Berlin/Hannover. Satelliten steuern Traktoren, Roboter melken Kühe und neue Sensoren überwachen die Gesundheit jedes einzelnen Tieres im Stall. Wenn es um die Digitalisierung geht, sind Landwirte Vorreiter. Und so stellten auch viele Unternehmen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim letzte Woche auf der Tierhaltungsmesse EuroTier in Hannover ihre neuesten Techniken vor.
„Viele haben ein romantisches Bild von Bauern vor Augen, wie es sie vielleicht in Kinderbüchern geben mag. Landwirte sind heute aber Innovatoren, die die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen: Pflanzenschutzmittel können zielgenauer und sparsamer eingesetzt, Tiere besser versorgt und die Verbraucher transparenter informiert werden“, so Albert Stegemann, Agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Das diene Mensch, Tier und Umwelt.
So möchte das Unternehmen Allflex mit Standort in Bad Bentheim die Kennzeichnung von Kühen intelligenter machen. Dafür sollen Ohrmarken den Landwirten künftig alle wichtigen Informationen über das Tier digital zur Verfügung stellen. „Das senkt die Kosten und erhöht den Arbeitssicherheit für den Landwirten“, betont Geschäftsführer Mathieu van Delden im Gespräch. Zudem stellte das Unternehmen Lösungen vor, mit denen der Einsatz von Medikamenten weiter reduziert werden könne.
Den Stall der Zukunft entwickelt Hölscher + Leuschner aus Emsbüren. Klima- und Fütterungscomputer helfen, Tiere bei optimalen Umweltbedingungen in den Ställen aufzuziehen. Geschäftsführer Dr. Richard Hölscher lobte hierbei die Innovationsförderung des Landwirtschaftsministeriums. „Was wir nun brauchen sind zeitnahe klare rechtliche Definitionen, wie der Stall der Zukunft auszusehen hat. Das schafft Verlässlichkeit für Landwirte und Hersteller“, so Hölscher. Stegemann betonte, dass man in Berlin gerade hieran intensiv arbeite, zugleich seien aber auch noch viele baurechtliche Fragen zu klären.
Der Fortschritt ist nicht auf Computer und digitale Systeme beschränkt: Auch die rasanten Fortschritte der Biotechnologie werden von regionalen Unternehmen genutzt. Die Genomanalyse hilft der Genes Diffusion mit einer Tochterfirma bei Bad Bentheim, die besten Bullen für die Zucht auszuwählen. Besonderen Wert legt das Unternehmen dabei auf hochwertige Inhaltsstoffe in der Milch.
Zum Abschluss der Eurotier erörterte Stegemann die Chancen und Herausforderungen durch die Digitalisierung bei einer Podiumsdiskussion mit der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft und dem Digitalverband bitkom. „Landwirtschaft brauche Akzeptanz der in der Gesellschaft“, betonte der Abgeordnete. „Viele landwirtschaftliche Familien verzweifeln aber daran, wie sie den wechselnden gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden können. Digitale Techniken bieten hier eine große Chance. So können Versorgung und Gesundheit der Nutztieren verbessert und der Verbraucher genauer über die Produkte informiert werden.“
Im Übrigen seien die Bauern viel fortschrittlicher, als viele glaubten. „Bei der Digitalisierung können andere Branchen noch etwas von der Landwirtschaft lernen“, so Stegemann.
Foto (v. l.): Miriam Taenzer (bitkom), Albert Stegemann (CDU), Dr. Gero Hocker (FDP), Carsten Gieseler (fodjan GmbH), Gesa Lampe (Junge DLG), Hubertus Paetow (Präsident des DLG)
Berlin. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann kamen vier junge Erwachsene aus Nordhorn zu den 25. Tagen der Begegnung nach Berlin. Vom 7. bis 9. November trafen sich politisch interessierte junge Menschen aus ganz Deutschland im Bundestag. Im Zentrum stand der Austausch über Glauben, Werte und Politik in vielen persönlichen Gesprächen mit Politikern aller Parteien.
Stegemann freut sich über die Teilnahme der Nordhorner: „Junge Menschen, die sich engagieren und mit Politik beschäftigen, sind ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Es freut mich besonders, dass bei den Tagen der Begegnung Glaube und Werte im Fokus stehen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass sich Politik von Werten und Grundüberzeugungen leiten lässt.“
Die rund 180 Teilnehmer und Teilnehmerinnen bekamen einen Einblick in die Arbeit des Parlaments und den Alltag der Abgeordneten. Thematisch deckte das Programm ein breites Spektrum ab: Von „Warum die Welt noch zu retten ist“ bis hin zu „Was macht die Kirche bei den Mächtigen“ standen Diskussionen vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Fragen auf dem Programm. Höhepunkte waren unter anderem Gespräche mit dem Vorsitzenden der Unionsfraktion Ralph Brinkhaus sowie mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dem Schirmherrn der Veranstaltung. Am Freitagmorgen trafen sich die Besucher aus der Grafschaft mit Albert Stegemann, um sich während eines Frühstücks kennenzulernen und über die Impulse aus den vergangenen Tagen auszutauschen.
