Die Digitalisierung birgt große Chancen für die Landwirtschaft. So können Landwirte beispielsweise über digitale Sensorik die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere automatisch messen. Sie können dann ganz gezielt füttern oder eingreifen, wenn etwas nicht stimmt. Das verbessert das Tierwohl und reduziert auch den Einsatz von Medikamenten. Ein weiteres Beispiel: Ackerbauern können mithilfe digitaler Sensoren messen, in welchem gesundheitlichen Zustand sogar einzelne Pflanzen sind. Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmittel können dann punktgenau und damit besonders sparsam und nachhaltig eingesetzt werden.

„Bauernfamilien sind sehr offen für die Möglichkeiten der Digitalisierung und wollen sich stärker untereinander, aber auch mit der deutschen Landtechnikbranche vernetzen,“ sagt Albert Stegemann, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Eine Befragung hat ergeben, dass 80 Prozent der Landwirte die Digitalisierung für sinnvoll halten. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen der Landtechnik-Branche schon jetzt weltweit führend. Die CDU/CSU-Bundestagfraktion will daher Bauernfamilien bei der Vernetzung unterstützen, damit sie die Chancen der Digitalisierung auf ihren Höfen nutzen können. Das sei ein ganz wesentlicher Faktor für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und Ressourcen schonende Lebensmittelerzeugung in Deutschland.

Im Bundeshaushalt sind derzeit 15 Millionen Euro für die weitere Digitalisierung in der Landwirtschaft vorgesehen. Diesen Betrag wollen wir verstetigen, denn diese Zukunftsinvestitionen sind gut angelegt.

Wir wollen die Bauernfamilien aktiv begleiten, damit sie sich stärker untereinander, aber auch mit den weltweit führenden Unternehmen der deutschen Landtechnikbranche vernetzen. So hat eine Befragung im Auftrag der Landwirtschaftlichen Rentenbank vor kurzem ergeben, dass 80 Prozent der Landwirte die Digitalisierung in der Landwirtschaft für sinnvoll oder sogar sehr sinnvoll halten. In mehr als der Hälfte der Betriebe werden bereits digitale Lösungen eingesetzt.

Gleichzeitig wollen wir einen sicheren und reibungslosen Datenaustausch gewährleisten. Landwirte müssen Zugriff auf ihre Daten behalten und Dritte dürfen diese Daten nicht unbefugt verwenden. Mit dem Antrag fordern wir die Bundesregierung daher auf, zunächst im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein Konzept zur Nutzung einer digitalen Agrarplattform zu erarbeiten. Zugleich fordern wir die Bundesregierung auf, Fragen der Datensicherheit und Datenhoheit zu klären.

Wie vielseitig die Herausforderungen im Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind, haben die niedersächsischen Mitglieder der zuständigen Arbeitsgruppen auf Einladung des AG- Sprechers Albert Stegemann mit der Niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast diskutiert.
Der offene Gedankenaustausch zwischen den niedersächsischen Politikern liegt den beiden am Herzen: „Niedersachsen ist Agrarland Nummer 1. Alle aktuellen Themen sind für Niedersachsen von besonderer Bedeutung.“ Niedersachsen ist mit einem Produktionswert von 11,9 Milliarden Euro Agrarland Nummer 1 in Deutschland. Mit rund 390.000 Erwerbstätigen ist jeder zehnte Arbeitsplatz in Niedersachsen in der Ernährungs- und Landwirtschaft angesiedelt. Zugleich ist Niedersachsen mit seinen rund acht Millionen Konsumenten von zentraler Bedeutung was den Verbraucherschutz anbelangt.

Beispielhaft hat die Gruppe die Auswirkungen der verschiedenen denkbaren Änderungen der Düngeverordnung und eines modernen Nährstoffmanagements erörtert, um die gemeinsame Positionierung im niedersächsischen Interesse zu verbessern. Einigkeit herrscht auch bei dem Ziel, die Qualität der Ernährung zu erhöhen und den verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln zu stärken. So müsse eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beispielsweise durch innovative Technologien erreicht werden. Auch im Verbraucherschutz sind sich die Politiker einig, dass Fake Shops im Internet entschieden entgegengetreten werden muss.
Otte-Kinast und Stegemann zeigen sich nach dem knapp zweistündigen Gespräch am Rande des Plenums rundum zufrieden: „Bei allen Herausforderungen im Bereich der Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik ist es gut, sich der gegenseitigen Unterstützung und des stetigen Austauschs zu versichern.“ Beide sind sich einig, dass der Austausch auch in Zukunft intensiv fortgesetzt werden soll.

