Stegemann übernimmt Patenschaft für Zukunft der Sozialen Arbeit

Generationengerechtigkeit, Soziale Verantwortung, Wahlkreis - 14. August 2017

Spelle. Auf Vorschlag der Mitarbeiter der St. Martin Pflege GmbH in Spelle hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann die Patenschaft für einen Bereich der „Charta für eine gerechte Sozialpolitik“ von Caritas und Diakonie in Niedersachsen übernommen. „Das Kapital ‚Soziale Arbeit sichert die Zukunft unserer Gesellschaft‘ ist absolut unterstützenswert, weil es von der Bezahlung bis zur verdienten Anerkennung der Mitarbeiter vieles auf den Punkt bringt“, so Stegemann.

Der Einsatz in den sozialen Berufen geht für Stegemann bei vielen Beschäftigten weit über das normale Maß hinaus. „Pflegende und Krankenschwestern sind häufig nachts und am Wochenende rund um die Uhr im Einsatz. Das ist kaum sichtbar, bewirkt aber unglaublich viel“, so Stegemann. Daher wolle er gern dazu beitragen, dass diese Leistung stärker wahrgenommen und anerkannt werde.

Foto (v. l): Christoph Prekel, Geschäftsführer; Albert Stegemann MdB; Elsbeth Dagge, Heimleiterin

Der Geschäftsführer der St. Martin GmbH Christoph Prekel bedauert, dass gerade in der öffentlichen Wahrnehmung negative Schlagzeilen den Ton angeben. „Die Skandale einiger Weniger bleiben hängen. Die alltäglich geleistete Arbeit nicht“, so Prekel. Daher begrüßt er die sofortige Bereitschaft des Abgeordneten, das Anliegen der sozialen und pflegerischen Arbeit öffentlich zu unterstützen.

„Mit den drei Pflegestärkungsgesetzen und der Reform der Pflegeberufe haben wir in den letzten Jahren wichtige Schritte zur besseren Anerkennung und Vergütung getan“, betont Stegemann. Zuletzt habe der Bundestag deutschlandweit das Schulgeld in der Altenpflege abgeschafft. Ziel der CDU sei es, dass dieses nun auch für die Ausbildung der Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden und weiterer Heilberufe entfällt. Um die Fortschritte zu erörtern, ist ein Anschlussgespräch in einem Jahr fest eingeplant.

Caritas und Diakonie werben aktuell mit der Charta „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen …“ für soziale Gerechtigkeit in Niedersachsen. Dort beschreiben diese in sieben Grundsätzen ihre Ziele für eine Gesellschaft, in der Menschenrechte und die Würde aller Menschen umgesetzt werden.

Das Kapitel „Soziale Arbeit sichert die Zukunft unserer Gesellschaft im Wortlaut:
„‚Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird,
freuen sich alle Glieder mit ihm.‘ (Die Bibel, 1. Korinther 12,26)

Soziale Arbeit sichert den solidarischen Zusammenhalt von Menschen, deren Leben unterschiedlich verläuft. Deshalb braucht unsere Gesellschaft Menschen, die – hauptberuflich und ehrenamtlich – andere unterstützen. Dazu muss Soziale Arbeit wertgeschätzt, verlässlich refinanziert und fair entlohnt werden

Konkret heißt dies:
• Soziale und pflegerische Arbeit muss vernünftig entlohnt werden. Die Refinanzierung der tariflichen Bezahlung aller Mitarbeitenden muss gesichert sein.
• Der Wettbewerb innerhalb der Sozialbranche darf nicht über die Lohnkosten, sondern muss über die Qualität des Angebots gewährleistet werden. Deshalb fordern wir umgehend einen Tarifvertrag Soziales.
• Die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen müssen es ermöglichen, dass ausreichend Vollzeitstellen geschaffen werden können.
• Eine gute und qualifizierte Ausbildung in den sozialen und pflegerischen Berufen schafft eine wesentliche Grundlage für die Soziale Arbeit und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.
• Freiwilligenarbeit ist ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft. Sie braucht gute Rahmenbedingungen und verdient Anerkennung.“