Grenzsicherheit, Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge gehören zu den zentralen Aufgaben des Staates. Angesichts veränderter Sicherheitslagen und wachsender Anforderungen an den Bevölkerungsschutz ist der direkte Austausch mit denjenigen besonders wichtig, die täglich Verantwortung übernehmen. Deshalb habe ich mit der Bundespolizei in Bad Bentheim sowie den Verantwortlichen des Technischen Hilfswerks aus Meppen, Lingen und Nordhorn darüber gesprochen, welche Herausforderungen sie aktuell beschäftigen, was sich in der Praxis bewährt und welche Anliegen ich aus unserer Region mit nach Berlin nehmen sollte.

Bei meinem Besuch bei der Bundespolizei in Bad Bentheim standen insbesondere die aktuellen Grenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze im Mittelpunkt. Die Einsatzkräfte berichteten von ihren Erfahrungen aus dem täglichen Dienst und zogen eine positive Bilanz der Maßnahmen. Seit Einführung der verschärften Kontrollen konnten zahlreiche unerlaubte Einreisen festgestellt, Schleuser festgenommen und weitere Straftaten verhindert werden. Gleichzeitig wurde deutlich, mit welchem personellen und organisatorischen Aufwand diese Aufgabe verbunden ist. Eine fast 200 Kilometer lange Grenze lässt sich nicht lückenlos kontrollieren. Umso wichtiger sind flexible und wirksame Einsatzkonzepte sowie eine gute Ausstattung.

Wenige Tage später habe ich mich mit den Ortsbeauftragten der THW-Ortsverbände aus Meppen, Lingen und Nordhorn sowie Vertreterinnen der Regionalstelle Lingen getroffen. Das THW leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Ob bei Hochwasserlagen, Unwettern, technischen Hilfeleistungen oder anderen Katastropheneinsätzen – auf unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist jederzeit Verlass.
Besonders erfreulich ist, dass die Ortsverbände in Meppen und Lingen vom Bundesprogramm zur Modernisierung der THW-Infrastruktur profitieren. Der Bund investiert bis 2030 insgesamt 2,7 Milliarden Euro in den Neubau von 200 THW-Standorten – die Standorte in Lingen und Meppen profitieren mit jeweils bis zu 15 Millionen Euro. Damit werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die Einsatzfähigkeit des THW langfristig zu sichern und die Arbeitsbedingungen für die Ehrenamtlichen zu verbessern.

Fahrzeuge werden größer, Materialbestände umfangreicher und die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz steigen kontinuierlich. Gleichzeitig wünschen sich die Verantwortlichen weniger Bürokratie und mehr Flexibilität bei einzelnen Vorgaben. Auch die dauerhafte Finanzierung des Bevölkerungsschutzes sowie mögliche Auswirkungen einer künftigen Wehrpflicht auf das ehrenamtliche Engagement wurden intensiv diskutiert.

Was ich aus beiden Terminen mitnehme, ist vor allem eines: Sicherheit und Bevölkerungsschutz leben von engagierten Menschen. Ob Bundespolizistin, Bundespolizist oder THW-Helferin und THW-Helfer – sie übernehmen Verantwortung für unsere Gesellschaft und leisten einen wichtigen Dienst für unser Land. Deshalb werde ich die angesprochenen Anliegen weiterhin aufmerksam begleiten und mich dafür einsetzen, dass unsere Sicherheitsbehörden und Organisationen des Bevölkerungsschutzes die Unterstützung erhalten, die sie für ihre wichtige Arbeit benötigen.

Bis zum 30. Juni 2026 haben ehrenamtlich Engagierte, Vereine, Hilfsorganisationen, Unternehmen und Initiativen erneut die Möglichkeit, sich für den Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesministeriums des Innern zu bewerben. Der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) ruft Organisationen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim dazu auf, ihre Projekte einzureichen. Die „Helfende Hand“ gilt als wichtigste Auszeichnung Deutschlands zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz.