v.l.n.r.: Silvia Breher, Gitta Connemann, Albert Stegemann, Barbara Otte-Kinast und Carsten Müller

Berlin. Die Ausstellung „Das Parlament – 45 Leben für die Demokratie“ würdigt Ludwig Windthorst als wichtigen Demokraten der deutschen Geschichte. „Für mich ist es eine große Ehre wie Ludwig Windthorst die Interessen des Emslandes und der Grafschaft Bentheim im deutschen Parlament zu vertreten“, erklärt der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann. Er verlost drei Exemplare des Buchs zur Ausstellung, das auch im Buchhandel erhältlich ist.

Die Ausstellung mit Bildern von Simon Schwartz erzählt anhand von 45 politischen Biografien die parlamentarische Geschichte in Deutschland. Auch das Leben von Ludwig Windthorst wird dargestellt. Der Katholik hat im 19. Jahrhundert über acht Legislaturperioden den Wahlbereich Meppen-Lingen-Bentheim im Deutschen Reichstag vertreten.

„Ludwig Windthorst Vorbild für uns alle“

Windthorst glaubte fest an seinen eigenen Wahlspruch: „Gleiches Recht und gleicher Rechtsschutz für alle.“ Im Reichstag erklärte er: „Ich werde das Recht, das ich für die Katholiken und für die katholische Kirche und deren Diener in Anspruch nehme, jederzeit auch für die Protestanten und nicht minder für Juden vertreten. Ich will eben Recht für alle.“ Stegemann: „In seinem Bemühen um demokratische Werte und den Rechtsstaat sollte Ludwig Windthorst uns allen ein Vorbild sein.“ Windthorst habe nicht nur in der Geschichte Deutschlands, sondern auch in der Region Spuren hinterlassen. Das zeigten das Ludwig-Windhorst-Gymnasium in Meppen und das Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen.

Auch die übrigen in der Ausstellung comichaft präsentierten 44 Lebensgeschichten sind eng mit der Demokratie in Deutschland verwoben. Sie zeigen aus Sicht von Stegemann, „dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist.“ Um die Demokratie habe vielmehr oft gekämpft werden müssen, meint der CDU-Abgeordnete mit Blick auf das sich dieser Tage jährende Ende des zweiten Weltkrieges. „Wir können froh sein, dass wir heute in einer gefestigten Demokratie leben“, betont Stegemann. Gleichzeitig warnt er aber auch: „Wir alle sind aufgerufen, wachsam zu sein und uns den alten und neuen Feinden der Demokratie mit guten Argumenten und großem Selbstbewusstsein entgegenzustellen.“

Albert Stegemann in den Ausstellungsräumen des Deutschen Bundestages vor dem Ausschnitt über Ludwig Windthorst mit dem Katalog zur Ausstellung „Das Parlament – 45 Leben für die Demokratie“.

Albert Stegemann in den Ausstellungsräumen des Deutschen Bundestages vor dem Ausschnitt über Ludwig Windthorst mit dem Katalog zur Ausstellung „Das Parlament – 45 Leben für die Demokratie“.Wer ein Buch-Exemplar der Ausstellung gewinnen möchte, kann einfach per E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Ludwig Windthorst“ an albert.stegemann@bundestag.de teilnehmen. Die Gewinner der Verlosung werden am 28. Mai 2019 informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Ausstellung wird in den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages noch bis Ende August 2019 gezeigt. Interessierte, die Zugang zur Ausstellung erhalten möchten, bittet Stegemann, sich telefonisch unter (030) 227 – 77155 an sein Abgeordnetenbüro in Berlin zu wenden.

Berlin. „Der Kunstkreis an der Koppelschleuse erhält für die Sanierung seines Gebäudes aus Bundesmitteln eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro“, teilt der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann heute in Berlin mit. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Antrag für die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes des Kunstkreises an der Koppelschleuse in Meppen wurde von der CDU-/CSU-Fraktion unterstützt. „Das Gebäude kann nun grundlegend denkmalgerecht saniert werden. Die Kosten hierfür betragen insgesamt rund 352.800 Euro“, erläutert Albert Stegemann.

Zusätzliche Mittel des Denkmalschutzsonderprogramms VIII fließen in Sanierung des Gebäudes des Kunstkreises

Bei dem Förderantrag hatte die Stadt Meppen die besondere Bedeutung des Gebäudes für das Stadtensemble betont: „Es handelt es sich um einen einstöckigen, symmetrisch gestalteten, massiven Baukörper, welcher im klassizistischen Baustil im Auftrag der ehem. königlich-hannoverschen Wasserbauinspektion um 1828 erbaut wurde. Auf Grund seines Zeugnis- und Schauwertes ist es für die Bau- und Kunstgeschichte von besonderer Bedeutung. Seine städtebauliche Bedeutung entwickelt es als prägendes Bauwerk im Gefüge einer denkmalgeschützten Gesamtanlage mit Schleusenanlage und weiteren Nebengebäuden direkt am Hanekenkanal. Genutzt wird es seit 1984 vom Kunstkreis e.V., welcher dort Ausstellungen durchführt und auch eine Anlaufstelle für Kunstschaffende aller Richtungen darstellt. Im Gesamtgefüge mit der angrenzenden Kunstschule, der Bildhauerremise, dem Archäologischen Museum des Landkreises Emsland, einem inklusiven Café und dem Jugend-Kultur-Gästehaus ist hier eine einzigartige Anlage entstanden, die es im norddeutschen Raum kaum ein zweites Mal gibt.“

Berlin. Schulen und Kitas haben noch bis zum 14. Mai 2019 die Möglichkeit, sich um kostenlose Schulmilch sowie kostenloses Schulobst und -gemüse für das kommenden Schuljahr zu bewerben. Das teilt der örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mit.

„Gesunde Ernährung in Schulen und Kitas bringen“

„Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein für ein glückliches und zufriedenes Leben“, ist sich der örtliche Abgeordnete Stegemann sicher. Er weist auf die laufende Antragsfrist hin, damit sich möglichst viele Schulen und Kitas bewerben und so einen Beitrag dazu leisten, Kinder auch in der Schule und in Kitas an gesunde Ernährung heranzuführen. Stegemann: „Dabei kann ein nachhaltiger Lerneffekt insbesondere durch pädagogische Begleitmaßnahmen sichergestellt werden.“

Bewerben können sich Schulen im Primarbereich (Klassenstufen 1 bis 4) und Förderschulen (Klassenstufen 1 bis 6) sowie Kindertageseinrichtungen (Kinder in der Altersstufe 3 bis 6 Jahre). Schulen können sich für beide Komponenten, Kitas ausschließlich für Schulmilch über das Internetportal des Landes Niedersachsen www.schulprogramm.niedersachsen.de bewerben. Die genauen  Bewerbungsmodalitäten sind auf dieser Homepage zu finden. Auf dem Onlineportal sind auch die verpflichtenden pädagogischen Begleitmaßnahmen zusammengestellt.

Bereits seit dem Schuljahr 2017/2018 bietet sich Schulen und Kindertageseinrichtungen die Chance, am EU-Schulprogramm teilzunehmen und so die Möglichkeit zu bekommen, kostenloses Obst und Gemüse sowie Milch für die Kinder zu erhalten. Im Schuljahr 2017/2018 profitierten insgesamt 2,5 Millionen Kinder an 28.000 Bildungseinrichtungen in Deutschland von dem EU-Programm.

Meppen. Vodafone erhöht in Meppen die verfügbaren Mobilfunk-Kapazitäten für das schnelle LTE-Netz. Dafür hat der Telekommunikationskonzern auf Initiative von Albert Stegemann die neue Mobilfunk-Technologie „Beamforming“ als Pilotvorhaben an einem Maststandort im Norden der Stadt gestartet. Unterwegs können noch mehr Nutzer gleichzeitig mit ihren Smartphones zuverlässig im schnellen Mobilfunknetz LTE surfen, da die neue Technologie „Beamforming“ die verfügbaren LTE-Kapazitäten verfünffacht.

Intelligente Antennentechnik: Verfügbare Netzkapazität verfünffacht sich

Die intelligente Antennentechnik „Beamforming“ verfünffacht die verfügbaren LTE-Kapazitäten des bereits vorhandenen Mobilfunkmastens an der B70. Das heißt, dass fünfmal mehr Menschen mit ihren Smartphones zeitgleich schnell im Mobilfunknetz surfen können. Meppen ist damit einer der drei Orte in Niedersachsen, in denen Vodafone die LTE-Kapazitäten mit der neuen Technologie deutlich erhöht. Die 5G-Vorläufertechnologie „Beamforming“, die Übertragungsbandbreiten von 150 Megabit pro Sekunde ermöglicht, ist auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann vor wenigen Tagen in Betrieb gegangen. „Das Vorhandensein einer modernen Kommunikationsinfrastruktur ist ein entscheidender Schritt in Richtung Zukunft. Ich freue mich sehr, dass Vodafone mit diesem Pilotvorhaben im Emsland ein Signal setzt.“, so Albert Stegemann. Ziel, so Stegemann, soll es sein, dass auch die ländlichen Räume von Beginn an von der neuen Technik profitieren können.

Blick voraus: Wichtige Technologie für 5G

Mit „Beamforming“ funkt schon heute eine erste 5G-Technologie in Meppen. Die intelligente Antennentechnik versorgt zeitgleich viele Kunden zuverlässig und gezielt mit hohen Bandbreiten. Dafür vereint die Technologie bis zu 128 speziell angeordnete winzige Antennen auf kleinstem Raum. Die einzelnen Antennen sind nicht nur besonders klein, sondern auch intelligent. Sie kennen immer die beste Luftschnittstelle, um Kunden auf direktem Wege zu erreichen. Das steigert die verfügbaren Geschwindigkeiten für Nutzer im Upload und im Download. Zeitgleich erhöht das auch die Gesamtkapazitäten, so dass noch mehr Nutzer gleichzeitig und schnell vernetzt werden können.

Berlin. Ein Jahr in den USA leben, studieren und arbeiten – diese spannende und einzigartige Kombination bietet das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP). In diesem Jugendaustausch-Programm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses konnten seit 1983 bereits fast 27.000 junge Leute gefördert werden, davon 20 Prozent junge Berufstätige.

Der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann möchte geeignete Bewerber auf diese Möglichkeit aufmerksam machen und sie ermutigen, sich zu bewerben. Auch 2020 bietet das PPP, dann zum 37. Mal, neben Schülern auch jungen Berufstätigen wieder die Chance, amerikanisches Familien-, College- und Arbeitsleben aus erster Hand kennen zu lernen. Besonders angesprochen sind junge Berufstätige/ Auszubildende aller Art die zum Zeitpunkt der Ausreise (August 2020) eine anerkannte, abgeschlossene Berufsausbildung haben und nach dem 31.07.1994 geboren sind. Die Absolvierung eines Freiwilligen Sozialen Jahres bzw. Freiwilligen Ökologischen Jahres sowie die Dauer des Wehr- oder Zivildienst wird begünstigend auf das Alter angerechnet.

Bewerbungsunterlagen können ab dem 2. Mai bis zum 13. September 2018 bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) online unter www.giz.de/usappp angefordert werden.

Zusätzliche Informationen zum Berufstätigen-PPP finden Sie auch über die Internetseite www.bundestag.de/ppp oder unter der Telefonnummer: 0228-4460-1339.

 

 

Lengerich. Gemeinsam mit dem Lengericher Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn hat der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) das Café International in Lengerich besucht.

Seit 2015 verwandelt sich die ehemalige Gaststätte im Lengericher Ortskern jeden Mittwochnachmittag zur Anlaufstelle für die über 100 vor Ort lebenden Flüchtlinge. Zehn ehrenamtliche Unterstützer üben hier jede Woche zusammen mit den rund 40 Besucher die deutsche Sprache, unterstützen sie bei Behördenangelegenheiten und haben bei Kaffee und Kuchen ein offenes Ohr für die Gedanken der neuen Mitbürger. „Wir möchten, dass sich die Flüchtlinge bei uns wohlfühlen und wir gemeinsam ins Gespräch kommen. Wir sehen große Potentiale  in den kleinen Orten auf dem Lande, weil sich die Flüchtlinge hier schneller gesellschaftlich integrieren können als in den großen Städten“, erläutert Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn.

Trotz zahlreicher Fortschritte und Erfolge bei der Arbeit mit Flüchtlingen, kommt es immer wieder zu Problemen mit den bürokratischen Abläufen, Abschiebungen und der beruflichen Integration. „Leider stoßen wir in solchen Situationen immer wieder an die Grenzen des Möglichen“, legt der Sprecher der Ehrenamtlichen des Flüchtlingscafés Ludwig Giese dar.

Stegemann unterstützt offenes Flüchtlingscafé in Lengerich

„Ich kann verstehen, dass viele Menschen den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland nicht nachvollziehen können. Der Schutz des Grundrechts auf Asyl erfordert aber, dass gesetzliche Vorgaben eingehalten werden und die Gleichbehandlung sichergestellt wird. Nur so kann die Akzeptanz in allen Teilen der Bevölkerungen gesichert werden“,  bezieht Stegemann zu den Problemen der Ehrenamtlichen Stellung und lobt zugleich das Engagement der vielen Helferinnen und Helfer: „Die langjährige Einsatz von Ludwig Giese und den zahlreichen Ehrenamtlichen für die geflüchteten Bürger beeindruckt mich sehr. Sie tragen dazu bei, dass Flüchtlingen ein guter Start in ihr neues Leben in Deutschland gelingen kann.“

Albert Stegemann MdB (3. v.r.), Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn (2. v.r.), Ehrenamtlichensprecher Ludwig Giese (5. v.l.) und die zahlreichen Unterstützer des Café International
Albert Stegemann MdB (3. v.r.), Samtgemeindebürgermeister Matthias Lühn (2. v.r.), Ehrenamtlichensprecher Ludwig Giese (5. v.l.) und die zahlreichen Unterstützer des Café International

Twist. Besonders viehstarke landwirtschaftliche Betriebe müssen seit 2018 eine bilanzieren, welche Rohstoffe auf dem Hof ankommen und welche den Betrieb wieder verlassen. Die Corntec GmbH hat hierfür das Dokumentationsprogramm „hofmanager“ entwickelt und unterstützt die Landwirte in der Praxis. Aus diesem Grund besuchte Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann (CDU) Corntec in Twist und diskutierte mit Landwirten über die Anforderungen der neuen Verordnung und Wege der Umsetzung.

„Neue Verordnung muss ein Beratungsinstrument bleiben“

„Die Stoffstrombilanzverordnung soll dazu beitragen, die landwirtschaftlichen Betriebe bei der Stoffstrombilanzierung und beim Nährstoffvergleich einheitlich beurteilen zu können“, sagt Corntec-Geschäftsführer Dr. Claus Diekel. Seit dem ersten Januar 2018 gilt die Stoffstrombilanzverordnung unter anderem für landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von jeweils mehr als 2,5 Großvieheinheiten je Hektar. Sie wurde im Rahmen der Verschärfung der Düngeverordnung eingeführt.

Mittelfristig diene die Bilanz auch dem Grundwasserschutz. Die EU hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratbelastung im Grundwasser verklagt. „Landwirtschaftliche Betriebe müssen die zugeführten und abgegebenen Mengen an Stickstoff und Phosphor bilanzieren und bewerten“, stellte auch Referentin Marion Jasper die Anforderungen klar. Hierzu müssen die Landwirte Nährstoffe, die zum Beispiel über Futtermittel und Saatgut auf den Hof kommen, dokumentieren und sie mit den Mengen, die ihn über pflanzliche und tierische Erzeugnisse wie Gülle, Wirtschaftsdünger, Aussaat und Nutztiere verlassen, vergleichen.

An Beispielen machte Jasper deutlich, für welche Betriebe eine Stoffstrombilanz erforderlich sei. Anhand des von Corntec konzipierten Dokumentationsprogrammes „hofmanager“ zeigte die Referentin, wie die Stoffstrombilanz auf einfachstem Wege erstellt und der Düngebedarf ermittelt werden kann. „Die neue Stoffstrombilanz soll den Landwirten unterstützen, aber nicht sanktionieren“, betont dabei der Bundestagsabgeordnete Stegemann. Mit der Bilanz habe man ein weiteres Beratungsinstrument, damit die Landwirte noch sparsamer mit ihren Rohstoffen umzugehen und Verluste vermeiden können.

In der anschließenden Diskussion forderten die teilnehmenden Landwirte unter anderem mehr Planungssicherheit in Bezug auf Biogasanlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) herausfallen. Geschäftsführer Diekel wünscht sich sogar eine Abschaffung der staatlichen Förderung über das EEG und im Gegenzug die Möglichkeit, den Strom in Eigenregie unter Berücksichtigung verursachergerechter Kostenzuordnung zu vermarkten.

Die neue Stoffstrombilanz war ein Thema beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (3.v.l.) bei der Firma Corntec in Twist
Die neue Stoffstrombilanz war ein Thema beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (3.v.l.) bei der Firma Corntec in Twist