Die Tage der Begegnung werden durch den gemeinnützigen Verein
„Internationales Jugendforum e.V.“ veranstaltet und von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
Foto (v. l.): Albert Stegemann MdB, Miguel Palstring, Janine Hüseman, Pascale Dannenberg
Berlin. Die Schulinitiative Smart School des Digitalverbandes Bitkom möchte auch in diesem Jahr digital fortschrittliche Schulen auszeichnen. „Schüler in der Grafschaft und im Emsland brauchen eine zeitgemäße Bildung, um auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt mithalten zu können. Um dies zu gewährleisten, müssen Medien und Technik Teil des Lehrplans sein“, betont der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.
Die auserwählten Schulen sollen Vorbilder für digitale Bildung sein. Folglich werden unter den allgemein- und berufsbildenden Schulen herausragende digitale Projekte oder eine besonders gute Integration von digitalen Medien in den Unterrichtsalltag gesucht. Dabei geht es nicht nur um eine gute technische Infrastruktur, sondern auch darum, wie Inhalte digital vermittelt werden. Dazu müssen die Lehrkräfte geschult und entsprechende pädagogische Konzepte umgesetzt werden.
Das Emsland und die Grafschaft sind bei der Digitalisierung an den Schulen bereits auf einem guten Weg. In der Grafschaft Bentheim gibt es einen medienpädagogischen Berater und auch für die Bildungsregion Emsland ist dies ein bedeutsamer Aufgabenbereich. „Vielen Schulen fehlen aber die Mittel, um die digitale Bildung in der Praxis umzusetzen oder können diese neuen Kompetenzen noch nicht vermitteln“, räumt Stegemann ein.
Dies sei grundsätzlich Aufgabe der Länder. Mit dem DigitalPakt Schule will der Bund nun aber die Länder bei einer besseren Ausstattung der Schulen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Ziel sei es, sowohl die Infrastruktur als auch die Anschaffung von stationären Endgeräten zu unterstützen. Hierzu bedarf es einer Änderung des Grundgesetzes.
Die Gewinner beim Smart School Wettbewerb von Bitkom tragen mit der Auszeichnung den Titel „Smart School“. Sie werden Teil eines bundeweiten Netzwerkes und zukünftig durch namenhafte Unternehmen aus dem digitalen Sektor unterstützt.
Auf der Seite www.smart-school.de befinden sich alle nötigen Angaben zur Teilnahme am Wettbewerb. Der Einsendeschluss ist der 11.01.2019. Die Gewinner werden auf dem Bitkom Bildungskongress am 11./12. März 2019 ausgezeichnet.
Für weitere Informationen und Rückfragen melden Sie sich gerne im Büro von Albert Stegemann (Tel.: 030/227-77155, E-Mail: albert.stegemann@bundestag.de).
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Berlin. Zwei Denkmäler aus der Grafschaft Bentheim werden vom Bund gefördert. Das historische Ackerbürgerhaus an der Hagenstraße in Nordhorn erhält Fördermittel in Höhe von 220.000 Euro. Darüber hinaus bekommt auch die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Uelsen 125.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm. Dies gab der Haushaltsausschuss des Bundestages am heutigen Donnerstag bekannt.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann begrüßt die Entscheidung sehr: „Es freut mich sehr, dass die beiden Projekte von den Geldern profitieren. Zwei historische Kulturdenkmäler der Grafschaft werden hier gefördert. Das ist ein toller Erfolg für die Projekte. Dies zeigt auch, dass der Landkreis kulturell viel zu bieten hat.“
Die Fördermittel kommen aus dem bewährten Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung. Damit sollen national wichtige oder das kulturelle Erbe prägende Denkmäler gefördert werden. In diesem Jahr werden 30 Millionen Euro für Erhalt und Pflege zur Verfügung gestellt. Der Bund beteiligt sich dabei mit bis zu 50 % an den Ausgaben für einzelne Projekte. Das Programm wird durch die Staatsministerin Monika Grütters (CDU) als Beauftragte für Kultur und Medien getragen.