Ausgezeichnet werden Projekte in den Kategorien „Innovative Konzepte“, „Nachwuchsarbeit“ sowie „Unterstützung des Ehrenamtes“. Zusätzlich vergibt die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis für die Einbindung Ehrenamtlicher nach dem Berufsleben. Mit einer Hilfsinitiative für die Ukraine von Juris Turlajs aus Schüttorf sowie der Notfallseelsorge Grafschaft Bentheim mit ihrem Projekt zur psychosozialen Notfallversorgung haben bereits zwei Initiativen aus der Grafschaft Bentheim ihre Bewerbung für den Förderpreis eingereicht. Auch in den vergangenen Jahren fand der Förderpreis große Resonanz – zahlreiche Initiativen und Organisationen aus der Region nutzten die Möglichkeit, ihr ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz bundesweit sichtbar zu machen.

„Unsere Region lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich ehrenamtlich für andere einsetzen – bei den Feuerwehren, dem THW, der DLRG, dem DRK und vielen weiteren Organisationen. Dieses Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen und verdient mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung“, betont Stegemann. Gerade mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung und die langfristige Stärkung des Ehrenamtes stehe der Bevölkerungsschutz vor großen Herausforderungen.

Projekte aus dem Bevölkerungsschutz können sich bis Ende Juni bewerben

Mit dem Förderpreis möchte der Bund ehrenamtliches Engagement sichtbarer machen und innovative Ideen im Bevölkerungsschutz unterstützen. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Organisationen oder Unternehmen, die sich für den Bevölkerungsschutz und die Stärkung des Ehrenamtes einsetzen. Weitere Informationen zum Förderpreis sowie zur Bewerbung gibt es unter: https://www.helfende-hand-foerderpreis.de/

„Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gibt es viele kreative und beeindruckende Projekte, die auch über die Region hinaus Beachtung verdienen. Deshalb kann ich nur dazu ermutigen, sich für die ,Helfende Hand‘ zu bewerben“, so Stegemann abschließend.

Bis zum 30. Juni 2024 haben ehrenamtlich Engagierte und Einrichtungen, die dem Bevölkerungsschutz dienen, die Möglichkeit, sich für den renommierten Förderpreis „Helfende Hand“ zu bewerben. Der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) appelliert insbesondere an Organisationen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim, ihre Beiträge zum Bevölkerungsschutz einzureichen. Die Helfende Hand ist Deutschlands wichtigste Auszeichnung zur Würdigung ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz.

Ehrenamtliche Projekte aus der Region im Bevölkerungsschutz hoffen auf Förderung

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat die Initiative ins Leben gerufen, um ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und zu würdigen. Der Förderpreis wird in mehreren Kategorien verliehen, einschließlich eines Sonderpreises und eines Publikumspreises. Eine unabhängige Jury bewertet die Einreichungen anhand von Kriterien wie Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Vorbildcharakter der vorgestellten Projekte und Konzepte.

Bereits aus der Region eingereichte Projekte umfassen unter anderem das Konzept „Notfalltraining leicht gemacht“ des DRK-Ortsvereins Lingen e.V., das Projekt „Engagement über die eigenen Aufgaben hinaus“ der Jugendfeuerwehr Emsbüren, welches sich der Nachwuchsarbeit widmet, sowie die „Einführung eines Tutorensystems in den Einsatzdiensten“ durch den Malteser Hilfsdienst e.V. Gliederung Lohne, ebenfalls fokussiert auf die Nachwuchsarbeit. Weitere interessierte Einrichtungen haben die Gelegenheit, sich bis Ende Juni zu bewerben und somit die Chance auf attraktive Förderungen und Preisgelder von bis zu 9.000 Euro zu nutzen.

„Das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz ist von unschätzbarem Wert für unsere Region und die gesamte Gesellschaft. Es zeigt, dass es Menschen gibt, die bereit sind große Verantwortung zu übernehmen. Ich rufe alle Einrichtungen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim auf, sich für den Förderpreis „Helfende Hand“ zu bewerben und ihre wertvolle Arbeit angemessen würdigen zu lassen“, betont Stegemann.

Weitere Informationen sind unter https://www.helfende-hand-foerderpreis.de/die-bewerbung verfügbar.