
Gemeinsam mit meiner Bundestagskollegin, der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Gitta Connemann, habe ich die Präsidentin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Anke Leue, ins Emsland eingeladen, um über den Ausbau des Dortmund-Ems-Kanal, den Neubau regionaler Schleusen und die Modernisierung wichtiger Brücken in unserer Region zu sprechen.
Der Dortmund-Ems-Kanal ist eine zentrale Wasserstraße für unseren heimischen Wirtschaftsstandort. Unsere heimische Wirtschaft und die Anwohnerinnen und Anwohner sind auf funktionierende Transportwege angewiesen. Deshalb ist es wichtig, die Infrastruktur Schritt für Schritt zu modernisieren. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Anke Leue standen auch deshalb die geplanten Schleusen-Neubauten. Die Erneuerung der Schleusen ist notwendig, damit größere Großmotorschiffe den Dortmund-Ems-Kanal künftig besser nutzen können. So lassen sich mehr Güter effizient auf dem Wasser transportieren. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen und kann zugleich Straßen und Schienen entlasten.
Nach der bereits fertiggestellten Schleuse in Gleesen werden derzeit für Hesselte und Venhaus die nächsten Ausschreibungen vorbereitet. Dass an diesen Vorhaben trotz der angespannten Lage in den öffentlichen Haushalten festgehalten wird, ist ein wichtiges Signal für unsere Region.
Ein weiteres Thema waren ebenfalls die Brücken entlang des Kanals. Damit die Strecke insgesamt leistungsfähig wird, müssen auch Durchfahrtshöhen und Verkehrsführungen rund um die Brücken berücksichtigt werden. Besprochen wurde außerdem die Situation an der Kunkemühler Brücke in Emsbüren. Seit der Havarie im Mai 2020 bestehen dort erhebliche Einschränkungen mit Umwegen für Landwirtschaft, Anwohner und touristischen Verkehr. Umso erfreulicher ist die Ankündigung, dass der Baustart für den Ersatzneubau nun im Sommer erfolgen soll.
Der Termin in Venhaus hat zugleich gezeigt, warum viele Infrastrukturprojekte mehr Zeit benötigen, als sich die Menschen vor Ort wünschen. Begrenzte Haushaltsmittel, Fachkräftemangel, technische Anforderungen und aufwendige Ausschreibungsverfahren stellen alle Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger bleibt es, dass zentrale Projekte konsequent weitergeführt werden.
Ich nehme aus dem Termin mit: Für das Emsland und die Grafschaft Bentheim bleibt der Dortmund-Ems-Kanal ein entscheidender Standortfaktor. Wir wollen wirtschaftliche Entwicklung sichern, Lieferketten stärken und Güterverkehr sinnvoll organisieren, in dem wir verstärkt in Wasserstraßen, Schleusen und Brücken investieren.