Auch in der Vergangenheit war die Grafschaft bei Denkmalschutz-Sonderprogrammen erfolgreich. So wurde das Kloster Frenswegen 2013 mit 180.000 Euro gefördert. Damit sollte die Gestaltung der Gartenanlagen und der Erhalt der historischen Klostermauer gefördert werden.
Der Beschluss wurde in der heutigen Sitzung des Haushaltsausschusses im Rahmen der Verhandlungen über den Bundeshaushalt 2019 gefasst. Dieser wird in zwei Wochen im Plenum von allen Bundestagsabgeordneten beraten. Die endgültige Abstimmung findet am 23. November statt.
Berlin. Der barrierefreie Ausbau am Bahnhof Geeste wird komplett durch den Bund finanziert. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Haushaltsausschuss am heutigen Donnerstag. Das teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann mit. „Mit dem Geld sollen die Bahnsteige in Geeste modernisiert sowie weitere Detailmaßnahmen umgesetzt werden. Die Planungen sollen zeitnah abgeschlossen werden, um dann mit den Baumaßnahmen beginnen zu können“, fasst Stegemann zusammen. Damit könne die Attraktivität des Bahnhofs deutlich gesteigert werden. Ein konkretes Datum für einen Baubeginn steht noch nicht fest.
Die Modernisierung am Bahnhof in Geeste soll über das „Zukunftsinvestitionsprogramm“ umgesetzt werden. Bisher waren zwar die Mittel für die Planung der Projekte vorhanden, jedoch noch nicht für die bauliche Umsetzung. „Dies ändert sich jetzt mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses. Insgesamt werden wir in den Jahren 2019 bis 2026 330 Millionen Euro in kleine Bahnhöfe investieren“, so Stegemann. Die Baumaßnahmen an Bahnhöfen werden zu 100 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanziert. Die komplette Kostenübernahme stelle eine Ausnahme dar.
„Bürgermeister Helmut Höke hat das Projekt in Geeste mit großem Engagement vorangetrieben, das wird sich positiv auf eine zeitnahe Realisierung auswirken“, so Stegemann. In den letzten Jahren hatten sich Höke und Stegemann immer wieder an das Bundesverkehrsministerium sowie an die DB Station & Service AG gewandt, um den Bahnhof Geeste zeitnah barrierefrei ausgestalten zu können. „An dieser Stelle möchte ich auch betonen, dass sowohl das Verkehrsministerium als auch die Deutsche Bahn immer sehr offen für einen zeitnahen Umbau waren. Bisher fehlten aber das Geld und eine abgeschlossene Planung. Beides dürfte sich nun bald ändern“, unterstreicht Stegemann.
Rüder Kruse als Berichterstatter für Verkehr und digitale Infrastruktur im Haushaltsausschuss des Bundestages informierte Stegemann am Morgen über den bevorstehenden Haushaltsbeschluss. In diesem Zusammenhang betonte dieser, dass es eine der wichtigsten Aufgaben von Politik sei, jedem Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – insbesondere wenn er durch eine körperliche Behinderung in dieser Freiheit eingeschränkt ist. „Vor diesem Hintergrund war es uns als CDU und CSU ein Anliegen, hier einen Beitrag zu leisten und im Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages die vollständige Kostenübernahme für 118 zukünftig barrierefreie Bahnhöfe zu beschließen. Nicht zuletzt profitieren auch Familien mit Kinderwagen und Radfahrer von dieser Maßnahme“, so der Verkehrspolitiker.
Das „Zukunftsinvestitionsprogramm“ wurde 2015 aufgelegt. Der Bund hat damit einen Planungsvorrat zur Verbesserung kleiner Bahnhöfe mit weniger als 1.000 Fahrgästen pro Tag geschaffen. Im aktuellen Planungsvorrat befinden sich 118 Bahnhöfe. Die Planungen für diese Bahnhöfe sollen bis 2021 abgeschlossen werden. Der Bundeshaushalt für 2019 wird in der 47. Kalenderwoche im Deutschen Bundestag beraten und soll am 23. November von den Parlamentariern beschlossen werden.
Berlin. Die Bahnstrecke Bad Bentheim – Löhne hat voraussichtlich keine Aussicht auf Gelder des Bundesverkehrsministeriums zum Streckenausbau. Darüber informierte das Ministerium die Bundestagsabgeordneten am heutigen Dienstag. Hierzu äußert sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann: „Die neue Bewertung durch das Bundesverkehrsministerium bedauere ich sehr. Noch im März hat die
Bundesregierung die Bedeutung der Strecke für die Hinterlandanbindung der Seehäfen betont. Als wichtiges Infrastrukturprojekt für das Emsland und die Grafschaft Bentheim habe ich mich bereits früh gemeinsam mit anderen Akteuren in der Region für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf eingesetzt.
