Berlin. Noch bis zum 17. Januar sucht der Deutsche Bundestag Teilnehmer für den Jugendmedienworkshop in Berlin. Vom 21. bis 28. März beschäftigen sich die Jugendlichen unter dem Motto „Stadt, Land, Flucht!?“ mit Leben und Arbeiten in der Stadt und auf dem Land. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann ermutigt Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren, sich um die Teilnahme zu bewerben.

„Viele junge Leute in der Grafschaft und im Emsland beschäftigen sich mit der Frage wo und wie sie künftig leben wollen. Oft sind Familie und Freunde gute Gründe, um nach dem Schulabschluss im ländlichen Raum zu bleiben und eine Ausbildung zu machen. Auch wer studieren möchte, muss nicht zwangsläufig in eine Großstadt ziehen. Der Campus Lingen beispielsweise bietet ein breites Angebot an Studiengängen“, unterstreicht Stegemann. Letztendlich müssten die Jugendlichen Vor- und Nachteile abwägen.

Der Medienworkshop eigne sich daher gut, um einen Überblick über das Leben in der Stadt und auf dem Land und gleichzeitig über moderne Medienarbeit zu erlangen, so der Abgeordnete. Die Teilnehmer werden in dieser Woche die Hauptstadt besser kennenlernen, in einer Redaktion mitarbeiten und an einer Plenarsitzung des Bundestages teilnehmen. Abgerundet wird das Ganze mit einem eigenen Beitrag in dem Jugendmagazin politikorange.

Der Jugendmedienworkshop findet 2020 zum 17. Mal statt und wird gemeinsam mit dem Jugendpresse Deutschland e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet. Jugendliche können sich noch bis zum 17.01.2020 auf der Webseite www.jugendpresse.de/bundestag bewerben.

Berlin. Einen Förderbescheid in Höhe von je 100.000 Euro konnten der Landkreis Emsland und Grafschaft Bentheim am vergangenen Donnerstag (19. Dezember) nach der Förderrichtlinie „5G Innovationswettbewerb im Rahmen der 5 x 5G-Strategie“ entgegen nehmen. „Das Emsland kann damit erste Ideen zur 5G-Technik weiterentwickeln“, erklärte der für Kreisentwicklung zuständige Dezernent Michael Steffens, der den Förderbescheid von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, entgegen nahm.

Das Innovationsprogramm geht auf die 5 x 5G-Strategie zurück und soll die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen ermöglichen. Auf diese Weise sollen potenzielle Nachfrager und Anbieter von innovativen 5G-Mobilfunklösungen zusammengeführt und die Potenziale des 5G-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden. Bundesweit wählte das Bundesverkehrsministerium aus insgesamt zahlreichen Anträgen 50 Regionen aus, die Zuwendungen bis zu 100.000 Euro erhalten.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und Datengrundlagen geschaffen, um gegebenenfalls sofort Fördermittel beantragen zu können. Das hat uns auch hier geholfen, erfolgreich Zuwendungen einwerben zu können“, erläutert Steffens.

Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann betont die Wichtigkeit des neuen Standards: „Im Emsland wird Zukunft gelebt. Das weiß der Bund, und traut unserer Region zu, auch ein Konzept für 5G zu schreiben. Das zeigt der Zuschlag für 5G-EL. Wir wissen: 5G wird die Weichen für neue Anwendungen in allen Bereichen stellen – von Landwirtschaft bis Industrie. Die Nutzungsmöglichkeiten von 5G sind riesig. Alles das bietet das Emsland. Es ist eines der Zukunftslabore für Deutschland.“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann freut sich über die Förderung: „Das Emsland und die Grafschaft Bentheim haben sich mit ihren Projekten beim ‚5G Innovationsprogramm‘ des Bundes unter 138 Antragsstellern durchgesetzt. Das ist der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem modernen und flächendeckenden Mobilfunknetz in unserer Heimat. Nun gilt es das Projekt mit Leben zu füllen, damit am Ende auch eine Investitionsförderung des Bundes folgt. Dafür werde ich mich in Berlin einsetzen.“

Mit den jetzt überreichten Fördermitteln sollen weitere Konzepte ausgearbeitet werden, um konkrete 5G-Projekte in Pionierregionen organisatorisch, technisch und wirtschaftlich vorbereiten zu können. Der Landkreis Emsland wird nun zu Beginn des neuen Jahres mit der Ausarbeitung des Konzepts in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft starten. Konkret soll mit Hilfe der Fördermittel eine Modellregion errichtet werden, in der verdeutlicht wird, wie 5G in einer Grenzregion und im ländlich geprägten Raum mit regionalen Unternehmen angeschoben werden kann, so dass sich deren Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Dabei sollen 5G-Anwendungen in den Bereichen Industrie 4.0, Landwirtschaft und Logistik ausgearbeitet werden.

