Der internationale Schüleraustausch ist ein wichtiger Baustein für Verständigung, Weltoffenheit und kulturellen Dialog. Bundesweit geraten Austauschprogramme jedoch zunehmend unter Druck: Während das Interesse junger Menschen aus dem Ausland weiterhin hoch ist, sinkt die Zahl der Gastfamilien in Deutschland spürbar. Darauf macht die bundesweite Kampagne „Offene Türen, offene Herzen – Austausch braucht Gastfamilien“ aufmerksam, die auch der örtliche Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann (CDU) unterstützt.
Nach Angaben der Austauschorganisationen haben sich die Teilnehmerzahlen nach der Corona-Pandemie nicht erholt. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sich weniger Familien melden, die einen jungen Menschen für bestimmten Zeitraum bei sich aufnehmen möchten. In vielen Programmen übersteigt die Zahl interessierter Austauschschülerinnen und -schüler inzwischen deutlich die verfügbaren Plätze.
Gastfamilien ermöglichen jungen Menschen aus aller Welt einen unmittelbaren Einblick in den deutschen Alltag, den Schulbetrieb und das gesellschaftliche Leben. Nicht selten entstehen aus dem gemeinsamen Jahr langfristige persönliche Beziehungen
Interessierte Familien benötigen keine besonderen Voraussetzungen. Austauschorganisationen bereiten Gastfamilien umfassend vor und begleiten sie während des gesamten Aufenthalts. Die Aufnahme ist flexibel möglich – für einige Monate oder ein ganzes Schuljahr – und richtet sich an Familien, Paare oder Einzelpersonen gleichermaßen.
„Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim gibt es durch Wirtschaft, Vereine und grenzüberschreitende Beziehungen seit Jahren enge internationale Kontakte. Diese Offenheit lebt jedoch davon, dass Austausch auch konkret vor Ort stattfinden kann. Umso wichtiger ist es, dass sich auch bei uns in der Region genügend Gastfamilien finden, damit Schüleraustauschprogramme fortgeführt werden können“, so Stegemann abschließend.
Weitere Informationen zur Kampagne und zur Möglichkeit, Gastfamilie zu werden, finden sich unter: www.austausch-braucht-gastfamilien.de