Bisher zeigte sich das Bundesministerium offen dafür, die Strecke als Teil der wichtigen Ost-West-Verbindung zur Hochgeschwindigkeitsstrecke auszubauen. Dadurch könnten Züge bis zu 200 km/h fahren und so Reisezeiten verkürzt werden. So hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium Enak Ferlemann noch im Sommer 2016 eine Aufwertung der Strecke als „Vorhaben des vordringlichen Bedarfs“ in Aussicht gestellt. Im März 2017 trafen sich Vertreter der EUREGIO und der CDU in Berlin, um die Bedeutung der Strecke zu betonen.
Stegemann setzt sich weiterhin gemeinsam mit Vertretern der Region für die Strecke ein. Neben dem Streckenausbau fordert die Region auch neues Zugmaterial im
Fernverkehr sowie beispielsweise Verbesserungen der Anschlussverbindung in Bad Bentheim. Zum Hintergrund: Zum 30.12.2016 trat das Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesschienenausbaugesetzes (BSWAG) in Kraft. Die Strecke Bad Bentheim -Löhne wurde hier als eine von 44 Projekten in der Kategorie „Potentieller Bedarf“ eingestuft. Für diese Projekte stehen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2030 nach aktueller Planung 6,35 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit der aktuellen Bewertung wurde das Projekt nun der Kategorie „Kein Bedarf“ zugeordnet.
Berlin. Die Klasmann-Deilmann-Gruppe aus Geeste ist eines der innovativsten Unternehmen im Bereich der Substrate und Erden weltweit. Nun ist das Unternehmen ausführende Einrichtung in einem vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Verbundprojekt, mit dem Treibhausgas-Emissionen aus der Pflanzenproduktion weiter gesenkt werden sollen. Das teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann in dieser Woche mit.
„Die Klasmann-Deilmann-Gruppe ist ein weltweiter Innovationstreiber bei Substraten und Erden. Das Unternehmen hat bereits früh auf das richtige Pferd gesetzt, die nachhaltige Torf- und Substratindustrie“, so der CDU-Abgeordnete. Daher sei es nur folgerichtig, das Unternehmen aus Geeste in das Verbundprojekt „Technische Verfahren für geschlossene Pflanzenproduktionssysteme zur Minderung von THG-Emissionen und klimawandelbedingten abiotischen Stress“, kurz MinTHG, einzubinden.
Das gesamte Verbundprojekt läuft über drei Jahre bis Mitte 2021. In drei Teilprojekten werden weiterentwickelte und intelligent gesteuerte Gewächshaussysteme erforscht und erprobt. Durch bessere Produktionssysteme sollen so am Ende nicht nur die Treibhausgasemissionen gesenkt, sondern auch weniger Frischwasser und Dünger verbraucht werden. Das Verbundprojekt mit vier Teilprojekten beläuft sich auf eine Fördersumme von rund 845.000 Euro. Das Teilprojekt, in das Klasmann-Deilmann eingebunden ist, wird mit rund 15.000 Euro gefördert.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft investiert rund 10 Prozent seiner Haushaltsmittel in Forschungs- und Innovationsprojekte. 2018 waren es 380 Millionen Euro, der Betrag soll 2019 auf über 400 Millionen Euro ansteigen. „Als Politik verstehen wir uns als Partner der Unternehmen. Gemeinsam arbeiten wir an mehr Umwelt- und Klimaschutz aber auch an der Tierhaltung von morgen. Daher fördern wir gezielt Projekte in diesen Bereichen und unterstützen innovative Ansätze im ländlichen Räum oder der Digitalisierung. Unsere heimischen Unternehmen sollen auch morgen wettbewerbsfähig und zu gleich nachhaltig produzieren können“, so Stegemann.
Berlin. Die Kita Ev.-luth. Johannes Kindertagesstätte hat sich gegen rund 1.600 Einrichtungen und Initiativen durchgesetzt und wurde nun als eine von 25 Kitas für den Deutschen Kita- Preis nominiert. Nun hat die Einrichtung aus Neuenhaus gute Chancen, eine der begehrten Trophäen im Mai 2019 mit nach Hause zu nehmen. „Die Johannes Kindertagesstätte wurde zurecht nominiert. Sie steht beispielhaft für die beeindruckende und sicher nicht immer ganz leichte Arbeit, die die Erzieherinnen und Erzieher bei uns im Emsland und der Grafschaft Bentheim jeden Tag leisten“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann.