In einer weiteren Phase der 5 x 5G-Strategie wird das Bundesministerium ausgewählte Projekte mit einer Umsetzungsförderung prämieren. Auch hier strebt der Landkreis Emsland eine Bewerbung um Fördermittel an.

Förderbescheidübergabe 5G mit Albert Stegemann, Uwe Fietzek, Michael Steffens und Gitta Connemann

Lingen. Nach der hervorragenden Platzierung der Genius Genossenschaft auf dem sechsten Platz des Bundesschülerfirmenwettbewerbs hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann das Team der Lingener Schülerfirma der Gesamtschule Emsland besucht und ihm zur erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme gratuliert. „Immer wieder erlebe ich, dass die Schulen im Emsland und der Grafschaft Schülerinnen und Schüler mit innovativen Lernkonzepten zu Höchstleistungen motivieren. Ihr habt hier wirklich etwas erreicht“, lobt Stegemann die Zehntklässlern hinter der Genius Genossenschaft.

Der Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums soll Schüler ermutigen eine Geschäftsidee zu entwickeln und diese im Rahmen und mit Unterstützung der Schule umzusetzen. Die besten Schülerfirmen aus ganz Deutschland werden mit Preisgeldern ausgezeichnet. Schulleiter der Gesamtschule Emsland Martin Weber ist stolz auf die Genius Genossenschaft seiner Schüler: „Mit diesen Projekten lernen die Schüler Fähigkeiten für das gesamte Leben. Dem Nachhaltigkeitsaspekt kommt dabei eine besondere Rolle zu. Gemeinsam können wir hier sehr viel erreichen.“

Zurzeit betreibt die Schülergenossenschaft einen Stand mit Fair-Trade-Produkten und erfüllt Kundenwünsche im Bereich der Holzverarbeitung. „Qualität und Regionalität unserer Produkte sind uns sehr wichtig. Trotzdem müssen wir natürlich auch unser Angebot auf die Nachfrage unserer Kunden abstimmen“, erklärt der Geschäftsführer der Schülergenossenschaft. Im neuen Jahr wollen sich die Schüler mit dem Thema Insektenschutz beschäftigen und planen dafür ein Bienenvolk an der Schule anzusiedeln und eigenen Honig zu erzeugen. Der Honig soll an Schüler, Eltern und Lehrer verkauft werden. Stegemann ist nach der Vorstellung der Schülerfirma begeistert: „Ihr erhaltet nicht nur durch praktische Aufgaben einen Einblick in die soziale Marktwirtschaft, sondern trefft mit euren Projekten sogar die aktuellen Themen der Berliner Politik.“

Nicht zuletzt dienen die Erfahrungen aus der Schülerfirma der Berufsorientierung. So erklären zumindest fünf der zwölf Schüler, dass sie durch die Arbeit in der Holzverarbeitung und die große ehrenamtliche Unterstützung und Begeisterung von ihrem Teamleiter Herrn Fickers nach der Schule im handwerklichen Bereich tätig werden wollen.

Jörg Kutschke (Lehrkraft), Martin Weber (Schulleiter), Albert Stegemann MdB, Team der Schülerfirma Genius Lingen, Sebastian Behner (Lehrkraft)

Berlin. Anlässlich der heutigen Walddebatte im Deutschen Bundestag erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann: „Die letzten beiden Jahre waren äußerst schwierig für den deutschen Wald. Stürme, Dürre, Schädlinge und Brände haben schwere Schäden auf rund 180.000 Hektar angerichtet. Der drastische Preisverfall auf dem Holzmarkt bringt viele Waldbesitzer und Forstbetriebe in Existenznot. Die CDU/CSU-Fraktion handelt entschlossen, um unsere Wälder zu schützen und den Menschen zu helfen, die mit und vom Wald leben.

Mit dem Antrag „Unser Wald braucht Hilfe – Waldumbau vorantreiben“ bringen wir Maßnahmen auf den Weg, unsere Wälder für den Klimawandel fit zu machen. Zudem haben wir im Bundeshaushalt 2020 dafür gesorgt, dass der Bund in den kommenden vier Jahren 547 Mio. Euro bereitstellt. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) werden die Hilfen von den Ländern auf rund 800 Mio. Euro aufgestockt. Das bringt einen gewaltigen Schub, um Schadholz zu beseitigen und mit widerstandsfähigen Baumarten stabile Mischwälder zu schaffen.“

Waldumbau vorantreiben – Holznutzung fördern

Der forstpolitische Sprecher, Alois Gerig ergänzt: „Besonders Kleinwaldbesitzer brauchen jetzt Unterstützung. Wir sind uns mit der Bundesregierung einig, dass angesichts der dramatischen Waldschäden eine nationale Kraftanstrengung erforderlich ist. Denn unsere Wälder sind unverzichtbar – für den Schutz die Biodiversität, als Erholungsraum für Menschen und auch als ein Stück Heimat. Darüber hinaus sind unsere Wälder sehr wichtige Klimaschützer. Sie binden 127 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr – das entspricht 14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen unseres Landes.

Auch durch mehr Holznutzung können wir zum Klimaschutz beitragen, da Holzprodukte das von den Bäumen aufgenommene CO2 langfristig speichern. Deshalb macht sich die CDU/CSU-Fraktion dafür stark, Bauen mit Holz zu erleichtern. Mit Holzbauten kann schnell und kostengünstig dringend benötigter neuer Wohnraum geschaffen werden. Auch gilt es, Rest- und Schadhölzer sinnvoll energetisch zu verwerten und neue Holznutzungen zu erschließen, beispielsweise als Ersatz für Plastik. Uns ist wichtig, die Forst- und Holzwirtschaft zu stärken – sie sichert Wertschöpfung und Arbeitsplätze besonders im ländlichen Raum.“

Berlin. Die Mehrgenerationenhäuser in Lingen, Nordhorn und Emlichheim erhalten in Zukunft einen um 10.000 Euro erhöhten jährlichen Bundeszuschuss. Das teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete für das Emsland und die Grafschaft Albert Stegemann heute mit. Die zusätzlichen Mittel hat der Deutsche Bundestag jüngst beschlossen. Stegemann freut sich: „Damit können nicht nur steigende Kosten aufgefangen werden, sondern auch die guten Angebote der Mehrgenerationenhäuser weiter ausgebaut werden.“

In den bundesweit rund 540 Mehrgenerationenhäusern können sich Jung und Alt begegnen, voneinander lernen und sich für die Gemeinschaft starkmachen. „Die Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte für alle Generationen. Sie fördern das generationenübergreifende Miteinander und Engagement. Die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen verdient unsere Wertschätzung und Unterstützung“, meint Stegemann. In der Erhöhung der Förderung komme diese Wertschätzung zum Ausdruck.

Berlin. „Die Mobilitätsangebote der Zukunft müssen miteinander vernetzt sein“, ist sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann sicher und freut sich, dass das Projekt „Emsland vernetzt unterwegs“ (ELVU) des Landkreis Emslandes nun mit einer Summe von 180.000 Euro durch das Bundesprogramm ländliche Entwicklung gefördert wird. Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Daseinsversorgung durch die Einbeziehung von Elektromobilität. „Wir brauchen genau solche regionalen Projekte, die bedarfsgerecht die Mobilität im ländlichen Raum weiterentwickeln“, so der Bundestagsabgeordnete für das Emsland Albert Stegemann.

Das Bundesprogramm für ländliche Entwicklung ist Teil einer Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Förderung des ländlichen Raumes und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Gebieten Deutschlands. ELVU widmet sich diesem Gedanken im Feld der Mobilität. Dabei geht es vor allem darum, die Anforderungen der Emsländer an die Mobilitätsangebote festzustellen und darauf basierend neue Angebote zu entwickeln und zu realisieren. So sollen beispielsweise regionale Unternehmen durch elektrobetriebene Lieferfahrzeuge einbezogen werden, aber auch ein effizienter Fahrdienst durch digitale Vernetzung per App erschlossen werden.

Beteiligte Partner am geförderten Projekt sind VW-Nutzfahrzeuge, EWE mit dem Tochterkonzern WAYDO, innogy, das Elektronikunternehmen Otten aus Meppen und die Stabsstelle des Landrates Emsland.

Berlin. Die Gewinner des Wettbewerbs „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ sind am vergangenen Donnerstag (12. Dezember) in Berlin von Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, verkündet worden. Der Landkreis Emsland wurde als eine der Vorreiter- und Leuchtturmregionen ausgezeichnet, die künftig die Anwendung von Wasserstoff auf den Ebenen Wirtschaft, Mobilität und Energieversorgung in den einzelnen Regionen vorantreiben und damit auf breiter Ebene auch mit Außenwirkung demonstrieren werden.

Der Landkreis Emsland hatte das Projekt „H2-RegionEmsland“ eingereicht und mit diesem „herausragenden und förderwürdigen Konzept in der Kategorie HyExperts“ – so die Begründung des Ministeriums – die Förderung erhalten. Dem Emsland sollen nun bis zu 300.000 Euro in Form einer Zuwendung für Beratungs- und Planungsleistungen zur weiteren Ausarbeitung des Wasserstoff-Konzepts zur Verfügung gestellt werden. Der Förderbescheid ging im Beisein der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Albert Stegemann aus den Händen von Minister Scheuer an Oberbürgermeister Dieter Krone (Stadt Lingen (Ems)) und Landrat Marc-André Burgdorf.

„Das ist ein echter Grund zur Freude für uns. Wir können mit dieser Unterstützung vom Emsland aus unseren Beitrag dazu leisten, dass wir der Energiewende und den Klimaschutzzielen einen entscheidenden Schritt näher kommen“, betont Burgdorf.

„Das Emsland schreibt Energiegeschichte. Die Welt braucht neue Energiekonzepte. Im Emsland wird dafür gearbeitet. Mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und Modelltechnologien wird die Energieversorgung der Zukunft entwickelt – und das klimaschonend. Das ist Innovation pur. Und das unterstützen wir als Bund“, hält Connemann fest.

Auch Albert Stegemann ist sich sicher: „Die Wasserstoff-Technologie wird einen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Emsland hat mit der Förderung die Möglichkeit ein Vorreiter in Deutschland zu werden. Diese Chance müssen wir nutzen.“

„Wir verstehen die Auszeichnung ,Wasserstoffregion´ als Bestätigung der sehr guten Arbeit, die hier geleistet wird: Lingen und das Emsland sind ein starker Energieerzeugungsstandort und Netzknotenpunkt. Mit der Produktion und Anwendung von Wasserstoff kann hier vor Ort die Energiewende gestaltet werden. Zudem haben wir mit den Unternehmen, der Hochschule und den beteiligten Kommunen die passenden Akteure vor Ort“, freut sich Krone.

Das BMVI fördert mit dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) aktiv die Markteinführung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendungen, indem es Forschungs- und Entwicklungs-, aber auch Beschaffungsvorhaben finanziell begleitet. Ziel ist neben dem Beitrag zum Klimaschutz insbesondere der Erhalt und Ausbau der Technologieführerschaft der deutschen Industrie und die damit verbundene Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze. „Im NIP unterstützt mein Haus auch die Erarbeitung, Verfeinerung und Umsetzung integrierter Wasserstoff-Konzepte, die sich mit der regionale Erzeugung von – möglichst grünem – Wasserstoff, seiner Bereitstellung und mit der Nachfrage durch konkrete Anwendungen vor Ort, vor allem im Verkehrsbereich, beschäftigen“, so Minister Scheuer.

Neben dem Landkreis Emsland wurden 15 weitere Gewinner in der BMVI-Initiative „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ benannt. Den 13 HyExpert-Regionen werden jeweils 300.000 Euro zur Verfügung gestellt, um konkrete Projektideen für Wasserstoffkonzepte zu erstellen und zu berechnen. Für die drei Gewinner der Kategorie HyPerformer stehen jeweils 20 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Konzepte mit Wasserstoff und Brennstoffzellen bereit. Das Projektvolumen der drei HyPerformer beträgt insgesamt 195 Millionen Euro. Die Mittel kommen aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Daneben fördert die Bundesregierung derzeit bundesweit 20 Reallabore, in denen u. a. Unternehmen Wasserstofftechnologien im industriellen Maßstab erproben. Eines davon befindet sich mit der H&R Pharmazeutischen Spezialitäten GmbH, Salzbergen, ebenfalls im Landkreis Emsland.

Oberbürgermeister Dieter Krone, MdB Gitta Connemann, Minister Andreas Scheuer, Landrat Marc-André Burgdorf, Dr. Tim Husmann, Netzwerkmanager IT-Dienstleistungsgesellschaft Emsland, Martina Kruse, Wirtschaftsförderung Landkreis Emsland, MdB Albert Stegemann, N.N., N.N. und N.N. bei der Übergabe des Förderbescheids. (Foto: BMVI)

Berlin. Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett den 13. Tierschutzbericht der Bundesregierung beschlossen. Dazu erklärt Albert Stegemann als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

„Der Tierschutzbericht zeigt, wie Bundesregierung und Bundestag mit vielen Maßnahmen, Initiativen und Forschungsprojekten für mehr Tierwohl sorgen. Als Unionsfraktion wollen wir den Tierschutz in Deutschland und Europa stetig weiterentwickeln und verbessern. Dabei ist uns wichtig, dass mehr Tierwohl für Landwirte planbar und tatsächlich umsetzbar ist. Dafür müssen Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch bereit sein, an der Ladentheke mehr zu zahlen.“

Die zuständige Berichterstatterin Silvia Breher ergänzt: „Wir schließen Schritt für Schritt Lücken im Tierschutzrecht. Dabei ist uns wichtig, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu erarbeiten, die den Tierschutz verbessern. Für mehr Tierwohl in den Ställen benötigen die Landwirte aber auch die entsprechenden Genehmigungen. Zielkonflikte müssen aufgelöst werden und für Investitionen brauchen Landwirte Planungssicherheit. Wir müssen uns als Gesellschaft darüber verständigen, wie die Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland aussehen soll. Wir brauchen eine Art Gesellschaftsvertrag, in dem auch deutlich wird, dass es mehr Tierwohl in Deutschland nicht zum Nulltarif geben kann.“

Berlin. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann kritisiert einen Vorstoß aus dem Bundesumweltministerium, der ein teilweises Exportverbot für die Lingener Brennelementefabrik Advanced Nucelear Fuels, kurz ANF, vorsieht. „Exportverbote schütten das Kind mit dem Bade aus. Deutschland und Europa sind auf das Know-how aus Lingen angewiesen, um sich international glaubwürdig für sichere Kerntechnik einsetzen zu können“, zeigt sich Stegemann besorgt.

Stegemann verstehe die Sorgen hinsichtlich der Sicherheit von Kernkraftwerken in Belgien und Frankreich. Aber ein teilweises Exportverbot werde die Sicherheit in den Reaktoren nicht verbessern. Stegemann teilt die Einschätzung von Karsten Möring, dem Experten für nukleare Sicherheit der Union im Deutschen Bundestag. Dieser bewertet den Vorschlag als rechtlich fragwürdig und in der Sache sinnlos. „Im Zweifelsfall werden die Kernkraftwerke dann mit anderen Brennstäben beliefert. Das führt zu weniger Kontrolle durch deutsche Behörden und zu längeren Transportwegen“, kritisiert Stegemann.

Stegemann: Technik aus Deutschland gewährleistet Reaktorsicherheit in Europa

Stegemann erinnert zudem daran, dass sich CDU, CSU und SPD Im Koalitionsvertrag darauf verständigt haben, dass Deutschland bei der Reaktorsicherheit in Europa dauerhaft Einfluss ausübe wolle. Man wolle sich für umfassende Sicherheitsüberprüfungen, ambitionierte verbindliche Sicherheitsziele in der EU und ein System wechselseitiger Kontrollen einsetzen. „Wer aber immer nur ‚Nein‘ sagt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn er nicht mehr gehört wird. Im Gegenteil: Wer in Sicherheitsfragen mitreden will, der muss auch über das notwendige Wissen verfügen“, betont der 43-jährige Abgeordnete.

Dafür ist für den Abgeordnete die nukleare Kompetenz aus Lingen von zentraler Bedeutung. „Deutschlands Vermittlerrolle haben wir auch der weltweiten Anerkennung der Mitarbeiter aus Lingen zu verdanken“, so Stegemann. Diese Rolle für mehr Sicherheit in der Welt dürfe Deutschland nicht leichtfertig aus der Hand geben.

Stegemann erinnert daran, dass ANF nicht nur in der Lage sei, Brennelemente für den sicheren Betrieb von Kernkraftwerken zu fertigen, sondern in den letzten Jahrzenten eine enorme Rückbauexpertise erworben habe. „Diese Expertise wird durch den Vorstoß aus dem Bundesumweltministerium massiv gefährdet“, meint Stegemann. „Mir ist es wichtig, dass Ingenieure aus Deutschland mit ihrem Know-how beim Rückbau internationaler Kernkraftwerke dabei sind. Deutschland muss diese Rückbaukompetenz behalten.“

„Gerade mit Blick auf die wichtige Zukunftsaufgabe, dem Rückbau der Kernkraftwerke, müssen wir auf einen ideologiefreien Umfang mit der Ressource Wissen setzen“, so der Abgeordnete weiter. Dann werde Deutschland auch konstruktiv zur Sicherheit der Kraftwerke in Belgien und Frankreich beitragen.

Foto (v.l.): Vertreter der CDU bei einem Besuch bei ANF in Lingen (Ems) im Mai 2016: Dr. Günther Bäuerle, Referent AG Umwelt der CDU/CSU-Fraktion; Peter Reimann, AREVA; Albert Stegemann, MdB; Steffen Kanitz, MdB (heute Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung); Andreas Hoff, Werksleiter; Uwe Hilling, Fraktionsvorsitzender CDU Stadtverband Lingen; Christian Fühner, Vorsitzender CDU Stadtverband Lingen