Die Internationale Grüne Woche war für mich ein intensiver und politisch wichtiger Auftakt ins agrarpolitische Jahr 2026. Bei allen Terminen auf der Messe wurde deutlich: Mit dem Start der neuen Bundesregierung rückt Landwirtschaft wieder stärker in den (medialen) Fokus – als Wirtschaftssektor, als Arbeitgeber und als Teil unserer Versorgungssicherheit.

Bei Rundgängen auf der Grünen Woche mit Carsten Linnemann und Jens Spahn standen wir direkt an den Ständen im Gespräch mit Ausstellern, darunter Fachverbänden und Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Diese Gespräche waren offen und praxisnah. Die Erwartungen an die Politik sind eindeutig: mehr Verlässlichkeit, weniger Misstrauen und ein Ende der permanenten Überregulierung, die sich in bürokratischen Auflagen und Berichtspflichten zeigt.
Auch die weiteren Termine auf der Grünen Woche – der Empfang des Deutschen Bauernverbands, das Niedersächsische Agrarfrühstück, der Niedersachsenabend, der Rundgang mit dem Agrarausschuss, die Fraktionsveranstaltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf der IGW sowie ein Gespräch mit der Wachstumsregion Ems-Achse haben gezeigt, wie leistungsfähig und innovationsstark unsere Branche ist. Gerade unsere Region muss sich mit seinen starken Unternehmen aus dem Agrarsektor im internationalen Wettbewerb nicht verstecken.

Mein Fazit nach der Grünen Woche 2026: Landwirtschaft bekommt wieder mehr politischen Stellenwert – und das ist richtig. Entscheidend wird nun sein, diesen Anspruch mit praxisnaher, verlässlicher Politik auch dauerhaft einzulösen. Unsere heimischen Landwirtinnen und Landwirte zeigen tagtäglich, mit welcher Qualität, Innovationskraft und Verantwortung sie Lebensmittel produzieren. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch politische Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen statt sie auszubremsen.
