Milch.

Zum Abschluss der Eurotier erörterte Stegemann die Chancen und Herausforderungen durch die Digitalisierung bei einer Podiumsdiskussion mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft und dem Digitalverband bitkom. „Landwirtschaft brauche Akzeptanz der in der Gesellschaft“, betonte der Abgeordnete. “Viele landwirtschaftliche Familien verzweifeln aber daran, wie sie den wechselnden gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden können. Digitale Techniken bieten hier eine große Chance. So können Versorgung und Gesundheit der Nutztieren verbessert und der Verbraucher genauer über die Produkte informiert werden.”

Im Übrigen seien die Bauern viel fortschrittlicher, als viele glaubten. “Bei der Digitalisierung können andere Branchen noch etwas von der Landwirtschaft lernen”, so Stegemann.

Foto (v. l.): Miriam Taenzer (bitkom), Albert Stegemann (CDU), Dr. Gero Hocker (FDP), Carsten Gieseler (fodjan GmbH), Gesa Lampe (Junge DLG), Hubertus Paetow (Präsident des DLG)

Berlin. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann kamen vier junge Erwachsene aus Nordhorn zu den 25. Tagen der Begegnung nach Berlin. Vom 7. bis 9. November trafen sich politisch interessierte junge Menschen aus ganz Deutschland im Bundestag. Im Zentrum stand der Austausch über Glauben, Werte und Politik in vielen persönlichen Gesprächen mit Politikern aller Parteien.

Stegemann freut sich über die Teilnahme der Nordhorner: „Junge Menschen, die sich engagieren und mit Politik beschäftigen, sind ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Es freut mich besonders, dass bei den Tagen der Begegnung Glaube und Werte im Fokus stehen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass sich Politik von Werten und Grundüberzeugungen leiten lässt.“

Stegemann: Politik braucht starke Grundwerte

Die rund 180 Teilnehmer und Teilnehmerinnen bekamen einen Einblick in die Arbeit des Parlaments und den Alltag der Abgeordneten. Thematisch deckte das Programm ein breites Spektrum ab: Von „Warum die Welt noch zu retten ist“ bis hin zu „Was macht die Kirche bei den Mächtigen“ standen Diskussionen vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Fragen auf dem Programm. Höhepunkte waren unter anderem Gespräche mit dem Vorsitzenden der Unionsfraktion Ralph Brinkhaus sowie mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dem Schirmherrn der Veranstaltung. Am Freitagmorgen trafen sich die Besucher aus der Grafschaft mit Albert Stegemann, um sich während eines Frühstücks kennenzulernen und über die Impulse aus den vergangenen Tagen auszutauschen.

Die Tage der Begegnung werden durch den gemeinnützigen Verein
„Internationales Jugendforum e.V.“ veranstaltet und von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Foto (v. l.): Albert Stegemann MdB, Miguel Palstring, Janine Hüseman, Pascale Dannenberg