Als die Leiterin Ulrike Büscher und ihr Team von der Nominierung erfahren haben, war die Freude groß. „Wir waren total überrascht, dass wir es tatsächlich unter die besten 25 Kitas in Deutschland geschafft haben sollen. Das hat uns über alle Maßen gefreut“, so Büscher. Bereits im Sommer besuchte die Grafschafter CDU die Johannes Kindertagesstätte im Rahmen der Sommertour des Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers. Die Gruppe informierte sich unter Leitung des CDU-Ortsvorsitzenden Carl Hendrik Staal über das Konzept als Bewegungskindergarten und war sichtlich beeindruckt. „Wir arbeiten integrativ nach dem ‚offenen Konzept‘ und legen dabei großen Wert auf Sprachförderung, jahrgangsübergreifende Erziehung und Kooperationen mit den Schulen“, so die Leiterin seinerzeit.
Die Evang.-Luth. Johannes Kindertagesstätte ist eine der ersten geförderten Einrichtungen im Bundesprogramm „Sprach-Kita“. So wird die Einrichtung seit 2016 jährlich mit 25.000 Euro vom Bund unterstützt. Mit dem Geld kann eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle zur Sprachförderung finanziert werden. „Gleichwohl sei die Personaldecke im Alltag nach wie vor eng“, räumt Stegemann ein. In der letzten Woche war zudem eine Erzieherin aus der Kindertagesstätte gemeinsam mit weiteren Erzieherinnen aus der Region auf Einladung des Abgeordneten im Rahmen einer Bundespresseamtsfahrt in Berlin.
Der Deutsche Kita-Preis wurde vom Bundesfamilienministerium und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiierte, um besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung auszuzeichnen. Die Preisvergabe findet im Mai 2019 statt. Eine Kita und ein lokales Bündnis dürfen sich dann über jeweils 25.000 Euro freuen. Vier weitere Kindertagesstätten und vier weitere Bündnisse für frühe Bildung werden mit jeweils 10.000 Euro geehrt. Zudem wird erstmals der ELTERN-Sonderpreis für Kitas vergeben.
Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zur Auswahl der Preisträger finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.
Berlin. Für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten und Kindergärten aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim ging es in der letzten Woche nach Berlin. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann konnte sich die 50-köpfige Besuchergruppe im Rahmen einer Bundespresseamtsfahrt über das politische Geschehen in der Hauptstadt informieren. Stegemann möchte mit der Fahrt insbesondere die tägliche Arbeit der Berufsgruppe würdigen. „In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen in Kitas immer weiter erhöht. Erzieherinnen und Erzieher leisten einen entscheidenden Beitrag zur Kindesentwicklung und Vorbereitung auf die Schule. Daher haben sie hohen Respekt verdient.“ Aus diesem Anlass hatte er Erzieherinnen aus den 44 Kindertagesstätten, die im mittleren und südlichen Emsland sowie der Grafschaft Bentheim mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ gefördert werden, für vier Tage nach Berlin eingeladen.
Zum Abschluss der Fahrt diskutierten die Gäste mit dem Abgeordneten über die aktuellen Herausforderungen in den Kitas. Die längeren Öffnungszeiten und neue Ansprüche von Politik und Eltern stellen die Erzieherinnen und Erzieher vor zusätzliche Herausforderungen. Im Gespräch forderten Reiseteilnehmer zusätzliches Geld und Personal. Hier betonte Stegemann, dass der enorme Ausbau der Kinderbetreuung ein Kraftakt sei. Gerade Verbesserungen beim Verhältnis von Personal zu Kindern seien mit hohen Kosten verbunden, die finanzierbar bleiben müssten.
Die aktuellen Beratungen über zusätzliche Fördermittel für Kitas im Bundestag begrüßte Stegemann als Beitrag, die Probleme zu entschärfen. Mit dem Gute-Kita- Gesetz möchte die Bundesregierung 5,5 Milliarden Euro bis 2022 zur Verfügung stellen. „Mit diesen Geldern können zusätzliche Stellen finanziert, neue Kita-Plätze geschaffen und die Erzieherinnen und Erzieher besser unterstützen werden“, so Stegemann. Wie das Geld genau eingesetzt wird, liegt in der Verantwortung der Bundesländer. Neben der inhaltlichen Diskussion besichtigte die Gruppe das politische Berlin, lernte aber auch die Geschichte und Kultur Berlins besser kennen. So standen eine Stadtrundfahrt sowie zahlreiche Museen und Bildungseinrichtungen, wie das Haus der
Wannsee-Konferenz oder die Gedenkstätte Berliner Mauer, auf dem Programm.
Foto: Besuchergruppe mit Albert Stegemann MdB auf der Besucherebene im Reichstagsgebäude (Copyright: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA))